Die Murtalbahn stand am Mittwoch, dem 16. September 2026, im Zentrum einer Informations- und Präsentationsveranstaltung am Bahnhof Murau. Organisiert von der Holzwelt Murau und der Steiermarkbahn eröffnete die Aktion „Gemma Murtalbahn schauen“ die Europäische Mobilitätswoche in der Region und zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Festakt in der Einstellhalle und Einblicke in laufende Projekte
Ab 15:00 Uhr präsentierten die Gastgeber im Rahmen eines Festakts in der Einstellhalle die einzelnen Programmpunkte. Im Mittelpunkt standen Informationen zu technischen und organisatorischen Neuerungen im Bahnverkehr zwischen Murau und Tamsweg. Thematisiert wurden insbesondere die Einführung eines rechnergestützten Zugleitbetriebs, die Modernisierung der Zuggarnituren sowie Angebote des regionalen Reisebüros.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steiermarkbahn zeigten sich sichtbar stolz auf die jüngsten Projekte. Als besonders maßgeblich wurden die Umstellung auf den rechnergestützten Zugbetrieb und eine vollständige Überarbeitung des Fuhrparks der Murtalbahn bezeichnet.
„Gemma Murtalbahn schauen“
Neue Fahrzeuge: Gemeinsames Beschaffungsprojekt
Zu den Ehrengästen zählte die steirische Verkehrslandesrätin Claudia Holzer, die in ihrer Ansprache die Bedeutung der Murtalbahn für die regionale Mobilität in Murau und dem Lungau hervorhob. Zudem informierte sie über die geplante Neubeschaffung von Fahrzeugen, die gemeinsam mit der Pinzgauer Lokalbahn und der Zillertalbahn umgesetzt werden soll. Die dafür notwendigen politischen Beschlüsse seien bereits in den jeweiligen Landtagen gefasst worden.
Konkrete Zahlen zur Bestandserneuerung nannte die Steiermarkbahn: In Summe wurden in den vergangenen Jahren acht Fahrzeuge überarbeitet bzw. modernisiert. Die Zusammensetzung des aktuellen Fuhrparks stellt sich wie folgt dar:
| Fahrzeugtyp | Anzahl |
|---|---|
| Triebwagen | 5 |
| Steuerwagen | 3 |
Auswirkungen für Pendlerinnen, Tourismus und Region
Die präsentierten Maßnahmen haben direkte Auswirkungen auf den Alltag in der Region: Ein modernerer Fuhrpark und ein digital unterstützter Zugleitbetrieb sollen Zuverlässigkeit und Taktstabilität verbessern. Für Pendlerinnen und Pendler zwischen Murau und Tamsweg bedeutet das potenziell weniger Verspätungen und bessere Anschlüsse; für den Tourismus ist eine attraktive und verlässliche Bahnverbindung ein Wettbewerbsfaktor.
- Eröffnung der Europäischen Mobilitätswoche in Murau durch die Aktion „Gemma Murtalbahn schauen“.
- Vorstellung des rechnergestützten Zugleitbetriebs und Modernisierung des Fuhrparks (insgesamt 8 Fahrzeuge).
- Geplante gemeinsame Neubeschaffung von Fahrzeugen mit Pinzgauer Lokalbahn und Zillertalbahn; politische Beschlüsse in den Landtagen bereits gefasst.
Ausblick und offene Fragen
Die Veranstaltung bot eine Plattform, um technische Neuerungen zu erläutern und das Vertrauen der Bevölkerung in die regionale Schiene zu stärken. Offen bleibt, in welchem Zeitrahmen die Neubeschaffung konkret umgesetzt wird und welche Finanzierungsdetails noch zu klären sind. Ebenso sind Fragen zur genauen Einsatzplanung der neuen Fahrzeuge und zu möglichen Fahrplananpassungen für die Nutzerinnen und Nutzer noch zu beantworten.
Für Murau und den Lungau bleibt die weitere Entwicklung der Murtalbahn ein zentrales Infrastrukturthema: Die angekündigten Maßnahmen könnten die regionale Erreichbarkeit verbessern und die Bahn als Rückgrat nachhaltiger Mobilität stärken. Die nächste Phase wird nun die konkrete Ausschreibung und Umsetzung des Beschaffungsprojekts sein, an deren Fortschritt sich das Interesse der Region messen lässt.