Bei der jüngsten Platzbewertung der Fachplattform „Stadionwelt“ haben Profifußballer und Spielerinnen die Plätze in Österreich beurteilt: Austria Lustenau erhielt dabei die Auszeichnung für den besten Rasen in der 2. Liga. Für die Bundesliga ging der Titel an den SK Rapid. Die Ergebnisse würdigen die Arbeit der Greenkeeper-Teams und deuten gleichzeitig auf erhebliche Qualitätsunterschiede zwischen den Spielstätten hin.
Bewertung durch die Spieler: Praxisnahe Beurteilung
Die Pitch Competition stützt sich auf die Einschätzungen jener Personen, die Woche für Woche unmittelbar auf dem Untergrund spielen. Das Verfahren wurde von der Vereinigung der Fußballer (VdF) gemeinsam mit „Stadionwelt“ durchgeführt; befragt wurden die Auswärtsmannschaften. Nach Angaben der Publikation flossen in die Auswertung rund 750 Interviews ein sowie über 400 Datensätze und Statistiken.
„Ein Fußballplatz ist der Arbeitsplatz der Spieler.“
Diese Feststellung unterstreicht, warum die Spieloberfläche für das Spielgeschehen und die Sicherheit der Athletinnen und Athleten eine entscheidende Rolle spielt. Faktoren wie Balllauf, Griffigkeit, Wasserabfluss und Gleichmässigkeit des Belags beeinflussen taktische Möglichkeiten, das Verletzungsrisiko und die Qualität der Begegnungen.
Was die Auszeichnung für Lustenau bedeutet
Für Austria Lustenau ist die Auszeichnung ein Anerkennungssignal für die Arbeit hinter den Kulissen: Die Pflege und Instandhaltung des Rasens obliegt vor allem dem Greenkeeping-Team und der Platzleitung. Ein qualitativ hochwertiger Rasen trägt nicht nur zur sportlichen Leistungsfähigkeit bei, sondern kann auch die Attraktivität für Zuschauerinnen und Zuschauer erhöhen sowie die Ausrichtung weiterer Veranstaltungen begünstigen.
Gleichzeitig zeigt die Bewertung, dass es innerhalb der Ligen deutliche Unterschiede in der Platzqualität gibt. Für Vereine und Gemeinden bedeutet das einerseits eine Herausforderung, die Pflegekonzepte zu optimieren; andererseits eröffnet es Potenzial für Erfahrungsaustausch und Investitionen in Bewässerung, Saatgutmischungen und Pflegepersonal.
- Ausgezeichnete Plätze: SK Rapid (Bundesliga), Austria Lustenau (2. Liga)
- Bewertungsgrundlage: Beurteilungen durch Auswärtsmannschaften, laut „Stadionwelt“ rund 750 Interviews
- Folgen: Anerkennung für Greenkeeping, Hinweis auf Qualitätsunterschiede zwischen Spielstätten
Konsequenzen für den regionalen Fußball
Für die Vorarlberger Fußballlandschaft ist die Aufmerksamkeit, die durch diese Platzbewertung entsteht, positiv zu bewerten. Austria Lustenau ist als Aushängeschild des Landes präsent; eine formale Auszeichnung bestärkt die Wahrnehmung, dass der Verein professionell arbeitet. Für andere Clubs in der Region kann die Bewertung Anreiz sein, in Pflege und Infrastruktur zu investieren oder Kooperationen mit Fachleuten zu suchen.
Praktisch bedeuten solche Bewertungen auch, dass Vereine künftig stärker in technische Lösungen und personelle Ressourcen investieren könnten: Angefangen bei adaptiven Bewässerungssystemen über geeignete Saatgutmischungen bis hin zur Weiterbildung der Platzwart-Teams. Entscheidungen hierzu liegen meist bei Vereinsverantwortlichen und, teilweise, bei kommunalen Stellen, wenn stadteigene Infrastruktur betroffen ist.
Abschliessend bleibt festzuhalten, dass die Pitch Competition weniger eine endgültige Rangliste als vielmehr ein Spiegel für aktuelle Pflegestandards und deren Wirkung auf das Spielgeschehen darstellt. Für Lustenau ist die Auszeichnung eine Bestätigung der geleisteten Arbeit — und ein Signal an die Region, die Bedeutung des Rasens als Bestandteil professioneller Sportinfrastruktur ernst zu nehmen.