Leoben. Die Landespolizeidirektion Steiermark, das Stadt- und Bezirkspolizeikommando Leoben sowie die Montanuniversität Leoben haben am 16. September eine offizielle Sicherheitspartnerschaft vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, neu ankommenden, insbesondere internationalen Studierenden den Start in Österreich sicherer und unkomplizierter zu gestalten.
Information, Prävention und Vertrauen
Im Mittelpunkt der Kooperation steht die frühe Vermittlung von relevanten Informationen über das Alltagsleben in Österreich, geltende Rechtsgrundlagen und gesellschaftliche Gepflogenheiten. Die Partner betonen, dass durch rechtzeitige Aufklärung Missverständnisse vermieden und ein respektvolles Miteinander gefördert werden sollen. Als konkrete Maßnahme sind englischsprachige Workshops direkt am Campus geplant.
Das Stadt- und Bezirkspolizeikommando hebt hervor, dass es wichtig sei, Studierenden aufzuzeigen, an wen sie sich in unterschiedlichen Situationen wenden können und welche Kontaktwege bestehen. Ebenso sollen Themen, die mit dem studentischen Alltag verknüpft sind, gezielt behandelt werden – etwa rechtliche und sicherheitsrelevante Aspekte bei der Nutzung von Trendsportgeräten wie E‑Scootern.
„Uns ist es als Polizei wichtig, den Studentinnen und Studenten aufzuzeigen, an wen sie sich in unterschiedlichen Situationen wenden können, wenn sie Unterstützung oder Hilfe benötigen“, erklärt Stadt- und Bezirkspolizeikommandant Niklas Rebhandl.
Formate, Zielgruppen und erwartete Wirkung
Die Kooperation ist Teil der Initiative GEMEINSAM.SICHER. Sie richtet sich schwerpunktmäßig an internationale Studierende, die wegen Sprachbarrieren oder unbekannten lokalen Regeln stärker gefährdet sein können, in problematische Situationen zu geraten. Die Workshops sollen nicht nur rechtliche Grundlagen vermitteln, sondern auch praktische Hinweise zu alltäglichen Fragestellungen geben.
- Englischsprachige Informationsveranstaltungen auf dem Campus
- Aufklärung zu rechtlichen Fragen und sicherheitsrelevanten Themen
- Direkte Kontaktadressen und Beratungswege der Polizei
- Präventionsangebote im studentischen Alltag (z. B. Mobilität, E‑Scooter)
Die Partner erwarten, dass durch die frühzeitige Ansprache einerseits die Sicherheit der Studierenden steigt und andererseits ein dauerhaftes Vertrauensverhältnis zwischen Studierendenschaft und Polizei aufgebaut wird. Landespolizeidirektor und Vertreter der Montanuniversität unterstrichen bei der Unterzeichnung die Bedeutung einer niedrigschwelligen, informationsorientierten Zusammenarbeit.
Konkrete organisatorische Angaben
Konkrete Termine und ein vollständiges Programm der Workshops sollen in den kommenden Tagen von der Montanuniversität veröffentlicht werden. Für einen schnellen Überblick haben wir die wesentlichen Punkte der Vereinbarung in einer kleinen Tabelle zusammengefasst.
| Partner | Zielgruppe | Hauptmaßnahmen |
|---|---|---|
| Landespolizeidirektion Steiermark | Internationale Studierende | Englischsprachige Workshops, Prävention, Kontaktvermittlung |
| Stadt- und Bezirkspolizeikommando Leoben | Studierende vor Ort | Alltagsnahe Sicherheitsinformationen, E‑Scooter‑Regeln |
| Montanuniversität Leoben | Neuankömmlinge, Erstsemestrige | Organisation, Campus‑Veranstaltungen, Information |
Für Leoben als Universitätsstadt bedeutet die Partnerschaft eine institutionalisierte Ansprechstelle für die Belange junger Menschen aus dem Ausland. Neben der unmittelbaren Sicherheitswirkung kann dies langfristig auch die Integration in die Stadtgemeinschaft erleichtern, indem Vertrauen zu staatlichen Institutionen gestärkt wird.
Weitere Details zu Terminen, Inhalten und Anmeldemodalitäten sollen zeitnah über die Kommunikationskanäle der Montanuniversität veröffentlicht werden. Für Studierende, Eltern und Anwohnende ist die Initiative ein Schritt hin zu transparenterer Information und besserer Prävention – sowohl auf dem Campus als auch im städtischen Raum.
WE NEWS, Korrespondent Steiermark