Fusion bringt größere wirtschaftliche Schlagkraft
Mit dem Zusammenschluss des Lagerhaus Wechselgau und des Lagerhaus Thermenland soll in der Region eine stärkere, breit aufgestellte Genossenschaft entstehen. Die Mitglieder beider Betriebe beschlossen die Verschmelzung in Generalversammlungen am 22. und 23. September. Künftig treten die beiden Einheiten unter dem Namen Lagerhaus Hartberg-Fürstenfeld auf.
Die neu entstehende Genossenschaft weist nach Angaben der beteiligten Unternehmen eine Größenordnung von etwa 160 Millionen Euro Umsatz und knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf. Das Unternehmen wird mit zwölf Filialen und fünf Werkstätten in der Region vertreten sein.
Breites Angebot und Ziele der Zusammenführung
Durch die Bündelung sollen Kompetenzen in den etablierten Geschäftsbereichen zusammengeführt werden: Agrar und Landtechnik, Baustoffe, Haus und Garten, Energie sowie Werkstätten und Serviceleistungen. Die Verschmelzung werde es ermöglichen, Investitionen gezielter zu planen, Fachbereiche weiterzuentwickeln und betriebliche Abläufe besser aufeinander abzustimmen, heißt es in den Mitteilungen.
- Stärkere Finanzbasis für gemeinsame Investitionen
- Erweiterte Spezialisierung in Fachbereichen
- Optimierte Logistik und Serviceangebote für Mitglieder und Kundinnen und Kunden
- Gezielte Aus- und Weiterbildung für Beschäftigte
Regionale Bedeutung und Folgen für Hartberg
Für Hartberg bedeutet die Fusion eine Konsolidierung zweier regionaler Anbieter, die bisher getrennt agierten. Die Zusammenführung dürfte die regionale Versorgung in ländlichen Bereichen sichern und zugleich neue Handlungsspielräume schaffen, um etwa auf veränderte Anforderungen in Landwirtschaft und Wirtschaft zu reagieren. Mitglieder und Kundinnen und Kunden sollen von erweiterten Dienstleistungen und einer stärkeren Serviceinfrastruktur profitieren.
Gleichzeitig eröffnet die Größe des neuen Unternehmens Möglichkeiten, spezialisierte Angebote zu entwickeln und in Ausbildung und Logistik zu investieren. Das kann nachhaltige Effekte haben, etwa durch verbesserte Ersatzteilversorgung, gebündelte Serviceeinsätze der Werkstätten oder koordinierte Beratungsleistungen für Landwirtinnen und Landwirte sowie Betriebe.
Organisation und Zahlen im Überblick
| Bezeichnung | Zahl |
|---|---|
| Umsatz (ungefähr) | 160 Mio. € |
| Beschäftigte | knapp 300 |
| Filialen | 12 |
| Werkstätten | 5 |
| Beschlüsse gefasst | 22. & 23. September |
„Unsere beiden Genossenschaften verbindet vieles: die Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern, die enge Verbundenheit mit der Region und
Die zitierten Aussagen aus den Mitteilungen unterstreichen die intendierte regionale Verankerung. Konkrete Angaben zu Personalveränderungen, Standorten, Führungsstruktur oder Synergieeffekten in einzelnen Geschäftsbereichen wurden in der Veröffentlichung nicht detailliert genannt. Damit bleiben operative Fragen — etwa zur künftigen Aufteilung von Leitungsfunktionen oder zu geplanten Investitionsvolumina — offen.
Ausblick und offene Punkte
Für die kommenden Monate sind die Umsetzung der Zusammenführung der IT- und Logistikprozesse sowie die Abstimmung der Produkte und Dienstleistungen zentrale Aufgaben. Ebenso relevant wird die Kommunikation an die Mitglieder und Kundinnen und Kunden sein, damit die Vorteile der Fusion rasch sichtbar werden.
Die Fusion schafft eine Plattform, um die regionale Nahversorgung im ländlichen Raum zu stärken. Ob und in welchem Ausmaß dies gelingt, hängt von der operativen Umsetzung, dem Erhalt von Service-Qualität vor Ort und der Bereitschaft ab, in Aus- und Weiterbildung zu investieren. Hartberg ist künftig einer der Standorte innerhalb der gemeinsamen Struktur — der Name Lagerhaus Hartberg-Fürstenfeld macht die lokale Bedeutung sichtbar.
Weitere Details zu Managementstruktur, konkreten Investitionsplänen und möglichen Veränderungen an einzelnen Standorten wurden in der Mitteilung nicht angegeben. Mitglieder und Kundinnen und Kunden werden zu den nächsten Schritten voraussichtlich laufend informiert.