Der TSV Egger Glas Hartberg hat auch im dritten Meisterschaftsspiel keinen Punkt geholt: Gegen den FK Austria Wien setzte es am Sonntag eine 0:2-Heimniederlage. Für die Wiener war es der erste Saisonsieg in der Admiral Bundesliga, für Hartberg bleibt es weiter beim Fehlstart mit null Punkten und null Toren.
Verlauf und Entscheidung
Hartberg begann die Partie gegen den Traditionsklub aus Wien mit teils ansehnlichen Aktionen und hatte in der Anfangsphase die besseren Chancen. Marco Hoffmann und Paul Komposch kamen zu Möglichkeiten, konnten den gegnerischen Torhüter jedoch nicht überwinden. Nach etwa 20 Minuten übernahmen die Gäste zunehmend das Spielgeschehen.
Die Führung für die Austria fiel in der 33. Minute: Der 18-jährige Daniel Nnodim traf mit einem präzisen Schuss aus knapp 20 Metern ins Eck – sein erstes Tor in der Bundesliga. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hartberg bemüht, wirklich gefährlich wurden die Gastgeber aber selten. In der Schlussphase sorgte Julian Hettwer per Kopfversuch (Vorlage Manfred Fischer) für die Entscheidung in der 76. Minute, als er den Ball über Hartbergs Torhüter Armin Pecsi hob und damit auf 2:0 stellte. Austria-Schlussmann Samuel Sahin-Radlinger sicherte mit mehreren Paraden den zu null-Sieg.
„Für Hartberg bleibt es hingegen beim Fehlstart mit null Punkten und null Toren.“
Personelle Entscheidungen und Wechsel
Austria-Trainer Stephan Helm hatte nach dem Europacup-Auftritt rotieren lassen und brachte sieben neue Spieler in die Startelf. Zudem fehlte der gesperrte Aleksandar Dragovic, was die Innenverteidigung betraf. Hartberg setzte, wie bereits im Spielverlauf sichtbar, auf eine Formation, die frühe Offensivaktionen suchte, letztlich jedoch nicht durchschlagskräftig genug war.
- Schlüsselereignisse: 33. Minute – Daniel Nnodim (Austria) 1:0; 76. Minute – Julian Hettwer (Austria) 2:0.
- Hartberg: Bemühungen in der Anfangsphase, danach zu selten gefährlich.
- Austria: Kontrolle über Spielverlauf nach der 20. Minute, lässt Hartberg keine Tore zu.
Aufstellungen (Auswahl)
Die im Bericht genannten Startformationen zeigen die Personalentscheidungen beider Trainerteams. Aus Hartberger Sicht standen folgende Spieler in der Startelf:
| Hartberg | Austria Wien |
|---|---|
| Pecsi – Komposch, Spendlhofer, Wilfinger, Coulibaly (64. Gerstl) – Karner (64. Onuoha), Kainz (75. Feldhofer), Markus, Lukic (84. Diarra) – Hoffmann (75. Urrutia), Gattermayer | Sahin-Radlinger – Ranftl, Handl, Buhari – Nnodim (75. Maybach), Lee K., Wustinger (61. Markovic), Lee T. – Hettwer (85. Feddersen), Saljic |
Folgen für Hartberg
Die klare Niederlage verschärft die Lage für Hartberg früh in der Saison: null Punkte nach drei Runden bedeuten Druck auf Mannschaft und Trainerteam. Die Offensive konnte im bisherigen Saisonverlauf kein Tor erzielen, was Fragen zur Chancenverwertung und zur taktischen Ausrichtung aufwirft. Hartberg braucht dringend einen Spiel- und Punkteerfolg, um nicht frühzeitig in den Tabellenkeller zu geraten.
Austria Wien hingegen gewann erstmals nach zwei Niederlagen und nimmt mit Zuversicht das bevorstehende internationale Duell in Angriff: Am Donnerstag steht nämlich das Conference-League-Play-off-Auswärtsspiel bei Sporting Braga auf dem Programm – ein Spiel, dem die Veilchen Rückenwind aus dem Hartberg-Spiel mitgeben können.
Für Hartberg stehen nun in den kommenden Tagen Analyse und Vorbereitung auf das nächste Ligaspiel an. Die Fans und Verantwortlichen werden vor allem auf die Offensive schauen müssen: Bislang lautet die Bilanz in der Meisterschaft null Tore – eine Statistik, die das Team schnellstmöglich ändern muss.
Der TSV Egger Glas Hartberg gastiert in den kommenden Spielen weiterhin in einer sportlich anspruchsvollen Phase. Ob die Mannschaft die aktuelle Negativserie bald durchbrechen kann, bleibt abzuwarten.