Projektstand: Zeitplan wird eingehalten
Die ÖBB haben bei der Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Feldkirch und Buchs die Halbzeit erreicht. Nach 60 von 120 Bautagen berichten die Projektverantwortlichen, dass die Arbeiten «on schedule» verlaufen. Ziel des Vorhabens ist es, den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr langfristig zu sichern und das Angebot klimafreundlicher zu gestalten.
Was bisher gemacht wurde
Auf der 18 Kilometer langen Achse wurden bereits markante Eingriffe vorgenommen: Brücken wurden erneuert, Weichen eingebaut und mehrere Bahnübergänge modernisiert. Nach Angaben der ÖBB sind unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise in Arbeit:
- Erneuerung von rund 3,6 Kilometern Gleis inklusive Unterbau
- Ersetzung von vier Brücken
- Modernisierung von zehn Kreuzungen
- Teilsanierung des Korrosionsschutzes an der Buchser Rheinbrücke (zweite Phase)
Bahnhof Nendeln: Neuer Standard für Pendlerinnen und Pendler
Besonders hervorgehoben wird die umfassende Aufwertung des Bahnhofs Nendeln. Geplant sind barrierefreie Zugänge, zwei Bahnsteige mit je 120 Metern Länge, Witterungsschutz, niveaugleicher Einstieg und digitale Informationssysteme. Auch neue Stellwerkstechnik soll installiert werden, um den Betrieb leistungsfähiger und sicherer zu machen.
„Mit dem Ausbau der Strecke Feldkirch‑Buchs wird der öffentliche Verkehr über Landesgrenzen hinweg gesichert und die Grundlage für ein attraktives, klimafreundliches Mobilitätsangebot geschaffen.“
Bauorganisation und Auswirkungen vor Ort
Das Projekt wird als Dreiländer‑Vorhaben geführt und zählt damit zu den größeren Infrastrukturmaßnahmen in der Region. Um die Baugeschwindigkeit zu erhöhen, setzen die ÖBB laut Mitteilung auf Spezialgerät wie Untergrundsanierungsmaschinen, Schnellumbauzüge und Gleisstopfer. Diese Maßnahmen bringen zwar Effizienz, können jedoch vorübergehend Lärm- und Staubbelastungen verursachen.
Die ÖBB haben Anrainer:innen um Verständnis gebeten; geplante Arbeiten am Korrosionsschutz der Buchser Rheinbrücke sollen bis Mitte Oktober laufen. Die Bahnübergänge bei Sportfeldstraße und Rheinstraße sollen nach Abschluss bestimmter Bauphasen wieder geöffnet werden.
Kurze Übersicht: Kerndaten
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Streckenlänge | 18 km |
| Bautage gesamt | 120 |
| Halbzeit erreicht | 60 Tage |
| Gleisrenewal | 3,6 km |
| Brücken ersetzt | 4 |
Folgen für Feldkirch und die Region
Für Feldkirch bedeutet die Modernisierung eine verbesserte Anbindung an das Schweizer und Liechtensteiner Schienennetz sowie langfristig stabilere Fahrpläne und höhere Verlässlichkeit. Ein moderner, barrierefreier Bahnhof in Nendeln stärkt zudem den regionalen Pendlerverkehr und kann den Umstieg auf den ÖV attraktiver machen — ein Ziel, das mit der Klimapolitik und den Mobilitätsstrategien der Länder übereinstimmt.
Gleichzeitig sind lokale Behörden und Anrainerinnen gefordert, die Übergangsbelastungen während der Bauphase zu begleiten. Lärm‑ und Staubschutz sowie Abstimmungen zu Verkehrsführungen an betroffenen Bahnübergängen sind zentrale Themen für die nächsten Monate.
Die ÖBB haben angekündigt, die Bevölkerung weiterhin über Fortschritte und kurzfristige Sperren zu informieren. Der Zeitplan bis zum Abschluss der Arbeiten sieht vor, dass die größeren Maßnahmen innerhalb der laufenden Bautageperiode fertiggestellt werden sollen.
Für Pendlerinnen und Pendler aus Feldkirch bleibt wichtig: Fahrpläne vorab prüfen und Informationen der ÖBB beachten, insbesondere wenn einzelne Bahnübergänge temporär gesperrt sind oder Ersatzverkehre eingerichtet werden.