Derby entschieden durch Fouls, eine spektakuläre Freistoß-Perle und Jokereinsatz
Im Rudolf Gutmann Stadion erlebten rund 750 Zuschauer am Samstagabend ein intensives Oststeiermark-Derby zwischen dem SK Fürstenfeld und dem HOFMANN PERSONAL Ilzer SV. Unter der Leitung von Schiedsrichter DI Dominik Grasser entwickelte sich eine harte Begegnung, die letztlich durch eine Gelb-Rote Karte und eine personelle Überzahl der Gäste zugunsten des Ilzer SV kippte. Endstand: Fürstenfeld 1, Ilzer SV 3.
Fürstenfeld ging früh durch ein außergewöhnliches Tor in Führung: Sebastian Prattes verwandelte einen Freistoß aus eigener Hälfte – der Ball flog aus rund 60 Metern über den zu weit vor dem Tor stehenden Ilzer-Tormann und landete zum 1:0 im Netz. Diese Szene wurde in der Berichterstattung als „Tor des Jahres“ bezeichnet.
„Tor des Jahres“
Die Partie blieb bis zur Pause offen, obwohl Ilz durch Dominik Weiss und Clemens Seifried bereits zuvor Chancen hatte. In der 43. Minute veränderte eine Disziplinlosigkeit das Spiel: Oliver Jaindl von Fürstenfeld sah nach einem Foulspiel Gelb-Rot und musste vorzeitig vom Platz. Die Hausherren brachten damit einen schmalen Vorsprung in die Kabine, hatten dabei aber das Nachsehen aufgrund der sich anbahnenden numerischen Unterlegenheit.
In der zweiten Halbzeit nutzte der Ilzer SV die Überzahl konsequent aus. Angeführt von Joker Melih Tepegöz, der sich als Doppelpacker erwies, drehten die Gäste das Spiel und gingen am Ende als 3:1-Auswärtssieger vom Platz. Torwart Manuel Cerma zeigte sich auf Ilzer Seite mehrfach reaktionsschnell, etwa bei einer Großchance von Andreas Glaser kurz vor der Pause, als er den Winkel geschickt verkürzte.
- Zuschauer: ca. 750
- Spielort: Rudolf Gutmann Stadion, Fürstenfeld
- Schiedsrichter: DI Dominik Grasser
- Rote Karte: Oliver Jaindl (Gelb-Rot, 43.)
- Besondere Szene: Freistoßtor von Sebastian Prattes aus rund 60 m
Die Partie steht stellvertretend für die große Bedeutung regionaler Derbys in der Landesliga: Körperlich intensiv, mit engen Entscheidungen und Momentum-Wechseln, die von einer einzigen Karte oder einem einzelnen Joker im zweiten Durchgang bestimmt werden können. Für Fürstenfeld bedeutet die Niederlage nicht nur den Verlust von Punkten, sondern auch die Erkenntnis, wie entscheidend Disziplin und Spielkontrolle gerade gegen Mannschaften mit Punkt- und Kaderstärke wie Ilz sind.
| Minute | Ereignis |
|---|---|
| ~26' | Sebastian Prattes erzielt Freistoßtor aus ca. 60 m (Fürstenfeld 1:0) |
| 43' | Oliver Jaindl sieht Gelb-Rot (Fürstenfeld nur noch zu zehnt) |
| 2. HZ | Ilzer SV dreht das Spiel; Melih Tepegöz trifft doppelt als Joker |
Aus Fürstenfelder Sicht bleibt die Frage, wie das Team künftig Härte und Disziplin besser balanciert, um solche Wendungen zu vermeiden. Der Ilzer SV seinerseits zeigte, wie wichtig taktische Flexibilität und gezielte Einwechslungen sind: Der Joker Tepegöz wurde zum Matchwinner und entschied das Derby mit zwei Treffern.
Die Stimmung im Stadion war über die gesamte Spielzeit hoch, das Ergebnis sorgt sicher noch für Gesprächsstoff unter Fans und Funktionären. Fürstenfeld muss nun die Lehren aus diesem Spiel ziehen und sich auf die nächsten Aufgaben in der Landesliga vorbereiten.