Veranstaltungsforum als Motor für Kultur und Publikum
Im Kultur- und Werkausschuss der Stadt hat der Leiter des Veranstaltungsforums Fürstenfeld, Norbert Leinweber, die Rolle des Hauses für die Stadt und die Region dargestellt. In seinem Bericht betonte er, das Forum strahle über die Region hinaus und ziehe Besucherinnen und Besucher aus dem Umland an. Das Haus setze bewusst auf ein ganzjähriges Programm und könne so auch mit kulturellen Angeboten in Ferienzeiten punkten, wenn andere Spielstätten geschlossen seien.
Leinweber nannte das „Dance-First-Festival“ als Beispiel für die überregionale Wirkung: Es sei das zweitgrößte Festival dieser Art in ganz Bayern und erhalte durchgehend starke Besucherzahlen sowie mediale Aufmerksamkeit. "Von der Produktion her sind wir da 1. Liga, oder sogar Champions League", so seine Einschätzung. Das Festival, das in der Regel ausverkauft sei, werde in zwei Jahren wieder stattfinden.
Reihen, Publikum und wirtschaftliche Effekte
Als "Herzstück" des Hauses bezeichnete der Werkleiter die festen Kulturreihen. Die sechs Abonnementreihen – Jazz-, Blues-, Klassik-, Alte Musik-, Literatur- und Theater First – seien sukzessive gewachsen und hätten bei Abonnenten einen so guten Ruf, dass diese die Reihen oft abonnieren, auch wenn nur einzelne Künstler bekannt seien. Das ermögliche, auch weniger profilierte, aber qualitativ hochwertige Künstler in den Spielplan aufzunehmen.
- Jazz-, Blues- und Klassikreihe sorgen für musikalische Vielfalt.
- Alte Musik-, Literatur- und Theater First ergänzen das Programm um Nischen und Hochkultur.
- Mittelaltermarkt wurde aufgrund des Erfolgs auf zwei Wochenenden ausgeweitet.
„Ich bin überzeugt, dass unser Haus als Leuchtturm nach außen strahlt.“
Leinweber hob zudem hervor, dass die Reihe Blues First im Großraum München einzigartig sei. Wenn man mit guten Künstlern arbeite, kämen Gäste aus dem gesamten Großraum zum Veranstaltungsforum.
| Reihe | Charakter |
|---|---|
| Jazz First | Jazz-Konzerte, Abonnement |
| Blues First | Blues-Konzerte, einzigartig im Großraum München |
| Klassik First | Klassische Konzerte |
| Alte Musik First | Historische Aufführungen |
| Literatur First | Lesungen und literarische Formate |
| Theater First | Theaterproduktionen |
Feiern und Publikumsmagneten
Der Mittelaltermarkt habe sich als Publikumsumlauf entwickelt, sodass die Veranstalter ihn auf zwei Wochenenden ausgeweitet hätten. Außerdem kündigte Leinweber ein besonderes Ereignis im Herbst an: Im Oktober werde das 25-jährige Bestehen des Veranstaltungsforums mit einem dreitägigen Jubiläumsprogramm gefeiert. "Das wird ein richtig tolles Fest", sagte er im Ausschuss.
Leinweber verweist auch auf ökonomische Aspekte: Kulturhäuser seien zwar oft operativ defizitär, doch brächten sie positive Effekte für die lokale Wirtschaft durch Besucher, die in der Stadt konsumierten. Diese indirekten Effekte betreffen Gastronomie, Beherbergung und Einzelhandel sowie das Image der Stadt als Kulturstandort.
Konsequenzen für Fürstenfeld
Für Fürstenfeld bedeutet die Arbeit des Veranstaltungsforums vor allem zwei Dinge: Erstens ein attraktiveres Freizeit- und Kulturangebot, das die Lebensqualität erhöht; zweitens potenzielle Zusatzeinnahmen für lokale Betriebe durch Gäste aus der Region. Die geplanten und wiederkehrenden Großereignisse – etwa das Dance-First-Festival und das Jubiläum im Oktober – könnten die Stadt weiter als kulturellen Anziehungspunkt profilieren und langfristig das kulturelle Profil von Fürstenfeld schärfen.
Die kommunale Kulturpolitik und lokale Wirtschaft werden die Entwicklung des Hauses weiter begleiten müssen, insbesondere mit Blick auf Finanzierung und Programmplanung. Klar ist aus dem Bericht: Das Veranstaltungsforum will sicht- und spürbar bleiben – nicht nur für den Kernmarkt, sondern für ein größeres Publikum, das weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.