Die Stadt Feldkirch intensiviert ihre Maßnahmen zur Förderung von MINT-Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, bereits im Vorschulalter Neugier und experimentelle Fähigkeiten zu wecken und im weiteren Bildungsweg praxisnahe Zugänge zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung arbeitet dabei eng mit Schulen, Unternehmen, Vereinen und weiteren Bildungspartner:innen zusammen.
Früh anfangen: Spürnasenecken in Kindergärten
Als Baustein der Frühförderung wurden in zwei Feldkircher Einrichtungen sogenannte Spürnasenecken eingerichtet: im Kinderhaus Gisingen Josefgasse und im Ganztageskindergarten Tisis. Dort können Kinder altersgerechte Materialien nutzen, um Phänomene rund um Wasser, Licht und Magnetismus zu beobachten oder erste Erfahrungen mit einfacher Robotik zu machen. Die Stadt betont, dass Kinder von Natur aus neugierig seien und dieses Interesse durch selbstständiges Ausprobieren gefördert werden solle.
Praxis in der Schule: Lego-Workshops und 3D-Druck
Auch im Schulbereich setzt Feldkirch auf praktische Angebote: In den Feldkircher Volksschulen finden Lego-Workshops statt, bei denen Schülerinnen und Schüler eigene Modelle bauen und diese mit einer simplen Programmiersprache zum Leben erwecken. Die Kombination aus technischem Verständnis, Kreativität und logischem Denken steht dabei im Vordergrund. Ab dem kommenden Jahr wird das Angebot laut Stadt um 3D-Druck-Workshops erweitert, sodass die Jugendlichen weitere Einblicke in moderne Technologien erhalten.
- Kinderhaus Gisingen Josefgasse – Spürnasenecke für frühe Experimente
- Ganztageskindergarten Tisis – Spürnasenecke
- Feldkircher Volksschulen – Lego-Workshops mit Programmierbezug
- Kommendes Jahr – Erweiterung um 3D-Druck-Workshops
Kooperation für Standortentwicklung
Die Stadtverwaltung sieht in der MINT-Förderung nicht nur einen Gewinn für die individuelle Entwicklung der Kinder, sondern auch für den Wirtschafts- und Bildungsstandort Feldkirch. In einer Stellungnahme betonte Bürgermeister Manfred Rädler, dass die gemeinsame Schaffung von Angeboten mit Partner:innen langfristig dem Standort zugute komme. Bildungsstadträtin Andrea Zelzer erklärte, man wolle an der angeborenen Neugier der Kinder anknüpfen und ihnen Gelegenheit geben, "selbst zu forschen, auszuprobieren und Lösungen zu entwickeln".
„Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen verstehen, wie Dinge funktionieren. Genau daran möchten wir mit unseren MINT-Angeboten anknüpfen und ihnen möglichst früh die Gelegenheit geben, selbst zu forschen, auszuprobieren und Lösungen zu entwickeln“, sagte Bildungsstadträtin Andrea Zelzer.
Formate und Perspektiven
Konkrete, praxisorientierte Formate wie Workshops und experimentelle Lernumgebungen dominieren das Angebot. Ergänzend erwähnt die Stadt, dass weitere Kooperationen mit lokalen Unternehmen und Vereinen sowie zusätzliche Bildungspartner:innen geplant sind, um unterschiedliche Altersgruppen und Lebensbereiche zu erreichen. Ein weiterer Baustein sei ein jährlich stattfindendes Lernangebot im MINT-Bereich, das Schüler:innen zusätzliche Möglichkeiten zum praktischen Arbeiten bieten soll.
| Institution | Angebot |
|---|---|
| Kinderhaus Gisingen Josefgasse | Spürnasenecke für Experimente |
| Ganztageskindergarten Tisis | Spürnasenecke |
| Feldkircher Volksschulen | Lego-Workshops mit einfacher Programmierung |
| Städtisches Angebot (ab kommendem Jahr) | 3D-Druck-Workshops |
Die Stadt stellt die praktische Erfahrung in den Mittelpunkt: Kinder und Jugendliche sollen nicht nur Theorien vermittelt bekommen, sondern durch eigenes Tun technische Zusammenhänge erleben. Welche weiteren Schritte die Stadt im Detail plant und wie die Umsetzung der 3D-Druck-Workshops konkret aussehen wird, will die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und Partnern weiter ausarbeiten.
Für Familien, Lehrkräfte und Interessierte bedeutet die Initiative eine Ausweitung lokaler Bildungsangebote im Bereich MINT und gleichzeitig die Chance, junge Menschen frühzeitig auf technische und naturwissenschaftliche Berufe vorzubereiten, die langfristig auch dem regionalen Arbeitsmarkt zugutekommen könnten.