Starke Beteiligung und lokale Sieger: Feldbachs Literaturpreis 2026
Der Literaturpreis der Stadt Feldbach hat sich auch in seiner achten Auflage als bedeutendes Forum für Schreibende im deutschsprachigen Raum bestätigt. Für die 2026er-Ausgabe gingen insgesamt 257 Beiträge ein. Die Jury kürte den Feldbacher Hannes Glanz zum Gewinner des ersten Preises; den zweiten Platz belegte Christian Wagner (Wien), Platz drei erhielt Fu Lee.
Die Initiative der Stadtgemeinde, die 2012 ins Leben gerufen wurde, zieht damit weiterhin Autorinnen und Autoren aus Österreich und dem übrigen deutschsprachigen Raum an. Organisatorisch getragen wird der Wettbewerb von der Kulturabteilung der Stadtgemeinde unter Leitung von Andrea Meyer; Kulturreferent Michael Mehsner und Bürgermeister Josef Ober begleiten das Projekt politisch.
Publikation und Anerkennungen
Aus den eingereichten Texten werden zwölf Beiträge in einem Beitragsband veröffentlicht. Zusätzlich wurden 13 Anerkennungspreise vergeben; jede Auszeichnung ist mit 100 Euro dotiert und beinhaltet ebenfalls eine Publikation des Textes. Damit bietet der Wettbewerb neben finanzieller Würdigung vor allem eine Plattform für Sichtbarkeit und Verbreitung.
- Gesamteinreichungen: 257
- Im Beitragband veröffentlichte Texte: 12
- Anerkennungspreise: 13 (je 100 Euro und Publikation)
Die Siegerin/der Sieger erhielt außerdem „ein gegossenes, zerknülltes Blatt Papier“, eine Trophäe der Künstlerin Angelika Loderer.
Die symbolträchtige Trophäe steht für den kreativen Prozess und die Mühen des Schreibens. Solche gestalterischen Akzente unterstreichen den regionalen Charakter des Preises, zugleich verleihen sie ihm eine eigene Identität, die über reine Geldpreise hinausgeht.
Bedeutung für Feldbach und die Region
Der Literaturpreis stärkt das kulturelle Profil von Feldbach als „Kulturstadt“ und zieht Aufmerksamkeit über die Region hinaus an. Die Zahl der Einreichungen zeigt, dass der Wettbewerb inzwischen als ernst zu nehmende Bühne für literarische Texte wahrgenommen wird. Für lokale Autorinnen und Autoren wie den Gewinner Hannes Glanz bedeutet das nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine gesteigerte Sichtbarkeit innerhalb eines grösseren literarischen Netzwerks.
Für die Gemeinde ist der Preis ein Instrument, Kulturarbeit zu institutionalisierten und zugleich Publikumsinteresse zu erzeugen. Veröffentlichungschancen für die Preisträgerinnen und Preisträger können zu weiteren Lesungen, Kooperationen mit Verlagen oder zu einer verstärkten Teilnahme an regionalen Kulturformaten führen.
| Platz | Name | Wohnort | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 1. | Hannes Glanz | Feldbach | Siegertext: „Wolke 7a – So fern, so nah: Wie InfluencerInnen ihren Platz im Himmel fanden” |
| 2. | Christian Wagner | Wien | Text: „Im Zwischenhoch” |
| 3. | Fu Lee | — | Platz drei |
Die präzisen Auswirkungen auf die lokale Kulturszene werden sich in den kommenden Monaten zeigen, etwa durch geplante Lesungen, die Präsentation des Beitragsbandes und mögliche Kooperationen mit regionalen Kulturträgern. Fest steht: Der Preis hat sein Profil geschärft und bleibt ein zentraler Anknüpfungspunkt für literarische Aktivitäten in Feldbach.
Die Stadtgemeinde und die zuständige Kulturabteilung betonten, dass der Wettbewerb bewusst offen für das gesamte deutschsprachige Gebiet gehalten werde, um Austausch und Vernetzung zu fördern. Der Erfolg der heurigen Ausschreibung dürfte die Fortsetzung des Preises auch künftig sichern.