Unter dem Titel „In Würde Abschied nehmen“ ist am 24. Juli in der Palliativakademie der Stiftung Juliusspital Würzburg eine interaktive Ausstellung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eröffnet worden. Die Schau ist bis zum 21. August in der Akademie zu Gast und richtet sich explizit an Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie an Menschen, die Schwerkranke und Sterbende in Hospiz- und Palliativarbeit beruflich oder ehrenamtlich begleiten.
Schwerpunkt Kommunikation und Selbstfürsorge
Im Zentrum der Ausstellung stehen die Themen Kommunikation mit Betroffenen und Angehörigen sowie Selbstfürsorge für Beschäftigte in der palliativen Versorgung. Die Ausstellung ist interaktiv angelegt: An unterschiedlichen Stationen können Teilnehmende eigene Erfahrungen einbringen, Perspektiven austauschen und sich praktisch mit den Herausforderungen der Begleitung am Lebensende auseinandersetzen.
Die Leitung der Palliativakademie betont, dass die Ausstellung nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern auch den Dialog zwischen verschiedenen Berufsgruppen fördert. Für die zweite Augusthälfte sind noch freie Workshop-Termine angekündigt; die Teilnahme ist kostenfrei, jedoch nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit werden von der BGW bereitgestellt.
„Die Ausstellung lädt dazu ein, sich auf interaktive Weise mit den Herausforderungen und besonderen Anforderungen in der Begleitung am Lebensende auseinanderzusetzen.“
Die Schau ist zudem Teil des Jubiläumsjahres zum 25-jährigen Bestehen der Palliativakademie und der Palliativstationen des Juliusspitals. Was 2001 begann, hat sich laut Pressemitteilung zu einem mehrgliedrigen Versorgungsangebot entwickelt: Palliativstationen, Palliativakademie, Ambulanten Palliativdienst, Hospiz sowie ein Brückenteam bilden heute die Basis der regionalen Versorgung.
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2001 | Beginn der Palliativversorgung am Juliusspital |
| 2026 | 25-jähriges Jubiläum; Ausstellung "In Würde Abschied nehmen" (24.07.–21.08.) |
Netzwerk aus vier Säulen
Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck hebt in der Mitteilung das Zusammenspiel der vier Säulen hervor und betont kurze Wege sowie den regelmäßigen fachlichen Austausch. Nach Angaben der Einrichtung ermögliche diese Struktur eine Begleitung, die die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen bis zuletzt in den Mittelpunkt stelle.
- Palliativstationen – stationäre Versorgung Schwerkranker
- Ambulanter Palliativdienst – Unterstützung zu Hause
- Hospiz – Begleitung in der letzten Lebensphase
- Brückenteam – Vernetzung und Übergangsbetreuung
Die Veranstalter unterstreichen, dass die Ausstellung sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen offensteht. Ziel sei es, die Teilnehmenden in einen fachlichen und persönlichen Austausch zu bringen, der neben beruflichen Aspekten auch die emotionale Belastung der Arbeit in der Palliativversorgung thematisiert.
Für Würzburg bedeutet das Jubiläum und die Präsentation einen sichtbaren Fokus auf die Weiterentwicklung palliativer Angebote vor Ort. Fort- und Weiterbildungsangebote wie diese Ausstellung tragen dazu bei, lokale Fachkräfte zu stärken und ehrenamtlich Engagierte zu vernetzen. Konkrete Workshoptermine und die Anmeldemodalitäten sind über die Webseite der BGW abrufbar.
Die Ausstellung ist kostenfrei; Interessierte werden gebeten, sich rechtzeitig anzumelden, um die Teilnahme zu sichern.