Unfallserie zwischen Aschaffenburg-Ost und Einhausung
Kurz nach 14.45 Uhr kam es auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Würzburg zu einer Reihe hintereinanderfolgender Auffahrunfälle. Auslöser war ein verkehrsbedingtes Abbremsen: Ein 52-jähriger Fahrer eines Tesla verringerte die Geschwindigkeit, wodurch unmittelbar folgende Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kamen.
Nach Angaben der Einsatzkräfte prallte zunächst ein Fiat-Wohnmobil (Fahrer, 59 Jahre) in das Heck des Tesla. Kurz darauf fuhr eine 19-jährige Fahrerin eines Nissan in das Heck des Wohnmobils. Die junge Frau wurde leicht verletzt und nach medizinischer Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Weitere Kollisionen und mehrere Verletzte
Wegen der vorausgegangenen Unfälle musste ein Sattelzug hinter der Unfallstelle stark abbremsen. Eine 40-jährige Fahrerin eines Opel erkannte dies offenbar zu spät und kollidierte mit dem Heck des Lkw. In dem Opel befanden sich vier Kinder; dabei wurden die Fahrerin und eines der Kinder schwer verletzt. Die drei übrigen Kinder erlitten leichtere Verletzungen. Alle Betroffenen wurden von Notarzt und Rettungsdienst vor Ort erstversorgt und anschließend in Krankenhäuser gebracht.
„Die Unfallstelle musste zunächst komplett gesperrt werden, später wurden sukzessive Spuren freigegeben“, teilten die Einsatzkräfte mit.
Einsatzkräfte, Bergung und Folgen für den Verkehr
Zur Absicherung der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Goldbach sowie der Verkehrssicherungsanhänger der Feuerwehr Aschaffenburg im Einsatz. Die zunächst ebenfalls alarmierte Feuerwehr Hösbach konnte die Anfahrt abbrechen. Während der Sattelzug die Fahrt eigenständig fortsetzen konnte, mussten die übrigen beteiligten Fahrzeuge abgeschleppt werden.
Der Sachschaden wird von den Behörden in die Zehntausende Euro geschätzt. Die Richtungsfahrbahn Würzburg war zunächst komplett gesperrt; im weiteren Verlauf wurden nacheinander eine und dann eine weitere Spur wieder freigegeben. Trotz der Spurfreigaben kam es zu einem Stau von über zehn Kilometern, der bis über die hessische Landesgrenze reichte. Gegen 16.15 Uhr war die Unfallstelle nach Angaben der Einsatzkräfte vollständig geräumt.
- Uhrzeit des Beginns: kurz nach 14.45 Uhr
- Ort: A3, Richtung Würzburg, zwischen Anschlussstelle Aschaffenburg-Ost und Einhausung
- Verletzte: insgesamt sechs Personen (davon zwei schwer)
- Stau: > 10 km, bis über die hessische Grenze
Übersicht der beteiligten Fahrzeuge und Verletzungen
| Fahrzeug | Fahrer/Insassen | Verletzungen |
|---|---|---|
| Tesla | 52-jähriger Fahrer | keine Angaben zu Verletzungen im Bericht |
| Fiat-Wohnmobil | 59-jähriger Fahrer | keine Angaben zu Verletzungen im Bericht |
| Nissan | 19-jährige Fahrerin | leicht verletzt, Krankenhausaufnahme |
| Sattelzug | Fahrer (nicht näher beschrieben) | fuhr nach Bremsung weiter |
| Opel | 40-jährige Fahrerin, 4 Kinder | Fahrerin und 1 Kind schwer verletzt; 3 Kinder leichte Verletzungen |
Für Anwohner, Pendler und Lastverkehr auf der A3 bedeuteten die Folgen dieser Auffahrserie erhebliche Verzögerungen am Nachmittag. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache und zum Unfallhergang dauern an; die polizeilichen Untersuchungen klären auch, ob weitere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
Der Vorfall erinnert daran, dass auf stark befahrenen Autobahnabschnitten bereits kleinste Verzögerungen zu kettenartigen Auffahrunfällen führen können, besonders wenn nachfolgende Fahrzeugführer den Verkehr nicht frühzeitig genug antizipieren. Die Einsatzkräfte mahnten zu erhöhter Vorsicht beim Auffahren und beim Halten ausreichender Sicherheitsabstände.
Weitere Informationen werden erwartet, sobald die Polizei und die beteiligten Rettungsdienste ihre Abschlussberichte vorlegen.