Unfall am frühen Abend: Einsatzkräfte sichern Unfallstelle und retten Schwerverletzte
In der Neunkircher Zoostraße hat sich am frühen Samstagabend, 15. August, ein schwerer Verkehrsunfall ereignet, bei dem zwei Frauen verletzt wurden. Eine Volkswagen-Limousine kam von der Fahrbahn ab, durchbrach offenbar die Böschungssicherung und stürzte den steilen Abhang hinunter. Das Fahrzeug blieb an mehreren kleinen Bäumen hängen.
Die 89 Jahre alte Beifahrerin erlitt nach Angaben der Feuerwehr schwere bis schwerste Verletzungen. Sie lag in einer abschüssigen, schwer zugänglichen Böschung und musste von Einsatzkräften aus der Gefahrenzone gerettet werden. Die 61-jährige Fahrerin wurde nur leicht verletzt.
Ersthilfe und Alarmierung
Unmittelbar nach dem Unfall leistete eine zufällig vorbeikommende Feuerwehrfrau erste Hilfe. Sie
stieg die abschüssige Böschung hinab, half bei der Befreiung der Unfallopfer und begann mit der Erstversorgungund veranlasste zudem die Alarmierung weiterer Rettungskräfte. Kurz nach 18 Uhr wurden die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen sowie Rettungsdienst und Polizei zur Zoostraße gerufen.
Vorgehen der Einsatzkräfte
Vor Ort legten die Einsatzkräfte zunächst einen gesicherten Zugang zur schwer verletzten Person an. Dazu platzierten Feuerwehrleute eine Leiter wie eine Treppe auf dem steilen Abhang, damit der Rettungsdienst die Patientin erreichen und medizinisches Gerät sicher hinabbringen konnte. Parallel sicherte die Feuerwehr das Unfallfahrzeug mit der Seilwinde eines Rüstwagens, da ein weiteres Abrutschen nicht ausgeschlossen werden konnte.
Da eine Bergung die Patientin den Hang hinauf als besonders belastend eingeschätzt worden wäre, suchten die Einsatzkräfte nach einem alternativen Rettungsweg. Sie fanden einen nicht weit entfernten Waldweg, über den die Frau schonender aus dem Abhang herausgebracht werden konnte. Mit vereinten Kräften trugen Feuerwehrleute und Rettungsdienst die Schwerverletzte auf einer Trage erst querfeldein zum Waldweg und dann zum Rettungswagen.
Chronologie und beteiligte Kräfte
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz nach 18:00 Uhr | Alarmierung der Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler, Rettungsdienst und Polizei |
| Unmittelbar nach Unfall | Erstversorgung durch zufällig anwesende Feuerwehrfrau |
| Während der Versorgung | Sicherung des Fahrzeugs mit Seilwinde; Suche nach alternativem Rettungsweg |
| Kurz darauf | Transport der Schwerverletzten über Waldweg zum Rettungswagen |
Auswirkungen und Hinweise für Anwohner
Der Einsatz zeigt, wie herausfordernd Rettungsmaßnahmen in unwegsamem Gelände sein können und wie wichtig die Ausbildung sowie das schnelle Handeln von Ersthelfern sind. Die Feuerwehr betonte gegenüber der Kreisfeuerwehr, dass das sichere Arbeiten am Abhang und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst entscheidend für den erfolgreichen Ablauf gewesen seien.
- Ort: Zoostraße, Neunkirchen
- Datum/Uhrzeit: 15. August, kurz nach 18 Uhr (Alarmierung)
- Verletzte: eine 89-jährige Beifahrerin (schwerstverletzt), eine 61-jährige Fahrerin (leicht verletzt)
- Beteiligte Einheiten: Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler, Rettungsdienst, Polizei
Weitere Informationen zur Unfallursache oder zum genauen Gesundheitszustand der Verletzten lagen zum Zeitpunkt der Meldung nicht vor. Die Polizei führt die Ermittlungen zur Unfallursache.
Der Vorfall erinnert daran, dass Unfälle auch in vermeintlich ruhigen Bereichen der Stadt schwere Folgen haben können. Für Anwohner bedeutet dies: Wachsam fahren, besonders an Straßen mit Böschungen und unübersichtlichen Passagen.