In Völklingen-Geislautern hat sich am Montagmorgen gegen 8.10 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Schulbus ereignet. Wie die Polizei mitteilte, wurden dabei 14 Menschen verletzt, davon sieben leicht und sieben schwerer. Der Vorfall ereignete sich in der Straße "Am Schulberg".
Verlauf: Technischer Defekt, Bus rollt los
Nach den bisherigen Ermittlungen geriet der Bus infolge eines technischen Defekts außer Kontrolle. Die 38 Jahre alte Fahrerin hielt am Fahrbahnrand an, um die Ursache zu prüfen. Währenddessen rollte das Fahrzeug auf der abschüssigen Straße an, beschädigte mehrere geparkte Pkw und schob diese gegen Garagentore sowie Treppenaufgänge. Im weiteren Verlauf kollidierte der Bus im Kurvenbereich mit der Hauswand zweier Anwesen.
Entgegen ersten Meldungen befanden sich zum Unfallzeitpunkt nicht rund 30, sondern 19 Personen im Bus: Schülerinnen und Schüler überwiegend im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren sowie drei Aufsichtspersonen im Alter von etwa 30 bis 60 Jahren. Alle Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert. Betroffene und Eltern wurden an der Schule betreut, zudem war ein Notfallseelsorger vor Ort.
Schadenbilanz, Sicherungsmaßnahmen und Ermittlungen
Die Polizei berichtete von schwerer Beschädigung an insgesamt fünf Pkw; drei Fahrzeuge seien Totalschaden. Außerdem wurden mehrere Wohngebäude in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt Völklingen ließ Statiker die betroffenen Häuser prüfen; erste Sicherungsarbeiten wurden bereits durchgeführt. Abschleppdienste entfernten die beschädigten Fahrzeuge, der Schulbus wurde für weitere Untersuchungen sichergestellt.
„Die Polizei geht derzeit von einem Schaden ‚im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich‘ aus.“
Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat einen Sachverständigen mit der Klärung der Unfallursache beauftragt. Die Ermittlungen richten sich nach Angaben der Behörden auf den technischen Defekt, der als Auslöser angenommen wird.
Auswirkungen auf den Verkehr und Reaktionen
Wegen des Einsatzes und der Unfallaufnahme waren die Ludweiler Straße und die Straße Am Schulberg zeitweise in beiden Richtungen gesperrt. Die Sperrungen führten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich Geislautern.
Innenminister Reinhold Jost (SPD) machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Weitere Stellungnahmen der Landesregierung oder des Schulträgers lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.
Wer war im Bus? Betreuung und weitere Schritte
Bei den Insassen handelte es sich nach Polizeiangaben um Schulkinder und drei erwachsene Aufsichtspersonen. Die Altersangaben liegen überwiegend zwischen zwölf und 16 Jahren für die Schülerinnen und Schüler, die Begleitpersonen verorten die Polizei zwischen 30 und 60 Jahren. Die Schule organisierte Betreuungsangebote für Betroffene und ihre Angehörigen.
Für Eltern und Sorgeberechtigte sind folgende Punkte derzeit relevant:
- Informationen zu verletzten Kindern erhalten Familien über die Schule und die zuständigen Krankenhäuser.
- Die Schadensregulierung an Fahrzeugen läuft über die jeweiligen Versicherungen; für durch Gebäudeschäden Betroffene ist die Stadt mit Sicherungsmaßnahmen vor Ort tätig.
- Weitere Untersuchungen zum Unfallhergang werden von einem Gutachter der Staatsanwaltschaft durchgeführt.
Übersicht: Verletzte und Sachschaden
| Aspekt | Zahl/Status |
|---|---|
| Personen im Bus | 19 (Schülerinnen und Schüler, drei Aufsichtspersonen) |
| Verletzte | 14 (7 leicht, 7 schwerer) |
| Beschädigte Pkw | 5 (3 Totalschaden) |
| Betroffene Gebäude | mehrere Anwesen; Sicherungsmaßnahmen laufen |
| Geschätzter Schaden | Nach Polizeiangaben: sechsstelliger Bereich |
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft kündigten an, die technischen Befunde des sichergestellten Busses sowie Zeugenaussagen auszuwerten. Ziel ist es, die genaue Ursache für das plötzliche Losrollen zu klären und die Frage zu beantworten, ob es sich um einen isolierten technischen Defekt handelte oder weitere Faktoren eine Rolle spielten.
Die Bevölkerung wurde gebeten, die abgesperrten Bereiche zu meiden, um die Arbeit der Rettungskräfte nicht zu behindern. Über mögliche langfristige Folgen für die betroffenen Gebäude und die weitere schulische Versorgung der verletzten Kinder soll informiert werden, sobald Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen.
Die Berichterstattung wird aktualisiert, sobald weitere verlässliche Informationen von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Stadt vorliegen.