Neues Konzept im Deutsch‑Französischen Garten
Vom 14. bis 16. August 2026 öffnet im Deutsch‑Französischen Garten (DFG) erstmals der „Große Mittelaltermarkt zu Saarbrücken“. Die Veranstaltung folgt auf die bisherigen „Phantasie und Mittelaltertage“ (PMT), die bis 2025 von Gerd Drenkow organisiert wurden und eine feste Besucherschaft hatten. Zwei neue Veranstalter, Benjamin Kiehn und Mario Vojvoda, treten damit die Nachfolge an und stellen das Konzept sichtbar um.
Die beiden Organisatoren betonen, dass sie kein exaktes Abbild des früheren Formats anstreben: „Wir wollten keine Kopie des Konzeptes eines Freundes. Wir wollten aber auch die Veranstaltung nicht aussterben lassen. Das neue Konzept ist ein Versuch, den Mittelaltermarkt auf neue Füße zu stellen und gleichzeitig die Basis, um den DFG im Marktsegment zu bereichern“, erklärt Kiehn.
„Der Eintritt ist frei, der Markt wird mittelalterlicher und es werden andere Flächen genutzt.“
Was sich ändert — und was bleibt
Aus dem vorliegenden Plan geht hervor, dass mehrere Punkte verändert werden: Die Veranstaltung soll auf anderen, kompakteren Flächen des DFG stattfinden und mit freiem Eintritt ein breiteres Publikum ansprechen. Gleichzeitig kündigen die Veranstalter an, das historische Thema zu verstärken, etwa durch mittelalterlichere Marktstände, Künstler und Musikanten.
- Datum: 14. bis 16. August 2026
- Ort: Deutsch‑Französischer Garten, Saarbrücken
- Eintritt: frei
- Organisatoren: Benjamin Kiehn und Mario Vojvoda
Viele der Aussteller, Musiker und Künstler, die zuvor bei den PMT auftraten, wurden in der Vergangenheit eng mit Drenkow und seiner Familie in Verbindung gebracht. Nach dem überraschenden Ende der PMT hatten zahlreiche Beteiligte und Besucher ihr Bedauern geäußert. Kiehn und Vojvoda geben an, dass zwischen ihnen und der Familie Drenkow ein gutes Verhältnis besteht und dies in die Planungen eingeflossen sei — gleichzeitig sei das Ziel, dem Markt ein neues Profil zu geben.
Folgen für Publikum und lokale Szene
Der freie Eintritt dürfte die Hemmschwelle für Gelegenheitsbesucher senken und möglicherweise zu einer größeren Durchmischung der Besuchergruppen führen. Für die lokale Kulturszene und die mittelalterliche Szene in Saarbrücken bedeutet die Fortsetzung des Formats sowohl Chancen als auch Herausforderungen: Einerseits bleibt eine Bühne für Handwerk, Musik und historische Demonstrationen erhalten; andererseits verlangt das veränderte Konzept von Ausstellern gegebenenfalls Anpassungen bei Präsentation und Kostenstruktur.
Die Verlagerung auf kompaktere Flächen im DFG kann organisatorische Vorteile bringen, etwa kürzere Wege für Besucher und eine bessere Übersichtlichkeit. Ob diese Umstellung jedoch Auswirkungen auf das Marktangebot oder die Anzahl der Stände hat, geht aus der bisherigen Ankündigung nicht eindeutig hervor. Ebenso offen bleibt, wie die Anwohnerinnen und Anwohner sowie die regelmäßigen Nutzer des Parks die neue Nutzung an den Wochenenden bewerten werden.
Transparenz und Ausblick
Die Veranstalter geben sich vorsichtig optimistisch. Der betonte Wunsch, keine bloße Kopie des früheren Formats sein zu wollen, ist zugleich eine Ansage an die treue Fangemeinde der PMT: Der Markt soll vertraute Elemente bewahren, aber in eine neue Gestalt überführt werden. Konkretere Informationen zu Programm, Teilnehmern oder weiteren organisatorischen Details wurden bisher nicht veröffentlicht; die Veranstalter rechnen damit, dass sich das Angebot in den kommenden Wochen konkretisiert.
| Merkmal | Bekannter Stand |
|---|---|
| Veranstalter | Benjamin Kiehn, Mario Vojvoda |
| Frühere Veranstalter | Gerd Drenkow (bis 2025) |
| Eintritt | frei |
| Datum | 14.–16. August 2026 |
Für Saarbrücken bleibt der Mittelaltermarkt ein wichtiger Beitrag zum städtischen Kulturleben und zur touristischen Ausstrahlung — vorausgesetzt, das neue Konzept findet die Balance zwischen Traditionsbewahrung und notwendiger Erneuerung. Besucher, Aussteller und Anwohner werden nun genau beobachten, wie sich die Premiere im August gestaltet und ob der Markt langfristig eine neue feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt wird.