Im Marienhaus Klinikum Kohlhof in Neunkirchen wird die Notfallversorgung ab dem 21. September deutlich eingeschränkt: Künftig sollen in der Notaufnahme ausschließlich Kinder, Jugendliche und Frauen im Bereich der Gynäkologie behandelt werden. Das kündigten der kaufmännische Direktor Lucas Merschbächer und der ärztliche Direktor Alexander Pattar bei einem Pressegespräch an.
Schritt in Richtung Fachklinik
Die Maßnahme ist Teil der geplanten Transformation des Standorts zu einer Fachklinik für Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Klinikleitung betont, dass die Anpassung der Notfallversorgung ein »konsequenter Bestandteil der Neuausrichtung« sei. In dem Pressegespräch wiesen Merschbächer und Pattar darauf hin, dass der nächste konkrete Planungsschritt nun beginne und die Bevölkerung möglichst schnell und umfassend informiert werden solle.
„Die Rettungsdienste sind bereits über diesen Schritt informiert und wir hoffen, dass auch Patientinnen und Patienten mit akuten Erkrankungen oder Verletzungen unsere Klinik zukünftig nicht mehr anfahren werden.“
Nach Angaben der Klinikleitung wurde die frühere politische Debatte um die Verlagerung der Kinderklinik auf dem Kohlhof, die in Neunkirchen für zahlreiche Diskussionen gesorgt hatte, zugunsten der Spezialisierung geklärt. Die neue Ausrichtung lege den Schwerpunkt deutlich auf die Kinder- und Jugendmedizin.
Was Bewohnerinnen und Bewohner jetzt wissen müssen
- Ab dem 21. September werden in der Notaufnahme des Kohlhofs nur noch Kinder, Jugendliche und Frauen behandelt.
- Rettungsdienste seien über die Änderung informiert; Patienten mit anderen Akutproblemen sollen künftig andere Kliniken ansteuern.
- Die Transformation des Standorts hin zur Fachklinik soll weiter voranschreiten; Zieltermine wurden in der Mitteilung genannt.
Die Klinik nannte bei der Vorstellung der Pläne den 1. Januar 2027 als weiteres Datum im Kontext der Umgestaltung; konkrete Schritte zur Umsetzung wurden für die kommende Woche angekündigt. Die Leitung äußerte die Erwartung, die Bevölkerung rechtzeitig über die Änderungen zu informieren, damit Patientinnen und Patienten wissen, welche Anlaufstelle im Notfall passend ist.
Konsequenzen für Patienten, Rettungsdienste und Mitarbeiter
Die Einschränkung der Notaufnahme hat mehrere Folgen: Für betroffene Erwachsene ändert sich der nächstgelegene Ort der akuten Versorgung, Rettungsdienste müssen Anfahrtswege und Einsatzziele anpassen, und für Beschäftigte bedeutet die Spezialisierung strukturelle Veränderungen in Dienstplänen und Aufgabenbereichen. Die Klinikleitung stellte heraus, dass die Rettungsdienste bereits informiert sind und die Anpassung als Bestandteil der Neuausrichtung zu verstehen sei.
| Datum | Maßnahme |
|---|---|
| 21. September | Notaufnahme nur noch für Kinder, Jugendliche und Frauen |
| 1. Januar 2027 | angestrebter weiterer Meilenstein der Transformation |
Die Leitung des Marienhaus Klinikums betonte, dass die Spezialisierung auf Kinder- und Jugendmedizin sowie Frauenheilkunde das Profil des Standortes schärfen soll. Ob und wie die landespolitischen Debatten um die Klinik künftig wieder aufgegriffen werden, geht aus der Presseinformation nicht hervor. Für die Bürgerinnen und Bürger in Neunkirchen bleibt nun wichtig, die Hinweise der Klinik und der Rettungsdienste zu beachten, um im Notfall die geeignete Versorgung anzusteuern.