Der Evangelische Kirchenkreis Krefeld‑Viersen hat die umfangreiche Sanierung seines Verwaltungsgebäudes an der Pauluskirche in Krefeld begonnen. Nach Angaben des Kirchenkreises sind die ersten Bauschilder aufgestellt und Handwerksfirmen bereits vor Ort. Ziel der Arbeiten ist eine energetische Modernisierung des Gebäudes sowie die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum.
Sanierung nach rund vier Jahrzehnten intensiver Nutzung
Das Gebäude war in den vergangenen rund 40 Jahren intensiv genutzt worden, ohne nennenswerte umfassende Sanierungsmaßnahmen. Nun sollen die anstehenden Arbeiten den Energieverbrauch deutlich reduzieren und einen klimagerechteren Betrieb ermöglichen. Die Maßnahmen sind nach Angaben des Kirchenkreises die ersten wesentlichen Instandsetzungen in diesem Zeitraum.
Während der Bauphase sind Teile der Verwaltung an einen Ausweichstandort verlegt: Die Mitarbeitenden arbeiten vorübergehend im „Haus der Referate“ an der Seyffardtstraße. Nach Abschluss der Arbeiten plant der Kirchenkreis, diesen Ausweichstandort wieder aufzugeben und die verschiedenen Verwaltungs‑ und Seelsorgebereiche zentral an der Pauluskirche zu bündeln.
Neuer Wohnraum und gebündelte Verwaltung
Im Zuge des Umbaus entstehen neben den Verwaltungsflächen auch drei neue Mietwohnungen. Der Kirchenkreis betont, dass nach Abschluss der Sanierung Leitung, Referate, Seelsorgebereiche und die gemeinsame Verwaltung der Kirchengemeinden wieder in dem sanierten Gebäude zusammengeführt werden sollen. Die Baugenehmigung war bereits im Frühjahr erteilt worden; seitdem liefen die Vorbereitungen.
- Ziel: deutliche Reduzierung des Energieverbrauchs
- Neue Nutzung: drei Mietwohnungen neben Verwaltungsbereichen
- Zeithorizont: Fertigstellung geplant bis Frühjahr 2028
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Sanierungsbeginn | Oktober 2026 (Baumaßnahmen angelaufen) |
| Fertigstellung geplant | Frühjahr 2028 |
| Neue Wohneinheiten | 3 Mietwohnungen |
| Vorheriger Zustand | 40 Jahre ohne wesentliche Sanierung |
Die Entscheidung, nach der Sanierung den Ausweichstandort an der Seyffardtstraße aufzugeben, hat organisatorische Folgen: Aktivitäten und Anlaufstellen, die bislang räumlich auf zwei Standorte verteilt sind, sollen künftig zentral erreichbar sein. Das kann für Mitarbeitende und Gemeindemitglieder kürzere Wege und klarere Ansprechpartner bedeuten. Gleichzeitig stellt die Sanierung eine Investition in den Werterhalt der Immobilie und in klimafreundlichere Gebäudetechnik dar.
Konkrete Angaben zu Umfang und Art der energetischen Maßnahmen (etwa Dämmung, Fensteraustausch, Heizungs‑ oder Lüftungstechnik) sowie zu Kosten und Finanzierung machte der Kirchenkreis in den veröffentlichten Informationen nicht. Ebenso fehlen derzeit detaillierte Angaben zur Größe und Ausstattung der geplanten Mietwohnungen.
Die Baugenehmigung, so der Kirchenkreis, sei bereits im Frühjahr erteilt worden; seither liefen die Vorbereitungen. Auffällig ist, dass die Sanierung soziale und administrative Ziele verbindet: Durch die Schaffung von Wohnraum wird das Gebäude multifunktional genutzt, und die Bündelung der Verwaltung soll Abläufe vereinfachen.
Für Anwohnerinnen und Anwohner in der Nähe der Pauluskirche bedeutet die Baumaßnahme in den kommenden Monaten Handwerker- und Lieferverkehr sowie mögliche Einschränkungen im Umfeld. Die Stadt Krefeld hat die Planungen genehmigt; weitere kommunale Stellungnahmen zu konkreten Bauabläufen lagen zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht vor.
Für den Kirchenkreis endet mit der Sanierung eine Phase der Aufteilung auf zwei Standorte. Ob die freiwerdenden Flächen an der Seyffardtstraße künftig verkauft, vermietet oder anderweitig genutzt werden, wurde nicht mitgeteilt. Die Arbeiten sollen die Nutzung des zentralen Standorts langfristig sichern und zugleich einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten.