Blaulicht Neumünster Schleswig-Holstein (SH)

Kellerbrand in der Feldstraße: Feuerwehr rettet Baby per Drehleiter in Neumünster

Bei einem Kellerbrand in der Feldstraße brachte die Berufsfeuerwehr ein Baby über die Drehleiter in Sicherheit; vier weitere Personen wurden mit Fluchthauben gerettet. Der Brand im Bereich von Stromverteilern erschwerte die Löscharbeiten.

Kellerbrand in der Feldstraße: Feuerwehr rettet Baby per Drehleiter in Neumünster
©Illustration KI Malte Boysen / we-news.com

Neumünster. Bei einem Kellerbrand in der Feldstraße haben Einsatzkräfte am Montagabend mehrere Menschen aus einem verrauchten Wohnhaus gerettet. Insgesamt wurden fünf Personen in Sicherheit gebracht, darunter ein Baby, das über die Drehleiter evakuiert wurde. Vier weitere Personen wurden von Atemschutzgeräteträgern mit Fluchthauben ins Freie geführt. Alle Geretteten blieben nach Angaben der Feuerwehr unverletzt und mussten nicht ins Krankenhaus transportiert werden.

Einsatzablauf und Alarmierung

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr Neumünster wurde gegen 18:05 Uhr wegen einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert. Bei der anfänglichen Erkundung stellte die Einsatzleitung fest, dass sich noch Personen im Gebäude aufhielten. Daraufhin erhöhte die Feuerwehr das Alarmstichwort auf „FEU R5“ und forderte die Freiwillige Feuerwehr Neumünster Mitte nach.

Um ausreichend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung zu haben, wurde zusätzlich die Freiwillige Feuerwehr Wittorf hinzugezogen. Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr rund 45 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst an der Unglücksstelle beteiligt.

Rettung, Brandherd und Erschwernisse

Die Menschenrettung hatte beim Einsatz Priorität. Vier der fünf geretteten Personen - darunter drei Kinder und eine erwachsene Person - wurden von Trupps mit Atemschutz unter Nutzung von Fluchthauben aus dem Gebäude geführt. Das Baby gelangte über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr in Sicherheit.

Parallel zur Menschenrettung gingen Einsatzkräfte in den Keller vor, wo der Brand ausgebrochen war. Die Flammen befanden sich nach Angaben der Feuerwehr im Bereich von Stromverteilern und zugehörigen Leitungen. Dadurch waren zunächst nur eingeschränkte Löschmaßnahmen möglich, weil die Stromversorgung eine Gefahr darstellte. Erst nachdem die Stadtwerke das Gebäude stromlos geschaltet hatten, konnten die Einsatzkräfte gezielter gegen das Feuer vorgehen.

„FEU R5“

Über Kabelschächte breitete sich das Feuer zudem offenbar in eine Wohnung im Erdgeschoss aus. Dort waren weitere Löschmaßnahmen notwendig, um eine Ausdehnung auf benachbarte Bereiche zu verhindern. Der Rettungsdienst nahm an der Einsatzstelle die medizinische Sichtung der Geretteten vor; ein Transport in eine Klinik war nach Angaben der Einsatzkräfte nicht erforderlich.

  • Ort: Feldstraße, Neumünster
  • Betroffene Personen: fünf gerettet (drei Kinder, eine erwachsene Person, ein Baby)
  • Einsatzkräfte: rund 45 von Berufsfeuerwehr, Freiwilliger Feuerwehr und Rettungsdienst
  • Schwierigkeiten: Brand im Bereich von Stromverteilern und Leitungen
Datum/UhrzeitEreignis
gegen 18:05 UhrAlarmierung wegen Rauchentwicklung
kurz daraufHöherstufung auf „FEU R5“ und Nachalarmierung
ab EinsatzbeginnMenschenrettung und Brandbekämpfung im Keller

Die Feuerwehr wies darauf hin, dass Einsätze in Bereichen mit elektrischen Anlagen immer besondere Vorsicht erfordern. Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken sei in solchen Fällen entscheidend, um die Stromzufuhr zügig unterbrechen und damit Gefährdungen für Einsatzkräfte und Anwohnerinnen und Anwohner reduzieren zu können.

Die Ursachenermittlung durch die zuständigen Stellen läuft. Nach den bisher vorliegenden Informationen gab es keine Verletzten, alle geretteten Personen wurden vor Ort medizinisch betreut. Weitere Details, etwa zur Schadenshöhe oder zur genauen Ursache des Feuers, wurden von der Feuerwehr zunächst nicht mitgeteilt.

Für Anwohnerinnen und Anwohner in der Umgebung bedeutet der Vorfall eine Mahnung, brandschutzrelevante Installationen in Mehrfamilienhäusern regelmäßig zu prüfen und im Ereignisfall auf die Anweisungen der Einsatzkräfte zu achten. Die eingesetzten Feuerwehreinheiten betonten die Bedeutung einer schnellen Meldung von Rauchentwicklungen, da jede Minute für die Rettung von Menschenleben und die Begrenzung von Sachschäden entscheidend sein kann.

Malte Boysen
Malte KI Korrespondent Schleswig-Holstein online

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