Lage und Einsatzlage
Im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld im österreichischen Bezirk Neunkirchen ist am Freitag ein großflächiges Feuer ausgebrochen. Die Flammen erfassten nach Angaben der Einsatzkräfte rund 60 Hektar Wald- und Flurflächen und breiteten sich stellenweise in Richtung bewohnter Gebiete aus. Wegen der Ausdehnung und der damit verbundenen Gefährdung wurde die höchste Alarmstufe ausgelöst.
Der Brand war am Mittag ausgebrochen; eine weithin sichtbare Rauchsäule begleitete die Einsatzmaßnahmen. Der löschtechnische Aufwand gestaltete sich vor allem wegen starker Windböen schwierig, die das Feuer wiederholt anfachten und die Ausbreitungsrichtung beeinflussten.
Umfangreiche Kräfte im Einsatz
Die Bekämpfung des Feuers erforderte einen großangelegten Personaleinsatz. Insgesamt waren nach Angaben der Behörden mehr als 830 Feuerwehrmitglieder vor Ort. Unterstützt wurden sie durch zahlreiche Hubschrauber, die insbesondere in schwer zugänglichen Bereichen Löschaktionen und Beobachtungsflüge durchführten.
- Rund 90 Feuerwehren waren beteiligt.
- Elf Hubschrauber – darunter Hubschrauber des Innenministeriums, der Bundeswehr sowie private Firmen – unterstützten die Löscharbeiten.
- Der Sonderdienst Waldbrand und mehrere Katastrophenhilfsdienst-Züge waren alarmiert.
Evakuierungen und Versorgung Betroffener
Wegen der Gefährdung wurden Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer Siedlungen und Straßen vorsorglich evakuiert. Betroffen waren unter anderem die Bahnstraße mit der Kampersiedlung, die Waldstrandsiedlung sowie die Obere und Untere Waldgasse. Auch ein Gasthaus im Brandgebiet musste schließen.
Die Gemeinde berief daraufhin einen Krisenstab ein. Als Vizebürgermeister Johannes Tinhof (SPÖ) mitteilte, waren Vorbereitungen für eine Notunterkunft getroffen worden; Feldbetten standen zur Verfügung. Insgesamt wurden 14 Personen im provisorischen Versorgungszentrum durch Rettungsdienste betreut. Viele weitere Betroffene fanden vorübergehend Unterkunft bei Angehörigen oder Freunden.
"Damit ist der Einsatz allerdings noch keineswegs beendet. Die weiteren Arbeiten konzentrieren sich auf die Bekämpfung verbliebener Glut- und Brandher"
Gegen 18.00 Uhr meldete das Bezirkskommando, dass der Brand unter Kontrolle gebracht worden sei. Die Behörde wies zugleich darauf hin, dass Nachlöscharbeiten und die Suche nach noch glimmenden Resten weiterhin erforderlich seien, um erneute Ausbrüche zu verhindern.
Freigaben und Verkehr
Am Abend konnten viele zuvor evakuierte Haushalte wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren; die zuständige Bezirkshauptmannschaft gab an, dass rund 250 Betroffene bis etwa 21.00 Uhr freigegeben wurden. Auch die Gebäude entlang der Bahnstraße wurden nach Prüfung wieder freigegeben. In der Umgebung waren temporäre Straßensperren eingerichtet, um Einsatzkräfte und Löschmittel ungehindert passieren zu lassen.
| Kenngröße | Angabe |
|---|---|
| Betroffene Fläche | ~60 Hektar |
| Einsatzkräfte Feuerwehr | Über 830 |
| Hubschrauber | Elf |
| Evakuierte bzw. vorübergehend betreute Personen | ~250 freigegeben; 14 in Notunterkunft betreut |
Die Einsatzleitung betonte, dass der traurige Vorfall trotz Eindämmung nicht als beendet anzusehen ist: In den kommenden Stunden und Tagen werden Nachkontrollen und punktuelle Löschmaßnahmen nötig sein. Wind und trockenes Gelände können weiterhin Risiken bergen, weshalb die örtlichen Behörden und Feuerwehrorganisationen vorerst Alarmbereitschaft beibehalten.
Für Anwohnerinnen und Anwohner in den betroffenen Ortschaften gilt es, den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen und Sperrzonen nicht zu betreten. Die Gemeinde hat Medien- und Bürgerinformationen angekündigt, sobald weiterführende Erkenntnisse vorliegen.