Bei einem Unfall mit einem Gaskocher in einer Wohnung in Hamburg-Harburg sind am Freitagabend drei Familienmitglieder verletzt worden. Ein einjähriges Kind zog sich durch das Umfallen des Kochers Verbrennungen zweiten Grades an Beinen und Gesäß zu. Beide Elternteile wurden ebenfalls durch die Stichflamme und durch Rauchgas belastet, teilte die Polizei mit.
Unfallhergang
Nach Angaben der Polizei kam es in der Küche der Wohnung zu einer plötzlichen Stichflamme, als ein Gaskocher umkippte und dabei auf das Kleinkind fiel. Das Kind erlitt Verbrennungen zweiten Grades an den Beinen und am Gesäß. Der 45 Jahre alte Vater wurde durch die Flamme am Kopf verletzt, die 34-jährige Mutter zog sich Verbrennungen an den Händen zu, als sie nach dem Kind griff. Alle drei wurden zudem wegen einer Rauchgasbelastung behandelt.
Weitere Folgen und Schutzmaßnahmen
Durch die Stichflamme geriet eine Gardine in Brand. Das Feuer konnte nach Polizeiangaben rasch gelöscht werden, sodass die Wohnung nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich noch drei weitere Kinder in der Wohnung; diese blieben unverletzt und wurden vorübergehend bei Nachbarn untergebracht.
- Betroffene Personen: ein einjähriges Kind, Vater (45), Mutter (34)
- Art der Verletzungen: Verbrennungen zweiten Grades (Kind), Kopfverletzung (Vater), Handverletzungen (Mutter), Rauchgasbelastung (alle drei)
- Weitere Kinder: drei weitere Kinder unverletzt, bei Nachbarn untergebracht
- Auslöser: umgekippter Gaskocher, Stichflamme
Rettung und Einsatzkräfte
Die Polizei berichtet, dass Rettungskräfte vor Ort die Erstversorgung vornahmen. Nähere Angaben zu weiteren Behandlungen, etwa Klinikaufenthalten oder dem Schweregrad der Rauchgasvergiftung, machte die Polizei zunächst nicht. Auch Angaben zur Ursache des Umkippens — etwa ob technische Defekte, unsachgemäße Handhabung oder eine andere Einwirkung ursächlich waren — wurden nicht veröffentlicht.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Hamburg-Harburg |
| Zeitpunkt | Freitagabend |
| Verletzte | 3 (einjähriges Kind, Vater 45, Mutter 34) |
| Weitere Kinder | 3, unverletzt |
| Brandursache | umgekippter Gaskocher, Stichflamme |
Hintergrund: Gefahren von Gaskochern
Küchen mit tragbaren Gaskochern bergen Risiken, wenn Geräte nicht standsicher stehen oder unsachgemäß bedient werden. Ein plötzliches Umfallen kann Flüssiggaszufuhr und Flamme in gefährlicher Weise miteinander verbinden, wodurch Stichflammen entstehen. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, die sich in Augenhöhe von aufgestellten Geräten befinden oder an diese ziehen können.
Brandschutzexperten raten, Gaskocher immer auf stabile, ebene Flächen zu stellen, Kinder während des Kochens zu beaufsichtigen und brennbare Stoffe wie Gardinen oder Papier möglichst weit entfernt zu lagern. Zudem sollten Geräte regelmäßig auf Defekte geprüft und Sicherungsmechanismen genutzt werden, falls vorhanden.
Was Anwohner jetzt wissen sollten
Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen; weitere Ermittlungen zur genauen Ursache des Unfalls dürften folgen. Für die Nachbarn und weitere Anwohner ist derzeit keine Gefahr mehr gegeben, da das Feuer gelöscht wurde und keine Ausbreitung stattgefunden hat. Familien mit kleinen Kindern sollten den Vorfall zum Anlass nehmen, ihre eigenen Küchen- und Brandschutzmaßnahmen zu prüfen.
Zu möglichen Folgefragen — etwa zu Ersthilfe bei Verbrennungen oder Verhalten bei Rauchgasbelastung — bestehen etablierte Empfehlungen: Bei sichtbaren Verbrennungen lauwarmes Wasser, keine Hausmittel auf Brandwunden, bei Atembeschwerden sofort ärztliche Hilfe. Bei größeren Bränden immer die Feuerwehr über den Notruf informieren.
Die Polizei machte keine Angaben zu einem strafrechtlichen Verfahren oder zu möglichen technischen Untersuchungen des Kochers. Weitere Details will die Behörde nach Abschluss der ersten Ermittlungen mitteilen.
Der Unfall erinnert daran, dass schon kleine Unachtsamkeiten in Privathaushalten schwere Folgen haben können. Besonders in Haushalten mit Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten.