Technischer Defekt an Kälteanlage löst Alarm und Räumung aus
Am Universitätsklinikum Würzburg hat ein technischer Defekt an einer Kälteanlage am Montagnachmittag zu einer größeren Räumung geführt. Nach Angaben der Feuerwehr trat im Bereich der Ambulanzen gegen 14.15 Uhr Kühlmittel aus, das verdampfte und die Brandmeldeanlage auslöste. In der Folge wurden Gebäudeabschnitte vorsorglich geräumt.
Die Klinikleitung und die Einsatzkräfte betonten am Abend, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung für Patienten oder Beschäftigte bestanden habe. Insgesamt wurden nach Feuerwehrangaben 58 Personen aus dem betroffenen Gebäudeteil gebracht. Acht Patienten wurden innerhalb des Klinikums in andere Bereiche verlegt.
Einsatzkräfte vor Ort und Patientenversorgung
Bei dem Einsatz waren nach Mitteilungen der Feuerwehr mehr als 50 Feuerwehrleute sowie rund 60 Rettungskräfte beteiligt; zusätzlich war das Krisenteam des Klinikums vor Ort. Die Evakuierung erfolgte auf Anweisung der Feuerwehr, um mögliche Risiken auszuschließen und die Lage schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen.
- Anlass: Technischer Defekt an Kälteanlage, Kältemittel trat aus
- Zeitraum: Alarm am Nachmittag, Auslösung gegen 14.15 Uhr
- Betroffene Personen: 58 evakuierte Personen, davon 8 Patienten intern verlegt
- Einsatzkräfte: >50 Feuerwehrleute, ≈60 Rettungsdienstkräfte, Klinik-Krisenteam
Die kritische Infrastruktur des Hauses blieb laut Feuerwehr handlungsfähig: Medizinische Notfälle wurden unmittelbar in die Zentrale Notaufnahme beziehungsweise in die Frauenklinik verlegt und dort weiter versorgt. Die Klinik betonte, dass medizinische Abläufe sichergestellt gewesen seien.
„Patienten und Beschäftigte seien zu keiner Zeit gefährdet gewesen.“
Rauchentwicklung und Brandmeldeanlage als Auslöser
Nach Angaben des Universitätsklinikums kam es durch das Ausströmen des Kältemittels zu einer Verdampfung, die eine Rauchentwicklung bewirkte und die Brandmeldeanlage aktivierte. Die genaue Ursache für den technischen Defekt an der Kälteanlage wird derzeit untersucht. Ob es sich um einen Defekt in der Anlage selbst oder um eine Folge technischer Betriebsstörungen handelt, teilte die Klinik bislang nicht mit.
Mehrere Medien hatten über den Vorfall berichtet; die Klinik und die Feuerwehr gaben koordinierte Informationen heraus, um die Menschen im Gebäude rasch zu schützen und die Versorgung der Patienten aufrechtzuerhalten. Nach Abschluss der ersten Sicherungsmaßnahmen konnten nach Angaben der Einsatzleitung keine gefährlichen Stoffe festgestellt werden; das ausgetretene Kühlmittel sei später als nicht giftig eingestuft worden.
Auswirkungen und weiterer Ablauf
Für Besucherinnen, Besucher und Patientinnen sowie Patienten bedeutete der Vorfall kurzfristige Umwege und Verzögerungen. Die Klinik richtete interne Verlegungen ein, um akut notwendige Behandlungen fortzuführen. Der Einsatz zeigte laut Feuerwehr die Kooperation zwischen Klinikpersonal, Rettungsdiensten und Feuerwehr in einer Großlage.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Evakuierte Personen | 58 |
| Intern verlegte Patienten | 8 |
| Feuerwehrkräfte | >50 |
| Rettungsdienstkräfte | ~60 |
| Ursache | Technischer Defekt an Kälteanlage (Kältemittelaustritt) |
Die Klinikleitung und die Feuerwehr kündigten an, die Ursachenanalyse fortzusetzen und Ergebnisse zeitnah zu kommunizieren. Bis dahin bleibe die Sicherheit der Patienten und Mitarbeiter oberstes Gebot.