In Erlangen beginnt Ende September eine von Betroffenen und Unterstützern getragene Aktion gegen Blutkrebs: Der Verein Eisvogel organisiert eine sechstägige Radtour über rund 400 Kilometer, die am 19. September startet und am 24. September in Frankfurt am Main endet. Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit für Leukämien und Lymphome zu sensibilisieren und konkrete Hilfsangebote wie Typisierungsaktionen zu verbinden.
Motiv und Organisation
Unter dem Motto „Krebs trennt – wir verbinden“ treten Betroffene, Angehörige und Unterstützer in die Pedale. Der Verein wurde 2016 in Potsdam gegründet; Gründerin ist Anke Simon. Die aktuelle Tour wird laut Pressemitteilung von der Gründerin sowie von Geschäftsführerin Katrin Begolli und Ideengeberin Theresa Graml geleitet. Simon hatte den Verein gegründet, nachdem sie im Alter von 29 Jahren selbst erkrankte und wieder genesen war. Seither unterstützt der Verein Menschen mit Blutkrebserkrankungen und ihre Angehörigen durch Beratung und zahlreiche Angebote.
Programm und Aktionen vor Ort
Die Fahrt verbindet sportliches Engagement mit Öffentlichkeitsarbeit. Auf dem Programm stehen neben den Tagesetappen auch Typisierungsaktionen und Klinikbesuche, um Spender zu gewinnen und Betroffene direkt zu erreichen. Die Tour beginnt mit einem Auftakt in Nürnberg und endet in Frankfurt mit einem Community-Treffen.
- Auftakt: 18. September in Nürnberg – Klinikbesuch und Typisierungsaktion beim Altstadtfest
- Start in Erlangen: 19. September (erste Etappe Richtung Bamberg)
- Weitere Stationen: Bamberg, Eltmann, Schweinfurt, Würzburg, Wertheim, Aschaffenburg
- Ende: 24. September in Frankfurt am Main mit Gemeinschaftsveranstaltung
„Hinter jeder dieser Diagnosen stehen ein Mensch, eine Familie – und plötzlich ein Leben, das von einem ...“
Etappen im Überblick
| Datum | Etappe / Ort |
|---|---|
| 18. September | Nürnberg – Auftakt mit Klinikbesuch |
| 19. September | Erlangen → Bamberg |
| 20. September | Eltmann → Schweinfurt (Typisierung beim Street‑Food‑Festival) |
| 21. September | Schweinfurt → Würzburg |
| 22. September | Universitätsklinik Würzburg → Wertheim |
| 23. September | Wertheim → Aschaffenburg |
| 24. September | Ankunft in Frankfurt am Main – Community‑Treffen |
Beteiligungsmöglichkeiten für Erlanger
Die Organisatoren betonen, dass nicht nur aktive Radfahrende teilnehmen können: Wer nicht die gesamte oder einzelne Etappen mitfährt, hat die Möglichkeit, dennoch Teil der Initiative zu sein, indem er Kilometer sammelt oder sich an den Typisierungsaktionen beteiligt. Die Tour will damit niedrigschwellige Beteiligung ermöglichen und zugleich die Sichtbarkeit von Blutkrebs in der Öffentlichkeit erhöhen.
Die Initiative verweist außerdem auf eine traurige Statistik: In Deutschland erhält alle zwölf Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Vor diesem Hintergrund sehen die Organisatoren die Kombination aus Sport, Aufklärung und direktem Engagement als wichtigen Beitrag, um Spender zu gewinnen, Betroffene zu vernetzen und die Bedeutung von Gemeinschaft hervorzuheben.
Für Erlangen bedeutet die Aktion, dass lokale Akteure wie Kliniken, Ehrenamtliche und Besucher in den kommenden Tagen verstärkt angesprochen werden dürften. Typisierungsaktionen bieten dabei eine konkrete Möglichkeit, direkt zu helfen; Klinikbesuche schaffen Begegnungsräume zwischen Patientinnen, Patienten und Interessierten. Die Organisatoren laden ausdrücklich dazu ein, sich zu informieren und – sofern möglich – zu beteiligen.