Großräumige Sperrung und Vorsorgemaßnahmen
In Schwentinental-Klausdorf, nahe Kiel, beginnt am Mittwochvormittag die Evakuierung eines Bereichs um einen Fundort mit einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Nach Angaben der Polizeidirektion Kiel handelt es sich um eine englische Bombe mit einem Gewicht von 250 Kilogramm. Die Behörden teilten mit, dass etwa 2.600 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Bis 10 Uhr sollen alle Betroffenen das Gefahrengebiet verlassen haben.
Beschädigter Heckzünder erschwert Entschärfung
Die Polizei wies darauf hin, dass das Gefechtsstück im Bereich des Heckzünders beschädigt sei. Das erschwere die geplante Entschärfung, weshalb zusätzliches technisches Vorgehen erforderlich werden könnte. Konkret wurde darauf hingewiesen, dass beim Entschärfen möglicherweise eine Wasser- und Schneidanlage zum Einsatz kommen muss. Zum jetzigen Zeitpunkt lasse sich nicht abschätzen, wie lange die Arbeiten dauern werden.
„Mit der Entschärfung soll erst begonnen werden, wenn feststeht, dass sich niemand mehr im Sperrbereich befindet.“
Die Polizei kündigte an, Straßensperrungen in einem Radius von etwa 1.000 Metern um den Fundort einzurichten. Einwohnerinnen und Einwohner sollen mit einer mehrstündigen Abwesenheit rechnen und werden gebeten, notwendige Medikamente, Nahrung und Getränke mitzuführen.
Evakuierungsorganisation und Anlaufstelle
Als zentraler Ausweichort steht ab 8 Uhr die Kleine Schwentinehalle zur Verfügung (Aubrook 6, Schwentinental). Personen, die beim Verlassen der Wohnung Unterstützung benötigen, wurden aufgefordert, sich frühzeitig beim Servicetelefon der Stadt Schwentinental unter 04307/811-228 zu melden.
- Betroffene Region: Schwentinental-Klausdorf (Bereich Oberstkoppeler Weg)
- Evakuierungsfrist: Bis 10 Uhr sollen alle Betroffenen den Sperrbereich verlassen haben
- Gefährdungsradius: Circa 1.000 Meter um den Fundort
- Ausweichort: Kleine Schwentinehalle, Aubrook 6 (ab 8 Uhr)
Praktische Hinweise für Anwohner
Die Behörden raten, bei der kurzfristigen Abreise an folgende Dinge zu denken:
- Medikamente und notwendige medizinische Unterlagen
- Nahrung, Getränke und grundlegende Hygieneartikel
- Ladegeräte, Ausweispapiere und wichtige Dokumente
- Besondere Hilfsbedarfe frühzeitig beim Servicetelefon anmelden
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Bombenart | Englische Fliegerbombe, ~250 kg |
| Betroffene Personen | Rund 2.600 |
| Evakuierungsfrist | Bis 10 Uhr |
| Sperrradius | Ca. 1.000 Meter |
| Ausweichort | Kleine Schwentinehalle, Aubrook 6 (ab 8 Uhr) |
Die Polizeidirektion Kiel betonte, dass Ankünfte, Abfahrten und Sperrungen kurzfristigen Änderungen unterliegen können. Bewohnerinnen und Bewohner sollten daher Anweisungen vor Ort und aktuelle Durchsagen der Behörden beachten. Informationen zur Unterstützung beim Verlassen der Wohnung gibt es telefonisch über das Servicetelefon der Stadt Schwentinental (04307/811-228).
Die Situation erfordert Geduld und Koordination: Sobald sichergestellt ist, dass sich niemand mehr im Sperrbereich befindet, soll die Entschärfung beginnen. Wann genau sich die Arbeiten abschließen, bleibt offen. Betroffene sollten sich auf eine längere Abwesenheit einstellen und die Hinweise der Einsatzkräfte befolgen.