Suchaktion im Centovalli endet mit traurigem Fund
Am Samstag kam es im Gebiet Monti di Comino bei Verdasio zu einem tödlichen Wanderunfall. Ein 75-jähriger Mann aus der Region Lugano war seit dem Nachmittag vermisst gemeldet worden. Nach einer von Polizei und Rettungsorganisationen koordinierten Suche entdeckten Einsatzkräfte den leblosen Körper des Mannes gegen kurz vor 19 Uhr auf einer Höhe von rund 1300 Metern.
Die Kantonspolizei Tessin teilte am Samstagabend die bisherigen Erkenntnisse mit: Der Mann war am Nachmittag als vermisst gemeldet worden, woraufhin umgehend eine Suche im bergigen Gebiet eingeleitet wurde. Erste Hinweise sprechen dafür, dass der Wanderer aus noch ungeklärten Gründen mehrere Dutzend Meter tief gestürzt ist.
Beteiligte Einsatzkräfte und Abläufe
An der Suche waren mehrere Organisationen beteiligt. Die Kantonspolizei Tessin koordinierte die Massnahmen; zusätzlich leisteten die Stadtpolizei Ascona, die Alpine Rettung Schweiz und die Rega Unterstützung. Wegen der psychischen Belastung der Angehörigen und Zeugen wurde ein Betreuungsteam aufgeboten.
- Kantonspolizei Tessin — Koordination und Suche vor Ort
- Stadtpolizei Ascona — lokale Unterstützung
- Alpine Rettung Schweiz — alpine Such- und Bergungsfähigkeiten
- Rega — luftgebundene Unterstützung, medizinische Evakuierung möglich
- Betreuungsteam — psychologische Unterstützung für Betroffene
«Der Mann wurde noch am selben Tag gefunden, erste Hinweise deuten auf einen Sturz über mehrere Dutzend Meter hin», teilte die Kantonspolizei Tessin mit.
Örtliche Gefahren und Prävention
Das betroffene Gebiet Monti di Comino liegt im Centovalli und weist typisches alpines Gelände auf: steile Hänge, ungesicherte Pfade und wechselnde Wetterverhältnisse können das Wandererlebnis schnell gefährlich machen. Obwohl die genauen Umstände des Unfalls noch Gegenstand der Ermittlungen sind, erinnert der Vorfall an die grundsätzlichen Risiken beim Bergwandern, selbst in Touren, die für erfahrene Wanderer erreichbar erscheinen.
Für die Bevölkerung von Locarno und die Region Centovalli bedeutet der Vorfall eine erneute Mahnung zur Vorsicht: Ausrüstung, Routenwahl, Wetterbeurteilung und die Mitnahme von Kommunikationsmitteln oder GPS-Geräten bleiben entscheidend. Zudem zeigt der Einsatz die Bedeutung der Koordination zwischen kantonalen Stellen, lokalen Polizeikorps und spezialisierten Rettungsorganisationen.
Kurzzeitlicher Zeitablauf
| Uhrzeit (Samstag) | Ereignis |
|---|---|
| Kurz nach 14:00 | Vermeldung des Verschwindens des 75-Jährigen |
| Nachmittag bis Abend | Suchaktion mit mehreren Organisationen |
| Kurz vor 19:00 | Fund des leblosen Körpers auf ~1300 m Höhe |
Die genauen Umstände des Sturzes sind Gegenstand weiterer Abklärungen. Die Kantonspolizei Tessin hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Unfallursache zu klären.
Für viele Bewohnerinnen und Bewohner von Locarno und der umliegenden Täler ist der Bergraum täglicher Erholungsraum. Dieser tragische Vorfall zeigt, wie schnell eine Wanderung im alpinen Gelände eine ernste Lage werden kann und welche Rolle die rasche Alarmierung und die professionelle Zusammenarbeit der Rettungspartner spielen.
Über weitere Entwicklungen oder offizielle Mitteilungen der Kantonspolizei Tessin informieren wir, sobald neue, verifizierte Informationen vorliegen.