Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat in der EM-Qualifikation einen deutlichen Sieg gefeiert. Vor heimischem Publikum in Lugano setzte sich das Team von Trainer Alex Frei gegen Luxemburg mit 5:0 durch und kassierte damit eine klare Revanche für die überraschende 1:2-Niederlage vom November 2025.
Frühe Entscheidung dank Doppelschlag
Das Spiel war bereits zur Pause praktisch entschieden. Sions Liam Chipperfield sorgte mit einem Doppelschlag in der 14. und 17. Minute für eine schnelle und beruhigende Führung. Wenig später erhöhte Alessandro Vogt per Kopfball in der 34. Minute auf 3:0. Damit gingen die Schweizer dominant in die Pause und kontrollierten die zweite Halbzeit.
In der Schlussphase setzte der eingewechselte Labinot Bajrami den Schlusspunkt: Er nutzte in der 82. Minute einen Fehlpass der Luxemburger zur 4:0-Führung und machte in der letzten regulären Spielminute mit dem fünften Treffer den Sack endgültig zu. Der klare Erfolg spiegelt eine solide Leistung über 90 Minuten wider und zeigt die Tiefe des Kaders.
Tabellenlage und Ausblick
Mit dem Erfolg hat die U21 nach acht Partien 17 Punkte auf dem Konto und ist damit punktgleich mit Tabellenführer Frankreich. Die Franzosen holten am Freitag nur ein 1:1 gegen Island, haben jedoch noch ein Spiel weniger ausgetragen. Das Frei-Team reist bereits am Dienstag weiter nach Island (Anpfiff 17:00 Uhr), ehe am 6. Oktober das abschliessende Gruppenspiel gegen Frankreich in Orléans (19:00 Uhr) ansteht.
- Ergebnis: Schweiz U21 – Luxemburg U21 5:0
- Torschützen: Liam Chipperfield (14', 17'), Alessandro Vogt (34'), Labinot Bajrami (82', 90'+/letzte Minute)
- Punkte nach 8 Spielen: 17 (punktgleich mit Frankreich)
Warum dieser Sieg wichtig ist
Der deutliche Erfolg stärkt die Ambitionen der Schweizer U21, direkt zur EM-Endrunde zu qualifizieren. In der aktuellen Qualifikationsregelung ziehen die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite direkt zur Endrunde. Die verbleibenden acht Gruppenzweiten ermitteln in Playoffs die letzten vier Startplätze. Mit Blick auf diese Konstellation ist jeder Dreier, aber auch die Torbilanz und Konstanz in den verbleibenden Partien, von hoher Bedeutung.
Sportlich unterstreicht die Partie in Lugano mehrere positive Aspekte: eine effiziente Chancenverwertung in der Anfangsphase, Standardstärke (Vogts Kopfballtreffer) und Einwechslungen, die Wirkung zeigten (Bajramis zwei Treffer). Das Team präsentierte sich zudem defensiv stabil und liess kaum gefährliche Situationen zu.
| Spieler | Minute | Tore |
|---|---|---|
| Liam Chipperfield | 14', 17' | 2 |
| Alessandro Vogt | 34' | 1 |
| Labinot Bajrami | 82', letzte Minute | 2 |
Für das Frei-Team folgen nun zwei wegweisende Aufgaben: Zunächst das Auswärtsspiel in Island, das taktisch und physisch anspruchsvoll werden dürfte, danach das direkte Duell mit Frankreich, das über den Gruppensieg und damit womöglich den direkten EM-Einzug entscheiden kann.
Die U21-EM findet 2027 in Albanien und Serbien statt. Angesichts der engen Tabellensituation bleibt die Schweiz im Rennen: Ein Fehltritt in den verbleibenden Partien wäre teuer, andererseits bieten sich mit der gezeigten Durchschlagskraft gute Chancen, den Weg zur Endrunde tatsächlich zu schaffen.
Tempo, Effizienz und ein starkes Teamgefüge waren heute die Stichworte. Lugano erlebte einen Auftritt, der Mut macht für die kommenden, entscheidenden Wochen.