Stadt reagiert nach Beschwerden und Prüfung
Die Stadt Olten hat entschieden, die markierten Parkplätze im Waldheimquartier aufzuheben. Der Stadtrat fasste den Beschluss an seiner Sitzung vom 14. September. Als Gründe führt die Stadtverwaltung Sicherheits- und Funktionsmängel an: Die parkierenden Fahrzeuge schränkten die Durchfahrt ein, die markierten Parkfelder entsprängen nicht den aktuell geltenden Normen und könnten insbesondere die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen beeinträchtigen.
Vorgeschichte: Sanierung und Reklamationen
Im Jahr 2025 wurden die Strassen im Waldheimquartier saniert. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die blauen Parkfelder wieder markiert, analog zum Zustand vor der Sanierung. Seit Anfang dieses Jahres seien vermehrt Reklamationen bei der Stadtverwaltung und der Kantonspolizei eingegangen, teilte die Stadt mit. Beanstandet wurden laut Mitteilung vor allem die eingeschränkte Durchfahrtsmöglichkeit sowie unberechtigtes und zu langes Parkieren.
Prüfung durch Behörden und Werkdienste
Die Stadt prüfte die Situation zusammen mit der Kantonspolizei sowie den Abteilungen Tiefbau, Werkhof und Ordnung und Sicherheit. Dabei stellte sich heraus, dass die vorhandenen Parkfelder in mehreren Punkten nicht den geltenden Normen entsprechen und in Kombination mit der verbleibenden Fahrbahnbreite zu funktionalen und sicherheitsrelevanten Defiziten führen.
„Insbesondere sei die Gewährleistung einer hindernisfreien Durchfahrt für den motorisierten Verkehr sowie für Einsatzfahrzeuge nicht sichergestellt“, so die Stadt.
Auswirkungen und Ersatzlösung
Der Stadtrat betont, dass die Entscheide aus Gründen der Sicherheit gefallen seien. Die Zugänglichkeit für Rettungsdienste und Feuerwehr müsse ungehindert gewährleistet sein. Gleichzeitig versichert die Stadt, dass die Abfallentsorgung weiterhin wie gewohnt erfolgen könne.
Als Ersatz für die aufgehobenen Parkfelder sollen im Bereich Meierhof zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Die Stadt geht davon aus, dass dieser Sektor durch die ergänzenden Parkfelder nicht überlastet werde. Gleichzeitig verlangte die Stadt, dass die Parkfelder in der Blauen Zone durch die Kantonspolizei intensiv bewirtschaftet werden, damit nur Berechtigte dort parkieren und die Plätze nicht von Gewerbebetrieben, externen Arbeitnehmenden in Olten oder Bahnkundschaft missbraucht werden.
Wesentliche Punkte im Überblick
- Sanierung der Strassen im Waldheimquartier: 2025, anschliessend Wiederaufzeichnung der blauen Parkfelder.
- Seit Anfang 2026 vermehrte Reklamationen wegen eingeschränkter Durchfahrt und unberechtigtem Parkieren.
- Prüfung durch Stadt, Kantonspolizei, Tiefbau, Werkhof sowie Ordnung und Sicherheit.
- Feststellung: Markierungen entsprechen nicht aktuellen Normen; Sicherheitsdefizite, insbesondere für Einsatzfahrzeuge.
- Beschluss des Stadtrats (14. September): Aufhebung der Parkplätze; Schaffung zusätzlicher Parkfelder im Meierhof; verstärkte Bewirtschaftung durch Kantonspolizei.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 2025 | Sanierung der Strassen im Waldheimquartier; Markierung der blauen Parkfelder |
| Anfang 2026 | Vermehrte Reklamationen bei Stadt und Polizei |
| 14. September 2026 | Stadtrat beschliesst Aufhebung der Parkplätze |
Für Anwohnende stellt sich jetzt die Frage, wie die Umstellung praktisch umgesetzt wird: Wann genau die Parkfelder entfernt werden, wie viele Ersatzplätze im Meierhof gebaut werden und in welchem Zeitrahmen die verstärkte Kontrolle durch die Kantonspolizei beginnt, hat die Stadt in der Mitteilung nicht im Detail datiert. Die Stadtverwaltung koordiniert die weiteren Schritte mit den genannten Abteilungen und mit der Polizei.
Die Entscheidung zeigt, wie lokaltechnische Massnahmen – von Markierungen bis zu Bewirtschaftungskonzepten – unmittelbar Verkehrsfluss, Sicherheit und Alltag der Quartierbewohnenden beeinflussen. Die Schaffung von Ersatzparkplätzen im Meierhof und die angekündigte Intensivierung der Bewirtschaftung sollen verhindern, dass das Wegfallen der Parkfelder zu einer Verdrängung und zu neuen Problemen in anderen Quartierteilen führt.
Die Stadt Olten empfiehlt betroffenen Anwohnenden, sich über die offiziellen Kanäle der Stadt über die anstehenden Umsetzungen und Termine zu informieren.