Im Nachgang zum Tessiner Derby vom 26. September hat der Einzelrichter auf Antrag des Player Safety Officers (PSO) eine nachträgliche Sanktion gegen Luca Fazzini vom HC Lugano verhängt. Der 31-jährige Stürmer muss eine Busse von CHF 1’700.- (inklusive Verfahrenskosten) bezahlen. Ursache ist ein Stockschlag gegen Roby Järventie vom HC Ambri-Piotta.
Ein bitterer Abend für Spieler und Klub
Der Entscheid kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Lugano verlor das Kantonsderby mit 3:5, und Fazzinis persönlicher Abend war enttäuschend. Trotz einer üppigen Eiszeit von 18:36 Minuten und vier Schüssen aufs Tor blieb der Stürmer ohne Scorerpunkt und schloss die Partie mit einer Plus/Minus-Bilanz von -2 ab. Für den Verein bedeutet die Zusatzstrafe neben der Niederlage auch einen weiteren negativen Schlag, der die Stimmung im Team nicht heben dürfte.
Konsequenzen und Einordnung
Die Sanktion bestätigt, dass die Spielaufsicht (PSO) und der Einzelrichter die Szene als disziplinarisch relevant einschätzten. Solche nachträglichen Massnahmen haben in der National League Signalwirkung: Sie dienen der Prävention und sollen gefährliches Verhalten sanktionieren, selbst wenn es im Spiel nicht unmittelbar zu einer Spielunterbruch-Disziplinarstrafe gekommen ist.
- Betroffene Person: Luca Fazzini (HC Lugano, 31 Jahre)
- Vorwurf: Stockschlag gegen Roby Järventie (HC Ambri-Piotta)
- Strafe: Busse CHF 1’700.- (inkl. Verfahrenskosten)
- Spielbezug: Tessiner Derby, Resultat HC Lugano 3 – HC Ambri-Piotta 5
"Fazzini muss eine Busse bezahlen"
Spielstatistik im Überblick
| Spieler | Eiszeit | Schüsse | Scorerpunkte | Plus/Minus |
|---|---|---|---|---|
| Luca Fazzini | 18:36 | 4 | 0 | -2 |
Ungeachtet der Disziplinarmassnahme bleibt Fazzinis Bilanz in dieser frühen Saisonphase insgesamt solide: In den ersten vier Spielen der Saison 2026/27 sammelte er fünf Scorerpunkte (zwei Tore, drei Assists). Diese Zahlen zeigen, dass Fazzini sportlich weiterhin einen wichtigen Beitrag leistet, auch wenn das Derby individuell und für das Team misslungen ist.
Auswirkungen für den Klub und die Fans
Für den HC Lugano ist das Derbyresultat ein Rückschlag im Kampf um Punkte und Momentum. Der öffentliche Effekt einer nachträglichen Busse betrifft nicht nur den Spieler, sondern auch die Wahrnehmung des Vereins: In der Tessiner Hockeygemeinschaft werden Disziplin und Fairness hoch geschätzt, gerade bei einem Derby, das ohnehin Emotionen schürt. Mannschaft, Trainerstab und Leitung stehen nun vor der Aufgabe, die Mannschaft zu stabilisieren und das Vertrauen bei den Anhängern rasch zurückzugewinnen.
Sportlich bleibt die Saison noch jung, doch die Tessiner Rivalität erlebt ihre Momente immer wieder intensiv. Die Sanktion gegen Fazzini ist ein deutliches Signal, dass die Liga auf der Ebene der Player Safety konsequent eingreift, wenn Aktionen das Regelwerk und die Sicherheit der Spieler gefährden.
Weitere Informationen oder Reaktionen des Klubs liegen derzeit nicht vor. Die Szene selbst und der Entscheid dürften jedoch in den kommenden Tagen in Gesprächen innerhalb der Tessiner Hockeyszene und unter den Fangruppen Thema bleiben.