Bei einem Absturz eines Kleinflugzeugs in der Region Fluhalp bei Leukerbad sind am Dienstagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen. Das einmotorige Muster Cirrus SR22T prallte kurz nach 16 Uhr aus noch ungeklärten Gründen gegen den nördlichen Hang, teilte die Kantonspolizei Wallis mit. Die aufgebotenen Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod der drei Insassen feststellen.
Rettungseinsatz vor Ort
Zeugen hatten Rauchentwicklung in der Region gemeldet. Die Kantonale Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) rückte mit drei Helikoptern und zwei Rettungsspezialisten aus. Die Ersthelfer stellten beim Eintreffen fest, dass keine der Personen mehr zu retten war. Die formelle Identifikation der Opfer läuft derzeit.
«Die aufgebotenen Rettungskräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144) begaben sich umgehend mit drei Helikoptern und zwei Rettungsspezialisten zur Unfallstelle. Vor Ort konnten sie nur noch den Tod der drei Flugzeuginsassen feststellen.»
Flugroute und laufende Untersuchungen
Das Flugzeug war in Lugano gestartet, setzte nach Angaben der Polizei zu einer Zwischenlandung in Sitten an und wollte anschliessend zum Flugplatz Buochs (NW) weiterfliegen. Weshalb die Maschine in den Berghang einschlug, ist bislang unklar.
Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle SUST hat eine Untersuchung zur Klärung der Unfallursache eingeleitet. Für allfällige strafrechtliche Abklärungen sind die Bundesanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Wallis zuständig. Weitere Details zur Identität der Verunglückten will die Polizei zu gegebener Zeit veröffentlichen.
Chronologie (vorläufig)
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Start | Abflug in Lugano (laut Polizeiangaben) |
| Zwischenstopp | Zwischenlandung in Sitten |
| Weiterflug | Weiterfahrt geplant nach Flugplatz Buochs NW |
| Unfall | Kurz nach 16:00 Uhr Aufprall im Gebiet Fluhalp bei Leukerbad |
| Rettungseinsatz | KWRO 144 mit drei Helikoptern vor Ort; Tote festgestellt |
Konsequenzen für die Region und Hinweise für die Bevölkerung
Der Absturz ereignete sich in einem hochalpinen, schwer zugänglichen Gelände. Für Anwohnerinnen und Anwohner in den umliegenden Tälern besteht aktuell keine zusätzliche Gefahr bekannt. Wegen der laufenden Untersuchungen und der Bergung sind temporäre Beschränkungen im Luftraum und in der Zufahrt möglich. Behörden haben dazu bislang keine gesonderten Sperren kommuniziert.
Die Polizei bittet darum, den Unfallort nicht zu betreten und Meldungen mit sachdienlichen Beobachtungen direkt der Kantonspolizei zu übermitteln. Diese Informationen sind wichtig für die Ursachenforschung.
Hilfeangebote für Betroffene
Bei Trauer oder Belastungssituationen verweisen Behörden und Medien auf bestehende Beratungsangebote. Dazu gehören nationale und kantonale Seelsorge- und Beratungsstellen:
- Seelsorge.net – ökumenisches Angebot für akute Trauerbegleitung
- Pro Juventute – Beratung für Kinder und Jugendliche, Telefon 147
- Pro Senectute – Unterstützung für ältere Menschen in schwierigen Lebenslagen
Hintergrund: Kleinflug und Bergflüge
Das Fliegen in alpinem Gelände stellt besondere Anforderungen an Piloten, Flugplanung und Wetterbeurteilung. Faktoren wie plötzlich wechselnde Windverhältnisse, Hangaufwinde oder Sichtbehinderungen durch lokale Wetterphänomene können die Flugsicherheit beeinflussen. Die SUST wird im Rahmen ihrer Untersuchung prüfen, ob technische Defekte, menschliches Versagen, Wetterbedingungen oder andere Umstände eine Rolle gespielt haben.
Die laufende Untersuchung soll Klarheit über den genauen Unfallhergang bringen und Empfehlungen zur Verhütung ähnlicher Ereignisse liefern. Solche Untersuchungen dauern in der Regel mehrere Wochen bis Monate, bis vorläufige Befunde und Schlussfolgerungen vorliegen.
Die Kantonspolizei Wallis wird über weitere Erkenntnisse informieren, sobald diese verlässlich vorliegen. Bis dahin bittet sie die Bevölkerung um Zurückhaltung bei Spekulationen und um Respekt gegenüber den Angehörigen der Opfer.