Der Schweizer Kaffeemaschinenhersteller JURA hat an der IFA 2026 in Berlin das bislang schmalste Gerät der Firmengeschichte präsentiert: den Vollautomaten A8. Mit einer Gehäusebreite von lediglich 19 Zentimetern will der Hersteller gezielt Nutzer ansprechen, die bislang aus Platzgründen auf Filterkaffee oder Kapselsysteme ausgewichen sind – etwa Singles, kleine Haushalte oder Studentinnen und Studenten.
Technik auf kleinem Raum
Trotz des kompakten Formats setzt JURA bei der A8 nicht auf minimalistische Komponenten: Im Innern arbeitet ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl, das unter der Bezeichnung P.A.G.3 (Professional Automatic Grinder 3) geführt wird. Laut Hersteller lässt sich der Mahlgrad jederzeit verstellen, auch im laufenden Betrieb. Das Mahlwerk stammt von Konstruktionen, die zuvor für grössere Modelle entwickelt wurden; für die A8 wurde der Motor dabei winkelig angeordnet, um Stellfläche zu sparen.
Die A8 verfügt über eine fest verbaute Brühgruppe, die Pulvermengen von 5 bis 16 Gramm verarbeiten kann. JURA weist speziell auf die Möglichkeit hin, mit 16 Gramm auch einen Doppio in einem Durchgang zu erzielen – ein Merkmal, das sonst häufiger nur in grösseren Vollautomaten zu finden ist. Für Nutzerinnen und Nutzer, die zwischendurch entkoffeinierten Kaffee wünschen, steht ein Pulverschacht zur Verfügung.
Bedienung und Getränkespezialitäten
Die Steuerung erfolgt über ein 2,8-Zoll-Farbdisplay und vier Tasten, eine Anordnung, die an JURAs E‑Reihe erinnert. Insgesamt bietet die Maschine 18 voreingestellte Spezialitäten, vom Espresso über Flat White bis hin zu Heisswasser. Neu sind laut Hersteller neben klassischen Heissbrühvarianten auch sogenannte «Light Brew»-Spezialitäten, bei denen mit tieferen Temperaturen – beispielhaft genannt sind rund 60 °C – extrahiert wird, um leichter interpretierte Kaffees zu erzeugen.
- Zielgruppe: Singles, kleine Haushalte, WG‑Haushalte
- Breite: 19 cm
- Mahlwerk: P.A.G.3, Kegelmahlwerk aus Edelstahl
- Brühmengen: 5–16 g
- Bedienung: 2,8" Display, 4 Tasten
- Getränke: 18 Spezialitäten, inkl. Hot Brew und Light Brew
Milchsystem und Reinigung
Für Milchspezialitäten nutzt die A8 ein neues System, das JURA als HP4‑Milchsystem bezeichnet und das laut Hersteller heissere Aufschäumtemperaturen als der Vorgänger erzielt. Zu Reinigungsprozessen liegen in der vorliegenden Beschreibung nur begrenzte Details vor; JURA betont jedoch die Alltagstauglichkeit für Haushalte, die regelmässig Milchspezialitäten zubereiten.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Breite | 19 cm |
| Mahlwerk | P.A.G.3, Kegelmahlwerk aus Edelstahl |
| Brühmengen | 5–16 g |
| Display | 2,8" Farbdisplay, 4 Tasten |
| Angebotene Spezialitäten | 18 |
Marktposition und Bedeutung
Mit der A8 adressiert JURA ein Marktsegment, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist: Kundinnen und Kunden verlangen kompakte Geräte, die trotzdem professionelle Kaffeequalität liefern. Die Kombination aus Industriekomponenten (Edelstahlmahlwerk, verstellbarer Mahlgrad) und einem schlanken Gehäuse ist ein klares Produktversprechen, das den Schritt vom Kapsel‑ oder Filterkaffee zum Vollautomaten vereinfachen soll.
Für Detailhändler und Elektrofachgeschäfte dürfte die A8 deshalb interessant sein, weil sie eine zusätzliche Käuferschicht anspricht, die bislang aus Platzgründen nicht in Richtung Vollautomat gegangen ist. Gleichzeitig stellt das kompakte Format Händler vor die Aufgabe, Ausstellungsflächen und Beratungsangebote anzupassen, damit die technischen Vorteile des Geräts sichtbar bleiben.
Fazit
Die A8 bündelt technische Merkmale, die man bislang in grösseren Vollautomaten erwartete, in einem deutlich schmaleren Gehäuse. Ob das Konzept beim Schweizer Hersteller JURA die erhoffte Marktöffnung bringt, hängt von Preisgestaltung, Verfügbarkeit und der Detailhandelsstrategie ab. Die Vorstellung an der IFA 2026 markiert den offiziellen Produktstartschritt; weitere Angaben zu Preis und Marktstart lagen in der vorliegenden Mitteilung nicht vor.