Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) beabsichtigt, die frühere Maschinenhalle 4 auf dem Süssbachareal in Windisch in ein laborähnliches, modular nutzbares Gebäude für die Hochschule für Technik und Umwelt umzuwandeln. Mit dem Vorhaben will die FHNW die knappen Platzverhältnisse auf dem Campus Brugg-Windisch entschärfen und Raum für interdisziplinäre Lehre und angewandte Forschung schaffen.
Zweck und Nutzung
Die Halle, die zuvor von der Brugg Kabel AG genutzt wurde, soll nach dem Umbau Platz bieten für mehrere Institute und Studiengänge der Hochschule für Technik und Umwelt. Gemäss Auskünften der FHNW ist geplant, modulare Bereiche einzurichten, die sich flexibel für Lehrveranstaltungen wie Blockkurse, Projektarbeiten und praxisorientierte Forschung einsetzen lassen. Die Umgestaltung zielt darauf ab, unterschiedliche Nutzungen simultan zu ermöglichen und die vorhandene Infrastruktur effizienter zu nutzen.
Finanzierung und Eigentumsverhältnisse
Die Maschinenhalle gehört der Brugg Real Estate; die FHNW tritt als Mieterin und Auftraggeberin des Umbaus auf. Die Anpassungen für Laborinstallationen werden von der Hochschule getragen. Die Umbaukosten belaufen sich auf rund 250'000 Fr., wie die FHNW mitteilt. Die Aussenansicht des Gebäudes soll nach Angaben der Hochschule unverändert bleiben.
Genehmigungsstand und öffentliche Auflage
Das entsprechende Baugesuch liegt öffentlich auf und ist noch bis zum 30. September einsehbar. Damit erhalten Nachbarn, betroffene Stellen und interessierte Kreise die Möglichkeit, Eingaben zum Projekt zu machen. Konkrete Angaben zu einem möglichen Baubeginn oder zur Dauer der Arbeiten sind im publizierten Material nicht enthalten.
"Die Maschinenhalle 4 ermöglicht es der Hochschule für Technik und Umwelt, die sehr limitierte Platzsituation in den angestammten Gebäuden am FHNW Campus Brugg-Windisch zu entspannen", sagte Dominik Lehmann, Leiter Kommunikation der FHNW.
Kontext: FHNW-Standorte und Bedarf
Die FHNW umfasst mehrere Hochschulen im Bildungsraum Nordwestschweiz mit Standorten in Brugg-Windisch, Basel, Muttenz und Olten. Insbesondere auf dem Campus Brugg-Windisch besteht demnach ein erhöhter Raumbedarf für technische und umweltwissenschaftliche Ausbildungsgänge. Die Umnutzung der Halle ist ein pragmatischer Schritt, um kurzfristig zusätzliche Flächen bereitzustellen, ohne ein Neubauprojekt zu starten.
- Standort: Süssbachareal, Windisch (Maschinenhalle 4)
- Nutzerin: Hochschule für Technik und Umwelt (FHNW)
- Kreditkosten: rund 250'000 Fr.
- Baugesuch: öffentlich aufgelegt bis 30. September
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Gebäude | Maschinenhalle 4, Süssbachareal |
| Kosten | ca. 250'000 Fr. |
| Baugesuch | Öffentliche Auflage bis 30. September |
Folgen für Lehre und Forschung
Durch die Schaffung flexibler Laborflächen entsteht Spielraum für neue Lehrformate und praxisnahe Projekte. Solche Räume sind insbesondere für interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ingenieurwesen, Umwelttechnik und verwandten Disziplinen wichtig. Langfristig kann die Umnutzung dazu beitragen, die Attraktivität des Studienangebots zu erhöhen und angewandte Forschungsprojekte zu erleichtern, die für die Region und die Wirtschaft relevant sind.
Die FHNW will die vorhandenen Kapazitäten besser nutzen, ohne die historische Aussenerscheinung der Halle zu verändern. Das Projekt zeigt, wie bestehende Industrieinfrastruktur in Bildungsnutzung überführt werden kann, um kurzfristig zusätzlichen Raum für Studium und Forschung zu schaffen.