Der FC Naters Oberwallis hat die Vorfälle beim Spiel der B‑Junioren gegen Olympique du Salentin ausdrücklich bedauert und eine umfassende Aufarbeitung angekündigt. Bei der Partie kam es laut Klubangaben zu einer Situation, in deren Folge ein Naters-Spieler im Gesicht verletzt wurde. Der Verein betont, dass Gewalt und unkontrolliertes Verhalten weder auf noch neben dem Platz einen Platz hätten.
"Gewalt und unkontrolliertes Verhalten haben auf und neben dem Fussballplatz keinen Platz. Sie widersprechen den Werten unseres Vereins."
Klub legt Fakten dar und unterscheidet Beobachtungen
In einer schriftlichen Stellungnahme schildert der Verein die Geschehnisse aus seiner Perspektive. Dabei weise der FC Naters darauf hin, dass er zwischen eigenen Beobachtungen und Informationen unterscheide, welche dem Klub im Nachhinein zugetragen worden seien. Eine abschliessende Bewertung des Vorfalls sei Sache des Walliser Fussballverbands, heisst es weiter.
Die Trainer hätten dem Klub berichtet, dass sich der gegnerische Spieler, der an der Aktion beteiligt gewesen sein soll, nachträglich entschuldigt und sein Bedauern geäussert habe. Diese Entschuldigung werde anerkannt und in der Darstellung des Vereins berücksichtigt.
Interne Arbeit mit der Mannschaft
Der FC Naters betont, das Ereignis bereits innerhalb der B‑Junioren‑Mannschaft thematisiert zu haben. Dabei sei klar festgehalten worden, dass weder Provokationen noch Beleidigungen eine Rechtfertigung für körperliche Reaktionen darstellen würden. In angespannten Situationen müssten die Spieler Ruhe bewahren, Distanz halten und die Anweisungen der Trainer befolgen, schreibt der Klub.
Der Verein kündigt an, eng mit dem Walliser Fussballverband zusammenzuarbeiten und bei Bedarf ergänzende Informationen oder Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Ziel sei es, die Vorfälle sorgfältig aufzuarbeiten und Lehren zu ziehen, um vergleichbare Vorkommnisse künftig zu verhindern.
Konkrete Schritte und Verantwortlichkeiten
| Schritt | Zuständig | Bemerkung |
|---|---|---|
| Interne Besprechung mit B‑Junioren | FC Naters (Trainer, Vereinsleitung) | Bereits erfolgt, Fokus auf Sensibilisierung |
| Aufarbeitung und Informationsweitergabe | FC Naters / Walliser Fussballverband | Zusammenarbeit angekündigt |
| Abschliessende Beurteilung | Walliser Fussballverband | Verantwortlich für Sanktionen oder weitere Massnahmen |
Auswirkungen auf Jugendfussball und Prävention
Der Vorfall wirft Fragen zur Prävention von Gewalt im Jugendsport auf. Vereine im Oberwallis betonen seit Jahren die Bedeutung von Erziehung, Fairplay und präventiven Massnahmen. Im konkreten Fall will der FC Naters die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um die Spieler stärker für Konfliktsituationen zu sensibilisieren.
Solche Vorfälle treffen nicht nur die unmittelbar Beteiligten, sondern können auch das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Vereinen und den Eltern belasten. Transparente Kommunikation und eine klare Haltung des Verbandes gelten als nötig, um das Vertrauen wiederherzustellen und verbindliche Regeln durchzusetzen.
- Vereine sollten Vorfälle zeitnah und offen kommunizieren, ohne Schuldzuweisungen vorzuziehen.
- Trainings zu Deeskalation und Fairplay können Jugendlichen konkretes Handwerkszeug geben.
- Eltern und Betreuer spielen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Selbstkontrolle und Respekt.
Der FC Naters schreibt, man werde die notwendigen Lehren ziehen und an der Sensibilisierung der Spieler arbeiten. Konkrete Disziplinarmassnahmen oder Sanktionen stehen zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Stellungnahme; sie liegen in der Kompetenz des Walliser Fussballverbands, der den Vorfall abschliessend beurteilen muss.
Für das lokale Fussballumfeld bleibt wichtig, dass alle Beteiligten – Vereine, Trainer, Eltern und Verbandsinstanzen – an einem Strang ziehen, damit Gewalt im Jugendfussball bleibend keinen Platz hat. Der FC Naters kündigt seine Kooperation mit dem Verband an und will weitere Unterlagen liefern, falls dies für die Aufklärung erforderlich ist.
Die Klubführung betont abschliessend, dass es nicht um Schuldzuweisungen gehe, sondern um eine sachliche Darstellung der bekannten Tatsachen und um präventive Arbeit für die Zukunft.
Die Redaktion wird berichten, sobald der Walliser Fussballverband seine Untersuchungsergebnisse kommuniziert.