In einem Mehrfamilienhaus nördlich des Bahnhofs Neuenburg kam es am Dienstagmittag zu einer Explosion mit anschliessendem Brand. Bei dem Vorfall wurden vier Personen verletzt, eine davon schwer. Die Polizei und die Rettungskräfte rückten um 11.57 Uhr an die Rue des Fahys aus, wie die Neuenburger Kantonspolizei an einer Medienkonferenz am Nachmittag mitteilte.
Schwerverletzte per Rega ins Spital gebracht
Die schwer verletzte Person wurde von der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega in ein Spital geflogen. Über den Zustand der weiteren drei Verletzten machte die Polizei keine näheren Angaben. Rund zehn Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses mussten vorübergehend anderweitig untergebracht werden.
Gebäude stark beschädigt, Nachbarhäuser unverletzt
Feuer und die Druckwelle beschädigten das mehrstöckige Wohnhaus erheblich. Nach Angaben der Einsatzkräfte blieben benachbarte Häuser unversehrt und mussten nicht evakuiert werden. Die Strasse vor dem Gebäude blieb am späten Nachmittag gesperrt, um die Untersuchungs- und Bergungsarbeiten zu ermöglichen.
Rund 50 Einsatzkräfte vor Ort
Insgesamt standen etwa 50 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte im Einsatz. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und sicherten die Unglücksstelle. Bei dem Brand kam auch eine Katze des Hauses ums Leben.
Ursache noch unklar – Polizei prüft Gas als Möglichkeit
Die Ursachenforschung läuft. Die Polizei verfolgte zunächst «keine bestimmte Spur» und prüft unter anderem, ob ein Gasleck die Explosion ausgelöst haben könnte. Zu den verletzten Personen und zum genauen Ort innerhalb des Gebäudes machte die Kantonspolizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben.
- Ort: Rue des Fahys, nördlich des Bahnhofs Neuenburg
- Zeit: Alarmierung um 11.57 Uhr
- Verletzte: 4 Personen (1 schwer verletzt)
- Evakuierte: ca. 10 Bewohnerinnen und Bewohner
- Einsatzkräfte: rund 50 Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte
- Opfer: 1 tote Katze
Folgen für Anwohnende und Verkehr
Die Sperrung der Strasse wirkt sich lokal auf den Verkehr aus; Umleitungen blieben laut Polizei eingerichtet. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner organisierte der Einsatzstab kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten. Über längere Unterstützung oder Wiederbetretungsmöglichkeiten des Gebäudes existieren noch keine offiziellen Angaben, solange die Untersuchungen und Sicherungsarbeiten andauern.
Was nun zu erwarten ist
Die Kantonspolizei führt Ermittlungen zur Explosionsursache durch und arbeitet dabei eng mit Feuerwehr, Zivilschutz und technischen Fachstellen zusammen. Falls Gas als Auslöser bestätigt wird, werden weitere Prüfungen zu Leitungen und Verbrauchsgeräten folgen. Andernfalls bleiben weitere kriminaltechnische Abklärungen notwendig.
Die Ermittler baten die Bevölkerung um Verständnis für die vorläufigen Einschränkungen in der Umgebung und um Hinweise, falls Personen am Vorfall verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Konkrete Kontaktdaten oder eine Hotline nannte die Kantonspolizei an der Medienkonferenz nicht.
Die Redaktion hält Sie über neue Erkenntnisse und mögliche Sperrungen auf dem Laufenden, sobald die Kantonspolizei weitere Details veröffentlicht.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Verletzte | 4 (davon 1 schwer) |
| Evakuierte Personen | Rund 10 |
| Einsatzkräfte | Rund 50 |