Ein Kleinflugzeug, das seinen Start in Salzburg genommen hatte, ist am Mittwochvormittag über dem Attersee abgestürzt. Nach Angaben der Polizei brach der Kontakt zum Flugzeug um exakt 11.23 Uhr und 30 Sekunden ab. Augenzeuginnen und Augenzeugen berichteten, die Maschine habe rasch an Höhe verloren und sei anschließend in den See gestürzt.
Einsatzlage vor Ort
Am Nachmittag lief ein großangelegter Sucheinsatz auf Hochtouren. Beteiligt sind Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Rotes Kreuz und ein Rettungshubschrauber; zudem kamen Tauchbooten, Tauchroboter und ein Sonargerät zum Einsatz. Letzteres ortete laut Polizei Gegenstände in größerer Tiefe. Ob diese Gegenstände zum abgestürzten Flugzeug gehören, ist bisher nicht geklärt.
Die Einsatzleitung gab an, die Absturzstelle befinde sich rund 200 Meter vom Ufer entfernt; an dieser Stelle ist der Attersee etwa 140 Meter tief. Die Feuerwehr warnte, die Bergung könne sich über Tage hinziehen.
- Beteiligte Organisationen: Feuerwehr, Wasserrettung, Polizei, Rotes Kreuz, Rettungshubschrauber
- Technische Mittel: Tauchboote, Tauchroboter, Sonar
- Umweltschutzmaßnahmen: Errichtung von Ölsperren
Flugverlauf und mögliche Identität des Typs
Nach Daten der Plattform Flightradar24 brach der Kontakt zum Flugzeug um 11.23:30 Uhr plötzlich ab. Die Flugaufzeichnungen lassen den Schluss zu, dass es sich um eine Tecnam P2002JF Sierra gehandelt haben könnte; eine offizielle Bestätigung des Flugzeugtyps liegt jedoch noch nicht vor. Die Daten zeigen weiters, dass die Maschine zuletzt häufiger zwischen Salzburg und Eggenfelden in Bayern unterwegs gewesen sein dürfte.
| Aspekt | Bekannte Information |
|---|---|
| Kontaktabbruch | 11.23 Uhr 30 Sekunden |
| Vermuteter Flugzeugtyp | Tecnam P2002JF (nicht offiziell bestätigt) |
| Absturzstelle | ~200 m vom Ufer, Tiefe ~140 m |
| Ausgetretener Treibstoff | Rund 150 Liter (Ölsperren gelegt) |
Umwelt- und Bergungsaspekte
Die Feuerwehr hat Ölsperren errichtet, nachdem auf der Seeoberfläche Treibstoff festgestellt wurde. Es sollen rund 150 Liter ausgetreten sein. Ob und in welchem Ausmaß es zu weiteren Umweltschäden kommt, wird derzeit evaluiert. Aufgrund der großen Tiefe und der Entfernung zum Ufer sind Bergungsarbeiten technisch anspruchsvoll; die Feuerwehr schätzt, dass die Hebung und die Untersuchung des Wracks noch mehrere Tage dauern können.
Stand der Ermittlungen
Bis zum Nachmittag wurden noch keine Trümmerteile aus dem See geborgen. Die Polizei führt Ermittlungen zur Absturzursache und zum genauen Flugverlauf. Dazu gehören die Auswertung von Flugdaten, Zeugenaussagen und Einsätzen der technischen Suchmittel.
Die Lage erinnert an einen weiteren schweren Zwischenfall: Erst am Montag waren in Krems (NÖ) zwei Kleinflugzeuge kollidiert und abgestürzt; für die beiden Piloten, 36 und 70 Jahre alt, kam jede Hilfe zu spät. Ob es Verbindungen zwischen den Vorfällen gibt, ist nicht bekannt und Gegenstand der Ermittlungen.
Was für Anrainer und Freizeitnutzer wichtig ist
Behörden appellieren an die Bevölkerung, den Einsatzkräften Raum zu lassen und keine privaten Tauch- oder Bergungsversuche zu unternehmen. Der See und das Ufergebiet im Bereich der Absturzstelle sind bis auf weiteres eingeschränkt zugänglich, weil Bergungs- und Untersuchungstätigkeiten Priorität haben.
Weitere Informationen werden von der Polizei und den Einsatzkräften mitgeteilt, sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin bleibt die Ursache des Absturzes offen, und die Arbeit der Rettungskräfte hat Vorrang.
Die Redaktion hält die Entwicklung für Salzburg und die umliegenden Regionen weiter im Blick und berichtet, sobald neue, verifizierte Informationen verfügbar sind.