Neue Verbindung von Natur, Bewegung und zeitgenössischer Kunst
Am 11. August 2026 stellte die Schmittenhöhebahn AG auf der Schmittenhöhe am Speicherteich Plettsaukopf den neuen Kunstwanderweg „Glücksfall“ vor. Das Projekt soll das bestehende Sommerangebot um eine dauerhafte kulturelle Attraktion ergänzen, die Besuchern des Zeller Hausbergs Spaziergänge mit künstlerischen Wahrnehmungsimpulsen verbindet.
Entlang des Weges sind mehrere Installationen der Künstlerin Andrea Maria Reiser sichtbar, die sich mit den Themen Glück, Natur und persönlicher Wahrnehmung auseinandersetzen. Die Arbeiten wurden so konzipiert, dass sie sich in die alpine Landschaft einfügen und nicht als Fremdkörper, sondern als Anstoß zum Innehalten und Betrachten fungieren.
Beteiligung lokaler Lehrlinge als verbindendes Element
Besonders auffällig an dem Projekt ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und den Lehrlingen der Schmittenhöhebahn AG. Diese brachten handwerkliche Fähigkeiten in die Umsetzung ein und erhielten damit die Möglichkeit, an einem künstlerisch-kulturellen Projekt mitzuwirken. Für die Lehrlinge bedeutet das eine seltene Verbindung von praktischer Ausbildung und kultureller Produktion, für das Unternehmen eine Möglichkeit, die lokale Verwurzelung zu stärken.
„Die Schmittenhöhe steht seit jeher für besondere Bergerlebnisse. Mit dem Kunstwanderweg ‚Glücksfall‘ schaffen wir ein Angebot, das Bewegung, Natur und Kultur auf harmonische Weise verbindet. Gemeinsam mit Andrea Maria Reiser ist ein Projekt entstanden, das unsere Gäste zum Innehalten, Staunen und Entdecken einlädt und die Vielfalt unseres Berges um eine inspirierende Facette erweitert“, betont Dr. Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG.
Öffnung, Dauer und Zielgruppen
Der Kunstwanderweg ist dauerhaft angelegt und kann während der Sommersaison besichtigt werden. Damit richtet sich das Angebot nicht nur an Touristen, sondern auch an Einheimische, die die Schmittenhöhe regelmäßig als Naherholungsgebiet nutzen. Das Projekt verfolgt mehrere Ziele zugleich:
- Erweiterung des Freizeitangebots am Zeller Hausberg
- Förderung kultureller Bildung und Wahrnehmung
- Stärkung der lokalen Ausbildung durch Einbindung von Lehrlingen
- Schaffung eines Ortes der Entschleunigung und Begegnung
Die Entscheidung, die Arbeiten dauerhaft entlang des Wanderweges zu belassen, unterstreicht den Anspruch, Kunst nicht nur temporär, sondern als festen Bestandteil des Bergraums zu etablieren. Damit unterscheidet sich „Glücksfall“ von vielen temporären Kunstprojekten, die häufig nur saisonal oder für begrenzte Laufzeiten zu sehen sind.
Kontext für Zell am See und mögliche Folgen
Für Zell am See bedeutet dieses Angebot eine zusätzliche Facette im sommerlichen Tourismusportfolio. Die Schmittenhöhe ist bereits zentrale Freizeitadresse für Wanderer, Familien und Bergsportler; mit dem Kunstwanderweg wird das Profil hin zu einem kulturtouristischen Erlebnis erweitert. Langfristig könnten solche Initiativen:
- die Verweildauer von Gästen erhöhen, weil Spaziergänge mit kulturellem Mehrwert attraktiver werden;
- neue Besuchergruppen ansprechen, insbesondere Kulturinteressierte und Bildungsreisende;
- die lokale Ausbildung ins Gespräch bringen und Lehrlingen zusätzliche berufliche Perspektiven aufzeigen.
Welche konkreten Effekte dies auf Besucherzahlen, Gastronomie oder lokale Betriebe haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizieren. Klar ist jedoch: Mit dem festen Verbleib der Kunstwerke ist das Angebot mehr als ein saisonaler Hingucker.
| Aspekt | Details |
|---|---|
| Standort | Speicherteich Plettsaukopf, Schmittenhöhe (Zell am See) |
| Künstlerin | Andrea Maria Reiser |
| Beteiligte | Lehrlinge der Schmittenhöhebahn AG, Schmittenhöhebahn AG (Projektträger) |
| Dauer | Dauerhaft, während Sommersaison zugänglich |
Die Schmittenhöhebahn AG positioniert mit „Glücksfall“ ein Angebot, das sowohl touristischen als auch kulturellen Kriterien gerecht werden will. Ob das Ensemble von Natur und Kunst in der Praxis den gewünschten Publikumseffekt erzielt, wird sich in den kommenden Saisonen zeigen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Zell am See bietet sich jedoch bereits jetzt eine neue Möglichkeit, den Hausberg aus einer veränderten Perspektive wahrzunehmen.