Klare Entscheidung in der Ke Kelit Arena
Der Sieger des Red Bulls Salute in Zell am See heißt EHC Biel. Die Schweizer setzten sich im Finale gegen den EC Red Bull Salzburg deutlich mit 6:2 durch und entschieden das Vorbereitungsturnier bei ihrer ersten Teilnahme für sich. Die Partie verfolgten 1.521 Besucher in der Ke Kelit Arena.
Die Entscheidung fiel früh: Biel erzielte im ersten Drittel vier Tore und stellte damit die Weichen auf Sieg. Für die Tore im Eröffnungsabschnitt zeichneten sich Lias Andersson, Dominic Zwerger, Mark Sever (Powerplay) und Gaetan Haas verantwortlich. Salzburg gelang in der Folge eine Reaktion, doch der Rückstand erwies sich als zu groß.
- Erstes Drittel: Biel führt nach 4 Treffern 4:0
- Zweites Drittel: Salzburg verkürzt durch Benjamin Nissner (doppelte Überzahl) und Jayden Lee (Powerplay) auf 2:4
- Drittes Drittel: Yanick Stampfli und Toni Rajala stellen für Biel den 6:2-Endstand her
„Die Schweizer haben ihre Chancen eiskalt genutzt – das war einer der größten Unterschiede“, so RBS-Coach Alan Letang.
Letang lobte zugleich die Reaktion seines Teams im zweiten Abschnitt und hob die hohe Intensität hervor, mit der Salzburg das Turnier gespielt habe. Dennoch reichte die Aufholjagd nicht, um das frühe Torepolster der Gäste aus Biel auszugleichen. Die Schweizer nutzten ihre Chancen konsequent und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen den österreichischen Rekordmeister.
Weg ins Finale und Tagesverlauf
Für Salzburg war das Finalspiel der krönende Abschluss eines Wochenendes, das bereits dramatische Szenen bot: Tags zuvor entschieden die Mozartstädter das bayerische Bruderduell gegen den EHC Red Bull München mit 3:2 nach Verlängerung. Dabei lagen die Salzburger zunächst durch Tore von Yasin Ehliz und Jeremy McKenna mit 0:2 in Rückstand, ehe sie zurückkamen. Nick Poisson traf im Powerplay zum Anschluss, Jayden Lee gelang der Ausgleich, und in der Verlängerung sicherte Michael Raffl mit einem Unterzahltreffer fünf Sekunden vor der Sirene die Finalteilnahme.
Im Spiel um Platz drei gewann Red Bull München knapp mit 3:2 gegen den HC Dynamo Pardubice. Die Tore für München erzielten Tobias Rieder, der Ex-Salzburger Lucas Thaler in Überzahl sowie Jeremy McKenna.
Sportliche Einordnung und Folgen
Der Turnierverlauf in Zell am See zeigt, dass Salzburg auf hohem Niveau testet, aber gegen international starke Gegner wie Biel noch Arbeit im Offensiv- und Defensivverbund hat. Der deutliche Ersteindruck Biels legt nahe, dass der Klub aus dem Kanton Bern mit hoher Effizienz agiert und speziell in frühen Phasen Spiele für sich entscheiden kann. Für Salzburg bleibt das Turnier dennoch ein positiver Prüfstein: Die Mannschaft demonstrierte Belastbarkeit nach dem Rückstand gegen München und sammelte Spielpraxis unter Turnierbedingungen.
| Platz | Mannschaft | Schlussresultat |
|---|---|---|
| 1 | EHC Biel | 6:2 (Finale gegen Salzburg) |
| 2 | EC Red Bull Salzburg | 2:6 |
| 3 | Red Bull München | 3:2 (Sieg gegen Pardubice) |
Für die lokale Eishockey-Community in Zell am See war das Turnier ein sportlicher Höhepunkt des Sommers: Die Ke Kelit Arena zeigte sich als würdiger Austragungsort für internationale Vorbereitungsspiele, und die hohe Zuschauerzahl bestätigte das Interesse an Spitzen-Eishockey in der Region.
Ob die Erkenntnisse aus dem Turnier in die Meisterschafts- und Pokalplanung der beteiligten Klubs unmittelbar einfließen werden, wird sich in den kommenden Wochen im Trainingsbetrieb und in weiteren Testspielen zeigen. Für Zell am See bleibt die Veranstaltung ein Signal: Die Stadt kann als Bühne für hochkarätige Eishockey-Partien dienen und damit Fans und Mannschaften aus mehreren Ländern zusammenbringen.