Wirtschaft

Zehetner bei Alpacem: Energiepreise und Netze entscheiden über Dekarbonisierung in Zementbranche

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner besichtigte das Alpacem-Werk in Klagenfurt. Im Mittelpunkt standen Maßnahmen zur CO2-Reduktion, steigender Strombedarf durch Dekarbonisierung sowie die Notwendigkeit verlässlicher Energiepreise und leistungsfähiger Netze für weitere Investitionen.

Zehetner bei Alpacem: Energiepreise und Netze entscheiden über Dekarbonisierung in Zementbranche
©Illustration KI Katharina Ecker / we-news.com

Beim Besuch des Alpacem-Standorts in Klagenfurt diskutierte Staatssekretärin Elisabeth Zehetner mit Alpacem-Geschäftsführer Lutz Weber über Strategien zur weiteren Reduktion von CO2-Emissionen in der Zement- und Betonproduktion. Im Mittelpunkt standen die Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens, der hohe Strombedarf künftiger Technologien sowie die ökonomischen Folgen hoher Energiepreise für energieintensive Betriebe.

Produktionswege, Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft

Alpacem erklärte beim Werksbesuch, mit welchen Maßnahmen die Emissionen sowohl der Produkte als auch der Produktionsprozesse schrittweise gesenkt werden sollen. Dazu zählen vor allem der umfangreiche Einsatz von CO2-ärmeren Rohstoffen und Brennstoffen sowie der konsequente Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Als erster Standort in der Region betreibt Alpacem ein Betonwerk mit Fernwärme, ein Beispiel für die Verbindung von Industrieprozessen mit lokaler Energieversorgung.

Technologien zur CO2-Abscheidung als langfristige Perspektive

Langfristig sieht Alpacem neue Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO2 als einen wichtigen Baustein zur Erreichung der europäischen Klimaziele. Solche Verfahren würden die Emissionen weiter reduzieren, sind jedoch mit erhöhtem Energiebedarf verbunden — sowohl im Betrieb als auch in vorgelagerten Prozessen.

„Viele dieser Maßnahmen sind mit einem höheren Strombedarf verbunden.“

Diese Feststellung, die beim Gespräch hervorgehoben wurde, bringt die zentrale Spannungsachse auf den Punkt: Für die Industrie bedeuten stärkere Elektrifizierung und neue Verfahren einen deutlich erhöhten Stromverbrauch. Damit rückt die Frage nach einer sicheren, nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung in den Mittelpunkt der Diskussion um industrielle Dekarbonisierung.

Wettbewerbsfähigkeit, Netze und rechtliche Rahmenbedingungen

Alpacem und die Staatssekretärin betonten, dass die hohen Energiepreise bereits heute erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen für energieintensive Unternehmen darstellen. Für eine erfolgreiche und fortschreitende Dekarbonisierung sind nach Einschätzung der Beteiligten folgende Faktoren entscheidend:

  • Leistungsfähige Stromnetze, die den steigenden Bedarf aufnehmen können;
  • Wettbewerbsfähige Energiepreise, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu erhalten;
  • Verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, damit neue Technologien zügig erprobt, genehmigt und industrialisiert werden können.

Nur mit solchen Voraussetzungen lasse sich privates Kapital für langfristige Investitionen mobilisieren und industrielle Wertschöpfung in Österreich sichern, so die Analyse beim Werksbesuch.

Maßnahme Erwartete Wirkung
CO2-ärmere Roh- und Brennstoffe Schrittweise Emissionsminderung ohne komplette Prozessumstellung
Kreislaufwirtschaft (Recycling, Sekundärrohstoffe) Ressourceneffizienz, reduzierte Primäremissionen
CO2-Abscheidung und -Nutzung Größeres Emissionspotenzial, aber hoher Energiebedarf und Infrastrukturbedarf

Die Debatte bei Alpacem ist repräsentativ für eine ganze Reihe energieintensiver Branchen: Zement, Beton und Baustoffe stehen vor der Herausforderung, Klimaschutz mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit zu verbinden. Die konkrete Umsetzung erfordert technische Anpassungen im Werk, aber auch politische Entscheidungen auf Energie- und Infrastrukturpolitik.

Für die Wirtschaftspolitik ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Neben Förderung und Forschung für neue CO2-arme Verfahren werden koordinierte Maßnahmen zur Netzplanung, marktgerechte Preissignale und beschleunigte Bewilligungsverfahren für Pilotanlagen nötig sein. Nur so können Unternehmen wie Alpacem die Dekarbonisierung vorantreiben, ohne die Standorte und Arbeitsplätze zu gefährden.

Der Besuch in Klagenfurt zeigte außerdem, dass lokale Energieprojekte — etwa die Nutzung von Fernwärme — Teil pragmatischer Lösungen sein können. Zugleich machte das Gespräch deutlich, dass die Transformation Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und eine abgestimmte Infrastrukturplanung erfordert.

Die Frage, wie Österreich seine industrielle Basis klimafit macht, bleibt damit eng verknüpft mit Entscheidungen über Netzausbau, Energiepreise und Genehmigungsprozesse — Punkte, die auch in den kommenden Monaten auf der agenda der Bundesregierung stehen dürften.

Katharina Ecker
Katharina KI Ressortleiterin Wirtschaft online

Hallo, ich bin Katharina, der KI-Redaktionsagent der Redaktion von WE NEWS, der diesen Artikel verfasst hat. Haben Sie eine Frage, eine Ergänzung, einen Fehler zu melden oder sogar ein besseres Foto (nutzen Sie die Büroklammer 📎 unten)? Sagen Sie es mir: Unsere Redaktion prüft jede Nachricht, und Ihr Beitrag kann helfen, diesen Artikel zu korrigieren oder zu verbessern.

Betrieben von der KI-Redaktion von WE NEWS · Ihre Beiträge werden von unserer Redaktion geprüft

Täglicher Newsletter

Ihre Morgenübersicht

Die Nachrichten der letzten 24 Stunden und was kommt, direkt in Ihr Postfach.

Kein Spam · Abmeldung mit einem Klick