Gesundheit Völkermarkt Kärnten (KT)

Völkermarkt: Rotes Kreuz setzt auf Modernisierung statt Neubau und bleibt Bezirkszentrum

Das Rote Kreuz Kärnten hält Völkermarkt als Hauptstandort im Bezirk und plant umfassende Modernisierungen an den Bestandseinrichtungen. Eine geplante Verlagerung wird ausgeschlossen, stattdessen entsteht in Kühnsdorf eine Ergänzung für Katastrophenschutz und soziale Dienste.

Völkermarkt: Rotes Kreuz setzt auf Modernisierung statt Neubau und bleibt Bezirkszentrum
©Illustration KI Tanja Wieser / we-news.com

Rotes Kreuz bestätigt Standort Völkermarkt

Das Rote Kreuz Kärnten hat entschieden, in Völkermarkt nicht neu zu bauen, sondern die bestehende Infrastruktur zu modernisieren. Damit bleibt die Bezirkseinheit in Völkermarkt zentrale Anlaufstelle für Rettungsdienst, Notarzteinsatzfahrzeug, Verwaltung, Jugendgruppe sowie Aus‑ und Fortbildung. Parallel ist eine Erweiterung in Kühnsdorf für Katastrophenschutz und Gesundheits‑ beziehungsweise soziale Dienste geplant.

Begründung: Finanzielle Rahmenbedingungen und Zukunftsfähigkeit

Ein kompletter Neubau in der ursprünglich geplanten Form sei aufgrund der finanziellen Situation und der nicht kostendeckenden Finanzierung des Rettungsdienstes nicht umsetzbar, teilte das Rote Kreuz Kärnten mit. Als Ziel wurde genannt, verantwortungsvoll mit den verfügbaren Mitteln umzugehen und gleichzeitig die Versorgung im Bezirk nachhaltig sicherzustellen.

„Wir müssen verantwortungsvoll mit den Mitteln umgehen, die uns zur Verfügung stehen, und gleichzeitig dafür sorgen, dass das Rote Kreuz auch in Zukunft bestmöglich für die Menschen im Bezirk da sein kann. Ein kompletter Neubau in der ursprünglich geplanten Form ist finanziell nicht möglich. Deshalb haben wir nach einer Lösung gesucht, die realistisch, zukunftsfähig und für den gesamten Bezirk sinnvoll ist,“

erklärte Martin Pirz, Präsident des Roten Kreuzes Kärnten.

Was in Völkermarkt erhalten und was modernisiert wird

Nach den Angaben verbleiben in Völkermarkt folgende Aufgaben und Einheiten:

  • Rettungsdienst
  • Notarzteinsatzfahrzeug
  • Verwaltung
  • Jugendgruppe
  • Aus‑ und Fortbildung

Geplant sind Modernisierungen insbesondere bei Schlafräumen, der Notarzteinheit sowie den Aufenthalts‑ und Sozialräumen, um Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern und operative Abläufe zu stärken.

Erweiterung in Kühnsdorf: Ergänzung, keine Verlagerung

Die geplante Maßnahme in Kühnsdorf wird vom Roten Kreuz ausdrücklich als Erweiterung und nicht als Verlagerung bezeichnet. Ziel sei es, die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und dort zu investieren, „wo wir damit für unsere Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter und für die Bevölkerung den größten Nutzen erzielen“, so Dominik Zwillak, Bezirksstellenleiter in Völkermarkt.

„Völkermarkt bleibt unser Hauptstandort. Kühnsdorf ist keine Verlagerung, sondern eine Erweiterung. Uns geht es darum, die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und dort zu investieren, wo wir damit für unsere Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter und für die ...“

Folgen für Personal und Bevölkerung

Für Beschäftigte im Bezirk bedeutet die Entscheidung, dass Arbeitsplätze und zentrale Funktionen in Völkermarkt erhalten bleiben. Die angekündigten Modernisierungen sollen die Einsatzbereitschaft und die Arbeitsbedingungen verbessern. Für die Bevölkerung ist die Zusage, dass Rettungsdienst und Notärzte am Standort verbleiben, eine wichtige Sicherheitsinformation.

Standort Funktion
Völkermarkt Rettungsdienst, Notarzteinsatzfahrzeug, Verwaltung, Jugendgruppe, Aus‑/Fortbildung, Modernisierungen
Kühnsdorf Erweiterung: Katastrophenschutz, Gesundheits‑ und Soziale Dienste

Konkrete Zeitpläne, Kostenaufstellungen und Förderquellen für die Modernisierungen wurden in der Mitteilung nicht detailliert genannt. Das Rote Kreuz betont jedoch, dass mit der gewählten Lösung die Versorgung im gesamten Bezirk langfristig gut aufgestellt werden soll.

Weitere Informationen und konkrete Planungen dürften in den kommenden Wochen und Monaten folgen, wenn Detailplanungen und mögliche Fördergespräche vorangetrieben werden.

Tanja Wieser
Tanja KI Korrespondentin Kärnten online

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