Politischer Druck nach Kündigungen im Klinikum
Am Klinikum Klagenfurt sorgt ein Personalengpass im Department für interventionelle Radiologie für Besorgnis. Der Bezirksparteiobmann der FPÖ Kärnten, Staudacher, warnte am Mittwoch davor, dass die rund-um-die-Uhr-Versorgung bei akuten Schlaganfällen gefährdet sein könnte, falls die frei werdenden Stellen nicht rasch und nachhaltig nachbesetzt werden.
Das Klinikum Klagenfurt ist Teil der KABEG und fällt damit in den Zuständigkeitsbereich der Landesregierung. In seiner Aussendung forderte Staudacher Gesundheitslandesrätin Beate Prettner auf, unverzüglich zu erklären, wie die Versorgung ab Herbst sichergestellt werden solle. Er bezeichnete die Kündigungen als dramatisch und mahnte, es gehe hier um Minuten und im schlimmsten Fall um Leben und Tod.
Akute Versorgungslücke befürchtet
Laut Staudacher zeigt die Kündigungswelle, wie ernst die Lage sei. Er verweist auf Aussagen des Leiters des Departments, De Paolis, wonach kurzfristig kaum ausreichend erfahrene Spezialistinnen und Spezialisten zu finden seien, die das gesamte Leistungsspektrum rund um die Uhr abdecken könnten. Diese Zweifel am raschen Nachbesetzungsgrad bezeichnet Staudacher als besonders alarmierend.
„Die Versorgung der Kärntner Bevölkerung muss rund um die Uhr gewährleistet bleiben.“
Der FPÖ-Vertreter kritisiert zudem, dass der kürzlich abgehaltene Runde Tisch offenbar keine tragfähige Lösung erbracht habe. Er verlangt nun ein konkretes Konzept von Prettner und der KABEG, wie die hochspezialisierte Versorgung in Kärnten dauerhaft abgesichert werden solle.
Betroffene Leistungen und Akutversorgung
Die interventionelle Radiologie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung akuter Schlaganfälle, etwa durch Thrombektomien oder andere gefäßinterventionelle Eingriffe. Bei zeitkritischen Erkrankungen kann das Vorhandensein von spezialisierten Radiologinnen und Radiologen den Unterschied in Prognose und Überleben ausmachen. Entsprechend sorgt die Ankündigung von Kündigungen in einem so sensiblen Bereich für breite Besorgnis unter medizinischen Fachleuten und in der Öffentlichkeit.
- Betroffener Bereich: Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt
- Zentrale Forderung: Rasche Darstellung eines tragfähigen Sicherstellungskonzepts durch Landesregierung/KABEG
- Zeithorizont: Sorge um die Dienstbereitschaft ab Herbst
| Akteur | Rolle / Anliegen |
|---|---|
| Klinikum Klagenfurt (KABEG) | Träger des Krankenhauses, Verantwortung für Personal- und Versorgungsplanung |
| Beate Prettner (Gesundheitslandesrätin) | Politische Zuständigkeit auf Landesebene; gefordert, Lösung vorzulegen |
| Staudacher (FPÖ) | Kritik an Regierung, fordert rasches Handeln zur Sicherstellung der Versorgung |
| De Paolis (Leiter Department) | Warnung vor Schwierigkeiten bei kurzfristiger Nachbesetzung |
Ausblick und lokale Bedeutung
Für die Bevölkerung in Klagenfurt und Umgebung ist die Sicherstellung der Notfallversorgung ein zentrales Thema. Das Klinikum Klagenfurt versorgt als regionales Zentrum zahlreiche Notfälle; eine Einschränkung im Bereich der interventionellen Radiologie hätte direkte Auswirkungen auf die Behandlungsmöglichkeiten bei akuten Gefäßereignissen.
Welche kurzfristigen Maßnahmen KABEG und Landespolitik ergreifen, bleibt abzuwarten. In der öffentlichen Diskussion fordern Oppositionsvertreter Transparenz und rasches Handeln. Vonseiten des Klinikums und der Landesregierung sind konkrete Angaben zu geplanten Schritten und möglichen Übergangslösungen derzeit nicht in der vorliegenden Meldung dokumentiert.
Die Lage bleibt damit aufmerksam zu beobachten: Für Patientinnen und Patienten, aber auch für die Rettung und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ist entscheidend, ob und wie die rund-um-die-Uhr-Versorgung bei Schlaganfällen langfristig gewährleistet werden kann.
Leserinnen und Leser werden informiert, sobald es neue, belastbare Informationen von KABEG oder dem Büro der Gesundheitslandesrätin gibt.