Stadt investiert in schnelle Hilfe bei Herz‑Kreislauf‑Stillstand
Die Stadtgemeinde Ternitz hat am Wochenende zwei automatisierte externe Defibrillatoren (AED) an die Feuerwehren Ternitz‑Mahrersdorf und Ternitz‑Flatz übergeben. Die Geräte sind öffentlich zugänglich installiert und sollen im Notfall die Überlebenschancen von Betroffenen verbessern, bis die professionelle Rettung eintrifft.
Hintergrund der Anschaffung ist die hohe Zahl an plötzlichen Herztoden in Österreich: Laut Mitteilung sterben jährlich mehr als 12.000 Menschen an einem plötzlichen Herztod. Automatisierte Defibrillatoren können bei richtigem Einsatz die Chancen auf Wiederbelebung erheblich steigern, so die Begründung der Stadt.
Standorte, Zugänglichkeit und Unterstützung durch die Feuerwehren
Die übergebenen Geräte wurden an die örtlichen Feuerwehren übergeben, da diese als lokal verankerte Organisationen oft rasch zur Stelle sind und die Standorte für die Bevölkerung bekannt sind. Die Stadtgemeinde dankte ausdrücklich den Feuerwehren für ihren Einsatz.
- Zwei AEDs wurden angeschafft.
- Standorte: Feuerwehr Ternitz‑Mahrersdorf und Feuerwehr Ternitz‑Flatz.
- Geräte sind öffentlich zugänglich und für Laien bedienbar.
Eine kompakte Übersicht:
| Standort | Anzahl AED | Zugänglichkeit |
|---|---|---|
| Ternitz‑Mahrersdorf (Feuerwehr) | 1 | Öffentlich |
| Ternitz‑Flatz (Feuerwehr) | 1 | Öffentlich |
Warum AED‑Standorte in Gemeinden wichtig sind
Bei einem plötzlichen Herz‑Kreislauf‑Stillstand zählt jede Minute. Bis professionelle Rettungskräfte eintreffen, sinken die Überlebenschancen signifikant. Automatisierte Defibrillatoren geben hilfsbereiten Ersthelferinnen und Ersthelfern eine Anleitung und können durch gezielte Stromstöße das Herz wieder in einen wirksamen Rhythmus bringen.
„Mit den beiden Defibrillatoren schaffen wir eine wichtige zusätzliche Möglichkeit, im Notfall schnell und unkompliziert zu helfen. Jede Minute zählt und wir wollen mit dieser Investition einen Beitrag zur Sicherheit unserer Bevölkerung leisten.“ — LAbg. Bürgermeister Mag. Christian Samwald
Die Entscheidung, die Geräte über die Feuerwehren bereitzustellen, hat zwei praktische Vorteile: Zum einen sind Feuerwehrhäuser in den Ortsteilen bekannte Anlaufstellen, zum anderen leisten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden häufig Erste Hilfe bei Einsätzen. Öffentlich zugängliche AED‑Stationen funktionieren am besten, wenn Bürgerinnen und Bürger darüber informiert sind, wo die Geräte stehen und wie sie im Notfall zu erreichen sind.
Was Ternitzerinnen und Ternitzer jetzt wissen sollten
Für die Bevölkerung ergeben sich daraus konkrete Handlungsoptionen:
- Sich merken, wo sich die beiden neuen AEDs befinden (siehe Tabelle).
- Kurze Auffrischungen in Erster Hilfe und Anwendung eines AEDs erwägen; viele Gemeinden und Organisationen bieten entsprechende Kurse an.
- Im Notfall: Sofortige Notrufmeldung und nach Möglichkeit eine Person bitten, den AED zu holen oder zu betreuen.
Die Stadtgemeinde betonte, dass durch die Investition keine vollumfängliche medizinische Versorgung ersetzt, wohl aber wertvolle Minuten bis zum Eintreffen der Rettung überbrückt werden können. Weitere Informationen zu Standorten und Zugänglichkeit sollen von der Gemeinde zeitnah kommuniziert werden.
Die Maßnahme reiht sich in lokale Bestrebungen ein, die Sicherheit in der Bevölkerung zu erhöhen und besonders in ländlicher Struktur lebensrettende Infrastruktur sichtbarer zu machen. Für Ternitz bedeutet die Anschaffung der beiden öffentlich zugänglichen AEDs einen konkreten, greifbaren Schritt zur Verbesserung der Notfallvorsorge.