Nach dem ersten Wochenende der Schueberfouer zog das CGDIS eine erste Zwischenbilanz: An der Erste‑Hilfe‑Station wurden in den ersten drei Tagen 36 Personen behandelt, sechs davon mussten ins Spital gebracht werden. Für heuer auffällig war neben den alkoholbedingten Notfällen eine eher skurrile Rettungsaktion in den frühen Morgenstunden.
Was die Rettungskräfte meldeten
CGDIS‑Sprecher und Chef de département Cédric Ganzter berichtete dem „Luxemburger Wort“, dass es sich bei den meisten Behandlungen um kleinere Beschwerden gehandelt habe. Konkret seien Pflasterleistungen und vergleichbare Erstversorgungen dominierend gewesen. Von den sechs Spitaltransporten entstanden vier durch Alkoholvergiftungen; die übrigen beiden Fälle betrafen ein allgemeines Unwohlsein und eine Fußverletzung.
„In den ersten drei Tagen der Schobermesse haben wir an der Erste‑Hilfe‑Station 36 Personen versorgt. Meist handelte es sich um kleinere Beschwerden, wie Pflaster usw.“,
Aus der Meldung des CGDIS sticht zudem ein ungewöhnlicher Einsatz hervor: In der Nacht auf Montag gegen 4 Uhr morgens wurden Mitarbeiter alarmiert, weil sich zwei Personen in einem Fahrgeschäft niedergekniet hatten, die Sicherheitsstange geschlossen wurde und die beiden dadurch eingeklemmt wurden. Mithilfe des Betreibers konnten die Personen unverletzt befreit werden.
Organisation vor Ort und Hinweise
Das CGDIS erinnerte daran, dass seine Teams täglich ab 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts von der Erste‑Hilfe‑Station am Haupteingang Streifen gehen. Die Station sei ausschließlich für Notfälle vorgesehen; die Ausgabe von Medikamenten finde dort nicht statt. Im Ernstfall gelte die Notrufnummer 112.
Stadt‑Ressortschöffe Patrick Goldschmidt (DP) meldete bei der Pressekonferenz der Schausteller keine besonderen Vorkommnisse vom ersten Wochenende. Er empfahl den Besucherinnen und Besuchern, die Fouer möglichst zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Verkehr zu erreichen. Während der Schobermesse gelte weiterhin das Anwohnerparken in Limpertsberg und mehreren angrenzenden Vierteln bis 1 Uhr nachts.
- Behandlungen vor Ort: 36
- Spitaltransporte: 6
- Alkoholvergiftungen: 4
- Besonderer Einsatz: Zwei Personen eingeklemmt auf einem Fahrgeschäft, unverletzt befreit
| Fallkategorie | Anzahl |
|---|---|
| Versorgungen an der Erste‑Hilfe‑Station | 36 |
| Spitaltransporte | 6 |
| Davon Alkoholvergiftung | 4 |
| Sonstige (Unwohlsein, Fußverletzung) | 2 |
Konsequenzen und Ausblick
Die Zahlen deuten auf ein vergleichsweise ruhiges Startwochenende hin: Die meisten Behandlungen blieben geringfügig, nur ein kleiner Teil erforderte klinische Versorgung. Dennoch zeigt der Einsatzbericht, dass Rettungskräfte auf ungewöhnliche Situationen vorbereitet sein müssen — etwa wenn Personen in Fahrgeschäften eingeschlossen werden. Solche Einsätze erfordern schnelle Koordination zwischen CGDIS‑Teams und Schaustellerbetreibern, um Gefährdungen auszuschließen.
Für Besucherinnen und Besucher bleibt die Empfehlung der Behörden eindeutig: Öffentliche Verkehrsmittel, zu Fuß oder Rad sind die einfachste Art zur Fouer zu gelangen; im Notfall ist wie gewohnt die Nummer 112 zu wählen. Fotografisch begleitet wurde der CGDIS‑Einsatz vor Ort unter anderem vom LW‑Fotografen Alain Piron, der die Helfer während ihres Dienstes dokumentierte.
Die Stadtverwaltung und die Schausteller wollen die Lage weiter beobachten und bei Bedarf Anpassungen für kommende Tage und die nächsten Fouer‑Wochenenden vornehmen.