Salzburg sichert einzigen österreichischen Sieg in der CHL-Runde
Der EC Red Bull Salzburg bleibt das einzige österreichische Team mit einem Sieg in der aktuellen Champions Hockey League-Runde. Vor 2.679 Zuschauern setzten sich die Salzburger gegen den tschechischen Vertreter Bílí Tygři Liberec mit 3:0 durch.
Das frühe Tor von Mario Huber in der siebenten Minute fiel in Unterzahl und stellte die Weichen für den Abend. Salzburg verteidigte in der Folge kompakt, profitierte von einer stabilen Leistung des Torhüters Atte Tolvanen und ließ kaum Chancen zu. Erst in der Schlussphase sorgte Adam Brooks (57.) für die Vorentscheidung; den Schlusspunkt setzte Peter Schneider mit einem Empty-Net-Treffer zum 3:0-Endstand.
- Sieg EC Red Bull Salzburg: 3:0 gegen Bílí Tygři Liberec (Zuschauer: 2.679)
- EC-KAC: 1:3 gegen Fribourg-Gottéron (Zuschauer: 2.478)
- Graz99ers: 2:4 gegen Boxers de Bordeaux (Zuschauer: 2.400)
KAC verliert Führung – CHL-Sonderregel dreht Partie
Der EC-KAC zeigte sich lange Zeit in starker Verfassung, musste sich aber am Ende dem Schweizer Meister Fribourg-Gottéron mit 1:3 geschlagen geben. Vor 2.478 Zuschauern brachten die Kärntner den Favoriten wiederholt in Verlegenheit; die Führung gelang durch Raphael Herburger im Mitteldrittel.
„Die Führung war nicht unverdient“, heißt es im Spielbericht – doch ein spätes Powerplay kehrte die Partie.
Entscheidend wurde eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Simeon Schwinger im Schlussdrittel. Weil bei der CHL eine Sonderregel gilt, nach der ein Powerplay nicht mit einem Tor beendet wird, nutzten die Gäste diese Phase konsequent und erzielten binnen 67 Sekunden drei Treffer. Jonas Taibel traf dabei zweimal (44., 46.), dazu steuerte Jacob de la Rose einen Treffer bei (45.). Der KAC fand danach keinen Weg mehr zurück.
Graz99ers geben Führung aus der Hand
Die Graz99ers verloren ihr zweites Heimspiel in der CHL gegen die Boxers de Bordeaux mit 2:4. Jakob Lippitsch brachte die Hausherren früh in Führung (8.), doch Bordeaux schlug noch vor der ersten Drittelpause innerhalb von 23 Sekunden doppelt zurück (17.). Clayton Hanus glich für die 99ers in der 39. Minute per Schuss ins kurze Eck ab, doch Kevin Dusseau stellte mit einem verdeckten Schuss in der 53. Minute die Weichen zugunsten der Franzosen. Beim entscheidenden Empty-Net-Tor war Goalie Maxime Lagace bereits vom Eis (60.). Vor 2.400 Zuschauern blieben die Grazer somit nach zwei Partien noch punktelos.
Regionale Bilanz und Folgen
Aus Salzburger Sicht ist der Sieg des EC Red Bull Salzburg ein wichtiger Auftakt in die CHL-Partie, weil er nicht nur drei Punkte, sondern auch Selbstvertrauen in das internationale Teilnehmerfeld bringt. Die Leistungen von KAC und Graz99ers zeigen hingegen, dass frühe Führung oder gute Phasen im Spiel noch nicht automatisch zum Erfolg führen: Kleine Strafzeiten oder schnelle Gegentreffer können – wie bei Klagenfurt – das Ergebnis binnen Minuten kippen.
| Team | Gegner | Ergebnis | Zuschauer |
|---|---|---|---|
| EC Red Bull Salzburg | Bílí Tygři Liberec | 3:0 | 2.679 |
| EC-KAC | Fribourg-Gottéron | 1:3 | 2.478 |
| Graz99ers | Boxers de Bordeaux | 2:4 | 2.400 |
Für Salzburg bedeutet der Shutout-Erfolg, dass sich das Team im internationalen Vergleich präsent zeigt und auf eine starke Defensive bauen kann. Für die heimischen Fans sind besonders die kompakten Mannschaftsleistungen sowie die Torhüterleistungen ein positives Zeichen für die weitere Saisonplanung. KAC und Graz müssen die raschen Gegentore analysieren und ihre Unterzahl- bzw. Umschaltphasen verbessern, um in den kommenden CHL-Spielen punkten zu können.