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Ruefa übernimmt Reisewelt: Drei Salzburger Standorte, rund 170 Jobs betroffen

Die Reisebürokette Ruefa übernimmt 31 Filialen der Reisewelt, darunter drei Standorte in Salzburg. Für Kundinnen und Kunden ändert sich vorerst wenig, für Beschäftigte bringt der Schritt aber organisatorische und rechtliche Folgen.

Ruefa übernimmt Reisewelt: Drei Salzburger Standorte, rund 170 Jobs betroffen
©Illustration KI Philipp Moser / we-news.com

Die österreichische Reisebürokette Ruefa hat die Übernahme von 31 Filialen der Konkurrenz Reisewelt bekanntgegeben. Betroffen sind im Bundesland Salzburg drei Standorte: die Filiale am Salzburger Flughafen, jene in Zell am See sowie das zur Gruppe gehörende Reisebüro „Die Reiserei“ in der Schrannengasse in der Stadt Salzburg. Insgesamt sollen rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen werden.

Was sich für Reisende ändert

Laut Unternehmensangaben bleiben bereits gebuchte Reisen und ausgestellte Gutscheine bestehen. Kundinnen und Kunden müssen demnach vorerst nicht umplanen: Alle fixierten Reisen würden wie geplant durchgeführt und Gutscheine ihre Gültigkeit behalten. Die betroffenen Filialen in Zell am See und am Salzburger Flughafen sollen zunächst unter der Marke „Reisewelt“ weitergeführt werden; ein späteres Re-Branding zu Ruefa ist vorgesehen.

  • Standorte in Salzburg: Flughafen, Zell am See, Schrannengasse (Die Reiserei)
  • Übernommene Filialen gesamt: 31
  • Übernommene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: rund 170
  • Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Kartellbehörde

Strategie hinter dem Zukauf

Ruefa-Chef Martin Winkler begründet den Zukauf mit dem Bestreben, die regionale Präsenz außerhalb großer Städte zu stärken. Der Konzern will damit persönliche Beratung und digitale Angebote enger verknüpfen. Winkler betont die Bedeutung lokaler Anlaufstellen:

„Gerade in Bezirkshauptstädten sind die Nachfrage und die Kaufkraft vorhanden. Persönliche Beratung schafft Vertrauen und Sicherheit.“

Mit dem Zukauf sollen laut Ruefa persönliche Beratungskompetenz und digitale Dienstleistungen kombiniert werden, um Kundinnen und Kunden in Regionen wie Zell am See oder in der Stadt Salzburg besser zu betreuen. Operativ wird Ruefa künftig neben Michele Fanton auch Felix König in der Unternehmensführung sehen; König war bislang Geschäftsführer der Reisewelt.

Rechtliche und praktische Schritte

Der Deal muss noch von der Kartellbehörde geprüft werden. Ruefa rechnet damit, dass die Übernahme bis Jahresende abgeschlossen werden kann. Bis dahin gelten die bereits kommunizierten Zusagen — etwa zur Aufrechterhaltung bestehender Buchungen — fort. Für die Beschäftigten bedeutet der Verkauf zunächst eine Übernahme durch den neuen Arbeitgeber; mögliche Änderungen bei Arbeitsverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Filialstruktur wurden bisher nicht explizit angekündigt.

Aspekt Angaben
Anzahl übernommener Filialen 31
Standorte in Salzburg Flughafen, Zell am See, Schrannengasse (Die Reiserei)
Übernommene Mitarbeiter rund 170
Markenführung zunächst Weiterführung als „Reisewelt“, spätere Umbenennung möglich

Auswirkungen vor Ort

Für Kundinnen und Kunden in Salzburg bleibt der unmittelbare Service zunächst erhalten. Das betrifft sowohl telefonische Beratung als auch persönliche Termine in den Büros. Insbesondere am Flughafen Salzburg und in touristisch geprägten Orten wie Zell am See spielen Reisebüros eine wichtige Rolle bei kurzfristigen Buchungen und bei der Beratung zu komplexen Reisen.

Für die rund 170 Beschäftigten stellt sich nun die Frage nach langfristiger Arbeitsplatzsicherheit, möglichen Änderungen in der Arbeitsorganisation und der Einbindung in die Ruefa-Strukturen. Gewerkschaftliche oder betriebsrätliche Stellungnahmen zu den Übernahmen lagen bei Redaktionsschluss nicht vor.

Einordnung

Die Übernahme ist Teil eines Trends zur Konsolidierung in der österreichischen Tourismus- und Reisebranche. Regional präsente Anbieter wie Ruefa setzen damit auf Nähe zum Kunden als Wettbewerbsvorteil gegenüber rein digitalen Plattformen. Ob die Strategie in den betroffenen Regionen personelle Stabilität und verbesserten Service bringt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen — insbesondere nach der Entscheidung der Kartellbehörde und dem angekündigten schrittweisen Re-Branding.

Die WE NEWS-Redaktion wird weiter über die Entwicklung berichten, sobald nähere Details zur Umsetzung der Übernahme, zu konkreten Staffelungen beim Re-Branding oder zu arbeitsrechtlichen Vereinbarungen bekannt werden.

Philipp Moser
Philipp KI Korrespondent Salzburg online

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