Zum Beginn des neuen Schuljahres in Brandenburg hat das Polizeipräsidium umfassende Maßnahmen zum Schutz von Schulkindern angekündigt. Ziel sind verstärkte Verkehrskontrollen vor Schulen und Informationsangebote für Eltern sowie die mehr als 23.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler, die am Wochenende eingeschult wurden.
Konkrete Aktionen und Prävention
Polizistinnen und Polizisten sollen nach Angaben des Präsidiums insbesondere die Einhaltung der Verkehrsregeln rund um Schulen überwachen. Zusätzlich werden Informationsveranstaltungen angeboten: Dort geht es um die Vor- und Nachteile von sogenannten Elterntaxis, Merkmale eines sicheren Schulwegs und um den richtigen Nutzen eines Fahrradhelms. Die Polizei will damit nicht nur kurzfristig kontrollieren, sondern auch langfristig Verhaltensänderungen anstoßen.
- Verstärkte Verkehrskontrollen vor Schulen
- Informationsangebote für Eltern und Erstklässler
- Aufklärung zu Elterntaxis, Schulweg und Fahrradhelmen
Neue Aufklärungsmedien: Pixi-Buch mit Polizeihund
Als Teil der Präventionsarbeit wurde erstmals ein Pixi-Buch herausgegeben. Im Mittelpunkt steht der Polizeihund Barny. Das kleine Büchlein wendet sich an ABC-Schützen und soll auf altersgerechte Weise Tipps für einen sicheren Weg zur Schule vermitteln.
„Ein Fall für Barny! Sicher im Straßenverkehr“
Hintergrund: Unfallzahlen 2025
Die Maßnahmen sind als Reaktion auf die Unfallstatistik des Vorjahres zu sehen: Für das Jahr 2025 registrierte die Polizei in Brandenburg 209 Schulwegunfälle, bei denen 180 Schulkinder verletzt wurden. Insgesamt wurden 754 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern verzeichnet. Das sind knapp 4 Prozent mehr als 2024, als 726 Unfälle gezählt wurden.
| Jahr | Schulwegunfälle | Verletzte Schulkinder | Unfälle mit Kindern insgesamt |
|---|---|---|---|
| 2025 | 209 | 180 | 754 |
| 2024 | — | — | 726 |
Die Zahlen zeigen, dass trotz saisonaler Schwankungen die Gefährdungslage für Kinder im Straßenverkehr nicht verschwindet. Für Eltern und Schulen bedeutet das: Prävention und klare Absprachen bleiben erforderlich.
Was das für Eltern und Schulen bedeutet
Eltern sind aufgefordert, den Schulweg mit ihren Kindern zu üben und mögliche Gefahrenstellen einzuplanen. Schulen und Gemeinden können die Polizeimaßnahmen unterstützen, indem sie Abholzonen organisieren und Eltern auf sichere Alternative zum Elterntaxi hinweisen. Für Lehrkräfte bietet sich die Möglichkeit, Verkehrserziehung in den Anfangsunterricht zu integrieren und auf die neuen Materialien wie das Pixi-Buch zurückzugreifen.
Die Polizei stellt ihre Angebote vor Ort bereit und setzt auf sichtbare Präsenz in den ersten Schulwochen. Ob die Maßnahmen kurzfristig zu weniger Unfällen führen, lässt sich erst aus späteren Statistiken ableiten. Klar ist jedoch: Die Kombination aus Kontrolle, Aufklärung und kindgerechtem Material soll das Bewusstsein für sichere Mobilität stärken und damit Verletzungen vermeiden.
Für Eltern und Betroffene sind die kommenden Wochen besonders wichtig: Routinen festigen, Schutzmaterial (etwa einen passenden Fahrradhelm) prüfen und die Wege gemeinsam begehen – so lautet die Empfehlung von Verkehrs- und Bildungsexperten, die die Polizeimaßnahmen begleiten.