Bundesweite Präventionsinitiative für Schulen
Das Bildungsministerium (BMB) und das Sozialministerium (BMASGPK) haben gemeinsam ein neues Präventionsprogramm für Schulen angekündigt. Die organisatorische und technische Umsetzung übernimmt der OeAD. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer demokratischen Haltung sowie in sozialen, emotionalen und digitalen Kompetenzen zu stärken.
Im Zentrum des Projekts stehen vier kostenfreie Workshop-Formate, die direkt in den Unterrichtsalltag an den Schulen integriert werden können. Die Angebote richten sich an Schulklassen aller Alterstufen und Schularten und sollen aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Extremismus, Diskriminierung, Cybermobbing und psychische Belastungen aufgreifen.
Inhalte und Ziele
Die Workshops setzen inhaltliche Schwerpunkte auf Rahmenbedingungen der Gesellschaft, demokratische Werte, Kommunikation und Konfliktbearbeitung sowie auf digitale Lebenswelten und mentale Gesundheit. Konkret werden folgende Themenblöcke genannt:
- Gewalt- und Extremismusprävention
- Vorurteilssensibilisierung
- Konfliktlösung und zivilcouragiertes Handeln
- Medien- und Gesundheitskompetenz
Für die Schulen gibt es vier konkrete Workshop-Formate, die frei buchbar sind:
| Workshop | Fokus |
|---|---|
| „Fake News, we can!“ | Erkennen von Falschmeldungen im Internet |
| Human Rights 2.0 | Diskussion: Gilt Menschenrechtsschutz auch online? |
| Let‘s stop hating | Förderung von Zivilcourage, Gegenstrategien zu Mobbing |
| „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“ | Umgang mit problematischen Online-Inhalten |
„Starke Schule, starke Gesellschaft“
Jedes Workshopformat umfasst jeweils drei Unterrichtseinheiten und wird in der Schule durchgeführt. Die Durchführung vor Ort soll eine niedrigschwellige Teilnahme ermöglichen und den direkten Austausch zwischen Lehrkräften, Expertinnen und Experten sowie Schülerinnen und Schülern fördern.
Buchung und Zielgruppen
Das Angebot steht allen Schulformen offen und ist bewusst breit angelegt, um sowohl Primar- als auch Sekundarstufen zu erreichen. Ab dem 31. August können Schulen die kostenlosen Präventionsworkshops über die Website des OeAD buchen. Damit wollen die Ministerien rasch und unbürokratisch Unterstützung in den Schulalltag bringen.
Die Kombination aus Demokratieförderung, Medienkompetenz und Mental-Health-Themen folgt dem Anliegen, junge Menschen in ihrer Gesamtentwicklung zu fördern und sie für gesellschaftliche Herausforderungen zu wappnen. Das Projekt verknüpft Prävention gegen Radikalisierung und Hass im Netz mit konkreten Fähigkeiten zur Konfliktlösung und zur Stärkung emotionaler Resilienz.
Für Schulen bedeutet das Angebot eine Möglichkeit, curricular relevante Themen mit externem Fachwissen zu vertiefen, ohne zusätzliche Kosten für die Klassen. Lehrpläne und schulische Zeitressourcen können so um modulare, fachlich begleitete Einheiten ergänzt werden.
Die Initiative reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen zur Stärkung der demokratischen Kultur an Schulen ein und setzt einen Schwerpunkt auf die Verbindung von digitaler Kompetenz und persönlicher Widerstandskraft gegenüber Online-Gefahren und sozialer Ausgrenzung.