Thomas Bucheli hat nach mehr als drei Jahrzehnten seine letzte Ausgabe von „Meteo“ moderiert und ist in den Ruhestand gegangen. Der 65‑Jährige stand erstmals am 5. September 1992 vor der Kamera; 34 Jahre und exakt 1.772 Wochen und vier Tage später präsentierte er seine Abschiedssendung.
Stille, Danke und eine unerwartete Nebelwolke
Die Sendung begann unspektakulär: Bucheli begrüsste seine Zuschauer gewohnt sachlich. Emotionaler wurde es erst nach der Moderation. Auf dem Dach versammelte sich sein Team mit einem grossen Plakat mit der Aufschrift „Danke Thomas! Das Wetter bleibt. Du wirst fehlen“, um sich zu bedanken. Sein Nachfolger, Gaudenz Flury (45), würdigte Bucheli als ‹lebende Legende› und sprach dem gesamten Team im Namen der Redaktion Dank aus.
«Sie haben es vielleicht auch gemerkt. Grundsätzlich aber möchte ich Ihnen jetzt an dieser Stelle einfach ganz, ganz herzlich danken…»
Als Abschiedsgeschenk erhielt Bucheli etwas, das zum Thema passt und doch kurios wirkt: eine Nebelmaschine. Zunächst verweigerte das Gerät seinen Dienst, schliesslich funktionierte es aber und sorgte für die passende, nebulöse Pointe. Bucheli, so wurde berichtet, mag Nebel – und trägt ihn nun symbolisch mit sich.
Wegmarken einer langen Fernsehkarriere
Die wichtigsten Eckdaten seiner Moderation lassen sich knapp zusammenfassen:
- Erster Einsatz: 5. September 1992
- Letzte Sendung: 26. August 2026 (Veröffentlichungsdatum der Berichterstattung)
- Dauer: 34 Jahre, 1.772 Wochen und vier Tage
- Alter: 65
- Nachfolger: Gaudenz Flury (45)
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1992 | Erste Moderation von «Meteo» (5. September) |
| 2026 | Letzte Moderation; Abschied nach 34 Jahren |
In der Sendung offenbarte Bucheli, dass er bei der Abschiedssendung nervöser gewesen sei als bei seinem Debüt. Er nutzte die Gelegenheit, den Zuschauerinnen und Zuschauern explizit für ihr Vertrauen, ihr Interesse und auch für konstruktive Kritik zu danken.
Konsequenzen und Einordnung
Der Wechsel markiert einen Generationenwechsel bei «Meteo»: Nach 34 Jahren übergibt ein etablierter Moderator an einen jüngeren Kollegen. Für das Publikum bedeutet das sowohl Kontinuität – das Ressort bleibt bestehen – als auch eine neue Stimme im täglichen Wettergeschehen. Die Rücksichtnahme des Teams, die sich im Plakat, in den Dankesworten und im Geschenk widerspiegelt, zeigt die hohe Wertschätzung innerhalb der Redaktion.
Kurios bleibt die Wahl des Präsents: Eine Nebelmaschine ist zwar thematisch passend, wirkt aber auf den ersten Blick eher skurril als traditionell. Dass das Gerät zunächst streikte, bevor es den gewünschten Effekt lieferte, verlieh dem Moment zusätzlichen Unterhaltungswert – ohne den ernsten Ton zu beeinträchtigen, mit dem Bucheli Abschied nahm.
Für SRF und das Publikum stellt sich nun die Frage, wie der neue Moderator den Spagat zwischen Bewährtem und Erneuerung meistern wird. Gaudenz Flury wurde bereits als Nachfolger vorgestellt; seine Einstandssendungen werden zeigen, ob er an die Bekanntheit und das Vertrauen Buchelis anknüpfen kann.
Insgesamt bleibt Buchelis Karriere als Beispiel für Beständigkeit in einem Medium, das sich stetig wandelt: Jahrzehntelange Präsenz, eine treue Zuschauerschaft und ein Abschied, der sowohl warmherzig als auch mit einem Augenzwinkern daherkommt.
Die Redaktion würdigte den Abschied mit sichtbarer Anteilnahme – und überreichte dem scheidenden Moderator symbolisch genau das, was er beruflich so oft thematisierte: ein wenig Nebel.