Magdalena Lobnig hat bei der Europameisterschaft im Coastal Rowing im spanischen La Línea de la Concepción die Goldmedaille im Langstreckenrennen gewonnen. Die 36‑jährige Kärntnerin setzte sich im Massenstart über sechs Kilometer an der Mittelmeerküste klar durch und sicherte sich den Sieg im schweren Einer.
Dominanter Auftritt über sechs Kilometer
Lobnig übernahm früh die Führung in dem 15‑köpfigen Feld und gab die Spitzenposition auf dem komplizierten Rundkurs bis ins Ziel nicht mehr ab. Mit einem finalen Sprint überquerte die Olympiadritte von Tokio 2021 nach 29:29,33 Minuten die Ziellinie und feierte damit einen deutlichen Erfolg vor der Ukrainerin Kateryna Dudtschenko und der Finnin Eeva Karppinen.
- Rennen: Endurance (Coastal Rowing), Massenstart, 6 km
- Ort: La Línea de la Concepción, Spanien
- Teilnehmerfeld: 15 Starterinnen
Konsequenzen und Ausblick
Der Erfolg kommt einen Tag, nachdem Lobnig im olympischen Beach‑Sprint als Titelverteidigerin Silber gewonnen hatte. Der EM‑Triumph im Endurance‑Bewerb ist zugleich ein positives Signal vor den Küstenruder‑Weltmeisterschaften in Qingdao (China), die von 11. bis 13. Oktober stattfinden. Lobnig reist demnach mit Rückenwind zu den Weltmeisterschaften.
Zu beachten ist, dass der Endurance‑Bewerb nicht Teil des Programms der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles sein wird; Lobnigs EM‑Erfolg stärkt jedoch ihre Position im Küstenruder‑Zirkus und unterstreicht ihre Vielseitigkeit zwischen Sprint‑ und Langstreckenformaten.
Streckenmanagement und Rennstrategie
Lobnig betonte nach dem Rennen die Bedeutung des Starts und der Streckenkenntnis: sie wollte vorne bei der Boje liegen, weil das Überholen auf dem Kurs sehr kraftaufwändig sei. Zudem hob sie hervor, dass sie sich bewusst Fehler sparte und sich den Streckenverlauf gut einprägte – entscheidende Faktoren für ihren Erfolg.
„Mein Ziel war es, am Start richtig gut wegzukommen und ohne Crash durchzukommen. Ich wollte unbedingt als Erste bei der Boje sein, weil, wenn du da vorne bist, ist es hart, vorbeizukommen. Das kostet richtig viel Kraft. Und dann habe ich geschaut, dass ich keine Fehler mache. Ich habe mir zum Glück alles gemerkt vom Streckenverlauf, obwohl es kompliziert war“,
Sie bezeichnete das Rennen als „brutal“, weil die Verfolgerinnen hohen Druck machten, zugleich aber auch als jene Situation, in der sie ihre besten Prozentpunkte abrufen kann. Lobnig zeigte sich nach dem Zieleinlauf lächelnd und zufrieden mit der Leistung.
Weitere Bemerkungen
Im Doppelzweier wird Lobnig bei dieser EM nicht mehr antreten: ihre Schwester Katharina sagte aufgrund einer Verletzung ab, sodass ein Einsatz dort entfällt. Lobnig konnte somit das gesamte Augenmerk auf den schweren Einer und die bevorstehenden Weltmeisterschaften richten.
| Platz | Name | Nation | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Magdalena Lobnig | Österreich | 29:29,33 |
| 2 | Kateryna Dudtschenko | Ukraine | – |
| 3 | Eeva Karppinen | Finnland | – |
Der Sieg ergänzt Lobnigs starke Saison: Nach dem Silber im Beach‑Sprint zeigte sie erneut Ausdauer und Rennintelligenz. Mit dem EM‑Gold im Gepäck fährt sie nun zu den Küstenruder‑Weltmeisterschaften, wo sie ihre Form gegen ein weltweites Feld bestätigen will.