Der LASK geht mit einer deutlichen Hypothek in das Champions-League-Play-off-Rückspiel gegen Celtic Glasgow: Nach dem 0:3 im Hinspiel müssen die Oberösterreicher am Dienstagabend ab 20.15 Uhr ein deutliches Comeback schaffen, wenn sie noch in die Gruppenphase der Königsklasse einziehen wollen. Das Spiel wird live auf Sky Sport Austria 2 übertragen und per Sky X gestreamt.
Trainer fordert Mut und Risiko
Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich vor der Begegnung kämpferisch, nannte die Ausgangslage aber realistisch: Eine außergewöhnliche Leistung werde nötig sein. Er forderte von seiner Mannschaft, das Spiel aktiv zu gestalten und mehr Risiko zu gehen, ohne dabei die Defensive komplett aufzugeben. Kühbauer betonte, dass ein früher Treffer das gesamte Spiel verändern könne.
„Aufgeben werden wir definitiv nicht. Wenn wir einen guten Spielverlauf haben und ein Tor machen, kann das vieles bewirken“,
Gleichzeitig hob er hervor, dass er an der bisherigen Leistung des Teams wenig zu kritisieren habe: Beim 0:3 habe die Mannschaft phasenweise ordentlich gespielt, nur die nötige Zielstrebigkeit vor dem Tor habe gefehlt. Kühbauer will sich vor dem Rückspiel in der vertrauten Rolle an der Seitenlinie nicht umstylen lassen: Er kündigte an, im Anzug an der Linie zu stehen, falls das helfen sollte.
Publikumserwartung und Atmosphäre
Die Partie mobilisiert in Linz große Teile der Fanszene: Bis Montagnachmittag waren bereits rund 16.500 Tickets verkauft. Die Erwartung ist ein offensiv ausgerichteter LASK, der von seinen Anhängern lautstark unterstützt wird. Die Bedeutung eines frühen Tores ist dabei sowohl sportlich als auch emotional nicht zu unterschätzen.
- Ausgangslage: 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel
- Anstoß: Dienstag, 20.15 Uhr
- Übertragung: Sky Sport Austria 2 (TV) und Sky X (Stream)
Historische Perspektive: Seltene Aufholjagden
Die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Aufholjagd dieser Dimension ist gering. Österreichische Clubs konnten einen Rückstand von drei oder mehr Toren in Europacup-Konkurrenzen nur sehr selten wettmachen. Historisch bekannte Beispiele betreffen Rapid Wien: 1957 gelang nach einem 1:4-Auswärtsresultat gegen den AC Milan ein 5:2-Heimsieg, der allerdings in einem Entscheidungsspiel endete; 1985 kam Rapid nach einem 0:3 bei Dynamo Dresden in den Folgepartien weiter und schrieb damit Fußballgeschichte.
| Jahr | Team | Situation |
|---|---|---|
| 1957 | Rapid Wien | Aufholjagd nach 1:4 gegen AC Milan (Heimsieg 5:2, Entscheidungsspiel) |
| 1985 | Rapid Wien | Weiterkommen nach 0:3 bei Dynamo (Cup der Cupsieger, spätere Runde) |
Diese Beispiele illustrieren, wie außergewöhnlich ein Erfolg gegen Celtic wäre. Sportlich würde ein Verpassen der Gruppenphase nicht nur sportliche Enttäuschung bedeuten, sondern auch finanzielle Einbußen, da die Champions League erhebliche Einnahmen für Teilnehmer bringt.
Konsequenzen und Ausblick
Für den LASK steht mehr auf dem Spiel als nur das Weiterkommen in einem internationalen Bewerb: Ein Einzug in die Königsklasse würde das internationale Profil des Klubs stärken und Einnahmen generieren, die den Kader und die Infrastruktur weiter stabilisieren könnten. Scheitert die Mannschaft, bleibt zumindest die Erinnerung an einen mutigen Versuch und die Frage, in welchen Punkten die Mannschaft nachlegen muss, um kommende europäische Herausforderungen erfolgreicher zu bestreiten.
Unabhängig vom Ausgang verspricht das Spiel in Linz Spannung: Die Kombination aus Heimvorteil, lauten Fans und der klaren sportlichen Marschrichtung des LASK macht das Rückspiel zu einem Pflichttermin für österreichische Fußballfans.