In Bischofshofen (Pongau) entsteht Ende Jänner ein ungewöhnlicher Zwischenstopp in der Eishockeysaison: Im Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze soll die ICE Mountain Classic stattfinden und bis zu 8.500 Zuschauer anziehen. Veranstalter und Vereine kündigten am Freitag konkrete Spielpaarungen und Kapazitätszahlen an. Das Spektakel wird mit erheblichem technischem Aufwand in eine temporäre Arena verwandelt.
Programm und Beteiligte
Für die Veranstaltung sind mehrere Partien vorgesehen: Am 30. Jänner treffen der VSV und die Black Wings Linz aufeinander, am 31. Jänner stehen die Begegnungen des EC Red Bull Salzburg gegen den KAC auf dem Programm. Ergänzt wird das Line-up durch ein Alps-Hockey-League-Spiel zwischen den Adler Kitzbühel und den Zeller Eisbären sowie Begegnungen im Rahmen der Austrian Women’s Hockey League am Sonntagnachmittag.
| Datum | Partie | Wettbewerb |
|---|---|---|
| 30. Jänner | VSV – Black Wings Linz | ICE-Eishockeyliga |
| 31. Jänner | Red Bull Salzburg – KAC | ICE-Eishockeyliga |
| Samstag | Adler Kitzbühel – Zeller Eisbären | Alps Hockey League |
| Sonntag | Topteams der AWHL | Austrian Women’s Hockey League |
Technik, Infrastruktur und Zuschauerkapazität
Nach Angaben des Präsidenten des Skiclubs Bischofshofen, Manfred Schützenhofer, wird eine eigens errichtete „Snow Space Salzburg“-Arena täglich zwischen 8.000 und 8.500 Personen fassen. Dazu werden zusätzliche Sitz- und Stehplatztribünen aufgebaut. Die Veranstalter sprechen von einem kompletten mobilen Eisstadion mit Banden, Netzen und Eismaschinen.
Die Austragung im Auslauf einer Skisprungschanze erfordert neben den Tribünen einen erhöhten technischen Aufwand, insbesondere in puncto Eisaufbereitung und Wetterschutz. Eismaschinen und eine passende Infrastruktur müssen vor Ort installiert werden, um Spielbetrieb unter variablen Freiluftbedingungen zu ermöglichen.
Reiz und Risiken des Spiels unter freiem Himmel
Für Spieler macht gerade die Unvorhersehbarkeit der Bedingungen den Reiz aus. Thomas Raffl, Kapitän des EC Red Bull Salzburg, verwies auf die Unterschiede zum Hallenbetrieb:
„In der Halle hat man in erster Linie konstante Bedingungen, draußen weiß man nicht, was passiert. Es kann ein Tag kommen, wo es leicht regnet, oder wo es schneit.“
Die wechselnden Witterungsverhältnisse stellen nicht nur die Sportler, sondern auch die Technik und die Veranstalter vor Herausforderungen. Wind, Schneefall oder Niederschlag können Eisqualität, Sichtverhältnisse und damit Spielablauf beeinflussen. Die Erfahrung vergangener Freiluftspiele in Österreich, zuletzt etwa beim Kärntner Derby 2015 am Wörthersee, zeigt, dass solche Veranstaltungen besonderen Planungsaufwand erfordern.
Publikumserlebnis und Bedeutung für den Ort
Ein Freiluftspektakel dieser Größenordnung bringt sowohl touristische als auch wirtschaftliche Effekte für Bischofshofen und Umgebung. Erwartet werden mehrere Tausend Besucher an den Spieltagen; dazu kommen Medienpräsenz und begleitende Aktivitäten rund um das Event. Für die heimische Sportszene ist die Veranstaltung ein öffentlichkeitswirksames Highlight vor dem weiteren Ligabetrieb.
- Ort: Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze, Bischofshofen
- Kapazität: 8.000–8.500 Zuschauer täglich
- Datum: Ende Jänner (30. und 31. Jänner: Hauptspiele)
Ausblick
Die ICE Mountain Classic wird in den kommenden Wochen weiter konkretisiert werden müssen: Detaillierte Informationen zu Tickets, Sicherheitskonzepten und dem genauen Zeitplan der Spiele stehen noch aus. Für Fans bedeutet die Veranstaltung eine seltene Gelegenheit, Spitzen-Eishockey unter freiem Himmel zu erleben; für die Organisatoren ist es eine logistische Herausforderung, die sich an bewährten Freiluft-Formaten messen lassen muss.
Die Vorbereitungen laufen offenbar auf Hochtouren: Mit einer mobilen Arena, umfangreicher Technik und klaren Spielen will Bischofshofen Anfang des neuen Jahres ein besonderes Kapitel österreichischen Eishockeys schreiben.