Spannendes Derby im Stadion Judenburg: Zeltweg kommt zurück
Im Stadion Judenburg erlebten knapp 300 Zuseher ein packendes Derby in der Oberliga Nord. Der FC Stadtwerke Judenburg ging durch einen Distanzschuss von Avdullah Shala (25.) mit 1:0 in Führung und hatte zur Pause den Sieg vor Augen. Nach dem Seitenwechsel drehte der FC Zeltweg die Begegnung und gewann am Ende verdient mit 3:1.
Die erste Hälfte gehörte den Hausherren. Unter sommerlichen Bedingungen und nach einer Trinkpause in der 22. Minute übernahm Judenburg sofort die Kontrolle. Die Gäste wirkten in der ersten halben Stunde verunsichert, fanden defensiv nur schwer Zugriff und kamen offensiv kaum zu Torchancen. Shala verwertete eine Situation aus rund 20 Metern mit einem platzierten Schuss zum 1:0.
Taktische Umstellung als Wendepunkt
Nach der Pause zeigte sich Zeltweg wie ausgewechselt. Trainer Marco Dorner reagierte mit einer Systemumstellung und brachte frische Spieler von der Bank. Diese Umstellung erwies sich als entscheiden: Amer Pajic erzielte innerhalb der zweiten Hälfte gleich zwei Treffer, einer davon ein spektakuläres Tor aus etwa 30 Metern, das von Zuschauern als „Tor des Jahres“-Anwärter bezeichnet wurde. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Nico Fritz mit dem 3:1 für die Gäste.
„Die Gäste bewiesen nach dem Seitenwechsel enorme Moral.“
Unter der Leitung von Schiedsrichter Mag. Adnan Dambo entwickelte sich nach der Pause ein anderes Spielbild. Zeltweg erhöhte das Tempo, suchte das direkte Spiel und erarbeitete sich Chancen, während Judenburg – nach der Halbzeitführung – offenbar versuchte, das Ergebnis zu verwalten. Diese Spielgestaltung öffnete Räume, die die Gäste effektiv nutzten.
Folgen für beide Mannschaften
Für den FC Stadtwerke Judenburg ist die Niederlage ein Rückschlag vor heimischem Publikum. Die Mannschaft begann druckvoll, blieb in der Anfangsphase die aktivere Elf, doch fehlende Anpassungen auf die Reaktion des Gegners nach der Pause sowie das Verpassen, das Tempo hochzuhalten, ermöglichten der Dorner-Elf die Aufholjagd.
Für den FC Zeltweg ist der Derbysieg ein deutliches Zeichen der Moral und des Trainerwissens: Die richtige personelle und taktische Reaktion nach der Pause brachte die Wende. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Amer Pajic, dessen Doppelschlag sowie das Weitschusstor das Spiel entschieden.
- Endstand: FC Stadtwerke Judenburg – FC Zeltweg 1:3
- Zuschauer: ca. 300
- Schiedsrichter: Mag. Adnan Dambo
- Torschützen: Avdullah Shala (25. für Judenburg); Amer Pajic (2 ×, darunter Traumtor aus ~30 m), Nico Fritz (Joker) für Zeltweg
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Ergebnis | 1:3 (Judenburg – Zeltweg) |
| Zuschauer | ca. 300 |
| Schiedsrichter | Mag. Adnan Dambo |
| Torschützen | Avdullah Shala (25.); Amer Pajic (2 ×, darunter Traumtor aus ~30 m); Nico Fritz (Joker) |
Das Ergebnis hat Auswirkungen auf die Tabelle der Oberliga Nord und auf das Selbstverständnis beider Teams in der Saison: Judenburg muss die verpasste Chance im Heimspiel analysieren und an der Konstanz über 90 Minuten arbeiten. Zeltweg hingegen nimmt Selbstvertrauen aus einem schwierigen Auswärtsspiel mit und demonstriert, wie wichtig taktische Flexibilität und Einwechslungen sein können.
Weitere Informationen zu möglichen Verletzungen, taktischen Details oder Stellungnahmen der Vereine wurden im Matchbericht nicht genannt.