Der FC Bayern München hat zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison ein 2:2 gegen Manchester City erreicht. Vor 4.291 Zuschauern im Sportpark Unterhaching führten die Münchnerinnen lange mit 2:0, ehe die Engländerinnen noch ausglichen. Kurz vor der Halbzeit kam es zu einem bemerkenswerten Zwischenfall: Zwei Bengalos flogen von der Tribüne auf den Rasen, ohne dass die Schiedsrichterin das Spiel unterbrach.
Spielverlauf und entscheidende Szenen
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start. Giulia Gwinn brachte Bayern in der 11. Minute in Führung. In der 28. Minute erhöhte ein Eigentor von Manchester-Verteidigerin Kerstin Casparij nach einer Hereingabe von Pernille Harder auf 2:0. Die Partie schien damit zugunsten der Bayern zu laufen.
Kurz vor dem Pausenpfiff änderte sich die Stimmung: Zwei auf den Rasen geworfene Bengalos führten zu Verwirrung in der Arena. Die Unparteiische Olatz Rivera Olmedo entschied jedoch, das Spiel fortzusetzen. Manchester nutzte die Situation und kam durch Beth Mead noch vor dem Halbzeitpfiff auf 1:2 heran.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Manchester den Druck. In der 62. Minute gab es einen Strafstoß für City: Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic (22) hatte den Elfmeter verursacht, parierte den anschließenden Schuss von Khadija Shaw jedoch erfolgreich und hielt damit die Führung. Erst in der 86. Minute gelang der Ausgleich: Die deutsche Nationalspielerin Carlotta Wamser traf zum 2:2-Endstand.
Konsequenzen und Kontext
Das Unentschieden bedeutet, dass Bayern beim ersten Pflichtspiel in ihrer neuen Europapokal-Heimat in Unterhaching keinen idealen Start erwischte. Sportlich bleibt festzuhalten, dass die Mannschaft von Trainer José Barcala eine Führung nicht über die Zeit bringen konnte. Angesichts des jüngsten nationalen Erfolges — dem zweiten Double in Folge — bleiben die Ambitionen in der Königsklasse hoch; in der Vorsaison scheiterten die Münchnerinnen erst im Halbfinale am FC Barcelona.
Der Bengalo-Zwischenfall wirft Fragen zur Sicherheit und zu den Folgen für die Zuschauer- und Spielorganisation auf. Zwar gab es keine Spielunterbrechung und offenbar keine Personenschäden, doch das gezielte Werfen pyrotechnischer Gegenstände auf den Rasen ist ein sicherheitsrelevanter Eingriff, der bei anderen Gelegenheiten zu Spielabbrüchen oder empfindlichen Strafen geführt hat. Ob der Vorfall nachträgliche Maßnahmen oder Ermittlungen nach sich zieht, ist aus den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich.
- Endstand: FC Bayern Frauen 2 – Manchester City 2
- Zuschauer: 4.291
- Schlüsselszenen: Gwinn (11.), Eigentor Casparij (28.), Mead vor der Pause, Mahmutovic Paraden-Elfer (62.), Wamser Ausgleich (86.)
| Minute | Aktion | Torschützin |
|---|---|---|
| 11' | Führung | Giulia Gwinn (Bayern) |
| 28' | Eigentor | Kerstin Casparij (City, Eigentor) |
| ~45' | Verkürzung | Beth Mead (City) |
| 62' | Elfmeter gehalten | Ena Mahmutovic (Bayern) |
| 86' | Ausgleich | Carlotta Wamser (City) |
Für die Bayern-Frauen folgt die nächste Champions-League-Partie bereits in der kommenden Woche. Sportlich bleibt die Mannschaft gefordert, Stabilität über 90 Minuten zu zeigen. Organisatorisch wird die Klubführung prüfen müssen, wie derartige Zwischenfälle künftig verhindert werden können, um Spielerinnen und Publikum gleichermaßen zu schützen.
In der nüchternen Bilanz: Ein am Ende verdienter Punkt für Manchester City, ein verpasstes Erfolgserlebnis für Bayern — und am Rande des Spielfelds eine Szene, die man eher aus hitzigen Derbys kennt als aus einem europäischen Auftaktspiel der Frauen.